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<!-- Copyright Christian Classics Ethereal Library -->
<ThML>
	<ThML.head>
		<generalInfo>
			<description>The Times of Ignatius and the Chronology of the Antioch Bishops up to Tyrannus According to Julius Africanus and the Later Historians.
			Together with an Investigation Regarding the Spread of the Passion of S. Polycarp in the East.</description>
			<pubHistory>Leipzig, J. C. Hinrischs’sche Buchhandlung (1878)</pubHistory>
			<comments>Page images provided by Google</comments>
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		<printSourceInfo>
		        <published />
		</printSourceInfo>
		<electronicEdInfo>
			<publisherID>ccel</publisherID>
			<authorID>harnack</authorID>
			<bookID>ignatius</bookID>
			<workID>ignatius</workID>
			<bkgID>die_zeit_des_ignatius_und_die_chronologie_der_antiochenischen_bischÃ¶fe_bis_tyrannus_nach_julius_africanus_und_den_spÃ¤teren_historikern_nebst_ein_(harnack)</bkgID>
			<version />
			<series />
			<DC>
				<DC.Title>Die Zeit des Ignatius und die Chronologie der Antiochenischen Bischöfe bis Tyrannus nach 
				Julius Africanus und den Späteren Historikern. Nebst einer Untersuchung über die Verbreitung der Passio S. Polycarpi im Abendlande.</DC.Title>
				<DC.Title sub="short">Die Seit des Ignatius</DC.Title>		
				<DC.Creator scheme="short-form" sub="Author">Adolf Harnack</DC.Creator>
				<DC.Creator scheme="file-as" sub="Author">Harnack, Adolf (1851-1930)</DC.Creator>
				<DC.Publisher>Grand Rapids, MI: Christian Classics Ethereal Library</DC.Publisher>
				<DC.Subject scheme="LCCN" />
				<DC.Subject scheme="ccel">All;</DC.Subject>
				<DC.Date sub="Created">2007-01-17</DC.Date>
				<DC.Type>Text.Monograph</DC.Type>
				<DC.Format scheme="IMT">text/html</DC.Format>
				<DC.Identifier scheme="URL">/ccel/harnack/ignatius.html</DC.Identifier>
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				<DC.Language scheme="ISO639-3">deu</DC.Language>
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			</DC>
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    <div1 id="i" next="ii" prev="toc" progress="0.73%" title="Title Page">
<pb id="i-Page_i" n="i" />
<div id="i-p0.1" style="line-height:200%">
<h1 id="i-p0.2">DIE ZEIT DES IGNATIUS</h1>
<h4 id="i-p0.3">UND</h4>
<h2 id="i-p0.4">DIE CHRONOLOGIE DER ANTIOCHENISCHEN 
BISCHÖFE BIS TYRANNUS</h2>
<h4 id="i-p0.5">NACH</h4>
<p id="i-p1" shownumber="no" style="text-align:center; font-size:large; font-weight:bold">JULIUS AFRICANUS UND DEN SPÄTEREN HISTORIKERN.</p>
</div>
<h3 id="i-p1.1">NEBST EINER UNTERSUCHUNG ÜBER DIE VERBREITUNG DER PASSIO 
S. POLYCARPI IM ABENDLANDE.</h3>

<div id="i-p1.2" style="line-height:200%">
<h4 id="i-p1.3">VON</h4>
<h3 id="i-p1.4">ADOLF HARNACK.</h3>
</div>

<h2 id="i-p1.5" style="line-height:150%; margin-top:1in">LEIPZIG, <br /> 
J. C. HINRISCHS’SCHE BUCHHANDLUNG. 
<br />1878.</h2>

<pb id="i-Page_ii" n="ii" />

<pb id="i-Page_iii" n="iii" />
</div1>

    <div1 id="ii" next="ii.i" prev="i" progress="0.90%" title="Prefatory Material">

      <div2 id="ii.i" next="iii" prev="ii" progress="0.90%" title="Vorwort">
<p class="normal" id="ii.i-p1" shownumber="no">Der Titel, unter welchem diese Arbeit veröffentlicht ist, wird 
sich voraussichtlich keine Correcturen gefallen lassen müssen. Bei der Untersuchung 
der Grundlagen der bekannten kirchlichen Tradition, Ignatius sei zur Zeit des Kaisers 
Trajan Märtyrer geworden, ergab sich eine Beobachtung, deren Consequenzen hier nur 
nach einer Richtung hin zu verfolgen waren. Für jede Berichtigung werde ich den 
Fachgenossen Dank wissen, zumal wenn die erste Pflicht des Chronologcn, Sicheres 
und Unsicheres reinlich zu sondern, irgendwo auf diesen Blättern verletzt sein sollte.</p>

<p class="normal" id="ii.i-p2" shownumber="no">Der Anhang, durch welchen die Vorzüglichkeit der Zahnschen Recension der Passio Polycarpi in ein helles Licht gerückt wird, wird hoffentlich 
Niemandem beschwerlich fallen.</p>
<p class="normal" id="ii.i-p3" shownumber="no" style="font-size:80%">Leipzig, den 12. Nov. 1877.</p>
<p class="right" id="ii.i-p4" shownumber="no"><b>Adolf Harnack</b>.</p>

<pb id="ii.i-Page_1" n="1" />
</div2></div1>

    <div1 id="iii" next="iv" prev="ii.i" progress="1.35%" title="Einleitung.">
<p class="normal" id="iii-p1" shownumber="no">Es hat sich bisher kein beachtenswerther Widerspruch gegen die 
Zuverlässigkeit der Tradition erhoben, dass ein antiochenischer Bischof, Namens 
Ignatius, im 2. Jahrh. um des christlichen Bekenntnisses willen ad bestias verurtheilt 
worden ist und zu Rom den Tod erleiden sollte.<note anchored="yes" id="iii-p1.1" n="1" place="foot"><p class="normal" id="iii-p2" shownumber="no">Die von Volkmar (Handb. d. Einl. i. d. Apokr. I, S. 49f. 
S. 121f.), früher von Neander (Allg. Gesch. d. christl. Religion, 2. Aufl. 1. 
Bd. S. 327 u. a. a. OO.) erhobenen Einwürfe bedürfen keiner Widerlegung mehr.</p></note> Der Versuch, diese Tradition zu 
beseitigen, scheitert an der Existenz der unter dem Namen des Ignatius überlieferten 
sieben Sendschreiben, die ohne Zweifel dem vorirenäischen Zeitalter angehören.<note anchored="yes" id="iii-p2.1" n="2" place="foot"><p class="normal" id="iii-p3" shownumber="no">Wir besitzen hinreichendes Material, um die Behauptungen einiger 
früherer Gelehrten, die Briefe seien am Ausgange des 2. oder erst im Anfang des 
3. Jahrhundert’s geschrieben, zu widerlegen. Zwar erregen gewisse Beobachtungen 
an dem überlieferten Text der sieben Briefe immer wieder Verdacht; aber eine genaue 
Erwägang des Details sowohl als des Gesammtcharacters der Schriftstücke muss solche 
Zweifel niederschlagen.</p></note> 
Man wird aber auch weiter behaupten dürfen, dass die Hauptfacta, welche jene Briefe 
voraussetzen, gegründeten Verdacht nicht hervorrufen—die Verurtheilung in Antiochien, 
der Transport nach Rom, die Reiseroute, die Lage des Gefangenen, die erwartete Execution 
in der Hauptstadt.<note anchored="yes" id="iii-p3.1" n="3" place="foot"><p class="normal" id="iii-p4" shownumber="no">Vgl. Zahn, Ignat. v. Antioch. (1873) S. 242-295. S. 56-74.</p></note></p>

<p class="normal" id="iii-p5" shownumber="no">Bekanntlich enthalten die sieben Briefe selbst keine directen Angaben, aus denen man das Datum jener Facta bestimmen könnte. Dagegen erzählt 
die Tradition, Ignatius sei <pb id="iii-Page_2" n="2" />unter Trajan Märtyrer geworden. Eben diese Angabe ist gegen die 
Echtheit der sieben Briefe vor allem geltend gemacht worden. Uebersieht man die 
Argumente, welche gegen die Authentie der Sendschreiben beigebracht worden sind 
, so ist zu constatiren, dass eine Reihe der gewichtigsten dem Eindrucke entstammt, 
es sei unmöglich, die fraglichen Schriftstücke auf das erste Decennium des 2. Jahrh. 
zu datiren. Es liegt uns fern, die Zuverlässigkeit dieser Eindrücke hier zu erweisen 
dieselben können trotz der Lückenhaftigkeit unserer Kenntniss des nachapostolischen 
Zeitalters zu einem hohen Grad von Wahrscheinlichkeit erhoben werden.<note anchored="yes" id="iii-p5.1" n="4" place="foot"><p class="normal" id="iii-p6" shownumber="no">Für entscheidend ist sowohl die Polemik gegen die gnostischen 
Häretiker — dieselbe hat übrigens mit der Warnung vor <span class="Greek" id="iii-p6.1" lang="EL">Ἰουδαϊσμός</span> (Magnesierund 
Philad.-Brief) nichts gemein (gegen Zahn, a. a. O. S. 356 f.) — als der vorausgesetzte 
Stand der Kirchenverfassung zu halten. Gerade von hier aus bestimmt sich aber auch 
der terminus ad quern der Abfassung.</p></note> Deshalb gilt 
es auch bei den meisten Historikern mit Recht für ausgemacht, dass die Briefe nicht 
früher als in den letzten Jahren der Regierungszeit Hadrian’s geschrieben sein können. 
Indessen diejenigen, die in neuester Zeit dieses Urtheil wiederholt haben, haben 
den Schein, von einem Vorurtheile geleitet zu sein, nicht vermeiden können. Es ist 
Z ahn in seiner oben genannten Monographic über die Briefe des Ignatius gelungen, 
nicht nur manche Einwendungen gegen die Echtheit der Briefe als haltlos aufzudecken, 
sondern auch eine Reihe von sehr beachtenswerthen Beobachtungen geltend zu machen, 
welche für die Authentie der Briefe ins Gewicht fallen.<note anchored="yes" id="iii-p6.2" n="5" place="foot"><p class="normal" id="iii-p7" shownumber="no">Dazu wird die von den Briefen vorausgesetzte, angeblich in nachjustinischer 
Zeit nicht mehr unterzubringende Ordnung des öffentlichen Gottesdienstes nicht zu 
rechnen sein.</p></note> Somit erhebt sich die Frage, 
ob die Angabe der Tradition, der antiochenische Bischof Ignatius sei unter Trajan 
Märtyrer geworden, begründet sei. Die Verneinung derselben entscheidet nicht wie 
die Bejahung endgültig über das Problem der Echtheit der Briefe; aber sie <pb id="iii-Page_3" n="3" />würde nicht nur zu erneuten Untersuchungen nöthigen, sondern auch einen grossen Theil der gegen die Authentie erhobenen Bedenken mit einem Schlage 
beseitigen.<note anchored="yes" id="iii-p7.1" n="6" place="foot"><p class="normal" id="iii-p8" shownumber="no">In der altkirchlichen Literatur ist es meistens von untergeordnetem 
Interesse, den Verfasser eines Buches zu ermitteln, wenn nur die Zeit der Abfassung 
sicher gestellt ist. Dass diese Regel bei den unter dem Namen des Ignatius überlieferten 
Briefen nicht zutrifft, daran braucht wohl kaum noch besonders erinnert zu werden.</p></note></p>

<p class="normal" id="iii-p9" shownumber="no">In der folgenden Untersuchung sollen lediglich die Grundlagen 
der kirchlichen Tradition über die Zeit des Martyriums des Ignatius geprüft werden.<note anchored="yes" id="iii-p9.1" n="7" place="foot"><p class="normal" id="iii-p10" shownumber="no">Von Vorarbeiten kommt nur die gründliche, in Bezug auf einen Theil 
der nacheusebianischen Traditionen abschliessende, Untersuchung Zahn’s (a. a. 
O. S. 1-74) in Betracht. Aus Görres’ (Kaiser Trajan u. die christl. Tradition 
i. d. Ztschr. f. wissensch. Theol. 1877 S. 35 f.) u. Kraus’ (Theol. Quartalschr. 
1873 S. 115 f.) Abhandlungen ist wenig zu lernen. Dagegen ist es beachtenswerth, 
dass Overbeck (Lit. Centr. Bl. 1874 Nr. 1) sein Urtheil über die Ignatiustraditionen 
so präcisirt hat: „So möchte die Thatsache, dass Ignatius 2. oder 3. Bischof von 
Antiochien gewesen, die einzig e sein, von welcher es eine selbständige neben den 
Briefen bestehende Tradition gegeben zu haben scheint.“ Endlich sei darauf hingewiesen, 
dass Skworzow (Patrol. Unters. 1875 S. 63 f. S. 96 f.) die Reise des Ignatius 
unter Anicet setzt. Er nimmt an, dass derselbe nicht als zum Tode verurtheilter 
nach Rom transportirt worden sei, sondern sich freiwillig dorthin begeben habe, 
um die Marcioniten zu bekämpfen. Sk. hat auf jedes methodische Beweisverfahren verzichtet. 
Seine Abhandlung ist ein Conglomerat vieler thörichter und einiger richtiger Einfälle.</p></note></p>

</div1>

    <div1 id="iv" next="v" prev="iii" progress="4.44%" title="Erstes Capitel.">
<p class="center" id="iv-p1" shownumber="no"><b>I.</b></p>

<p class="normal" id="iv-p2" shownumber="no">Die beiden wichtigsten Martyrien des Ignatius, das MS. vatic. 
und colbert., datiren den Process desselben auf die Regierungszeit Trajan’s, lassen 
aber den Kaiser selbst in ganz verschiedener Weise bei dem Prozess betheiligt sein. 
Nach den Untersuchungen Zahn’s ist über den Quellenwerth dieser Martyrien kein 
Wort mehr zu verlieren. Es genügt, an die Sätze zu erinnern, in welchen Zahn sein 
Urtheil über dieselben zusammengefasst hat (a. a. O. S. 56): „Handelt es sich <pb id="iv-Page_4" n="4" />darum, aus den Nachrichten über Ignatius einen irgend haltbaren 
Rahmen für die ihm zugeschriebenen Briefe zu gewinnen, so ist auf jede Benutzung 
eines der Martyrien zu verzichten; denn selbst die beiden vergleichsweise ursprünglichen 
enthalten nichts, was sie nicht entweder aus älteren, uns noch zugänglichen Quellen 
geschöpft, oder im Widerspruch mit diesen und im Widerspruch gegen einander erdichtet 
haben. Das gilt zumal von den chronologischen und welthistorische n Angaben, welche 
in einem Fall aus der Kirchengeschichte Euseb’s (ms. vatic.) zusammengelesen, im 
anderen aus dessen Chronik (ms. colbert.) entnommen waren. Auf adiese werthvolleren 
Quellen verweisen uns demnach die Martyrien selbst.“</p>

<p class="normal" id="iv-p3" shownumber="no"> Hierzu ist weiter zu bemerken: 1) dass überhaupt alle Nachrichten, 
die wir seit dem 4. Jahrh. über Ignatius besitzen, sofern sie nicht offenkundige 
Dichtungen sind, auf die sieben Briefe oder auf die Martyrien oder auf die beiden 
Geschichtswerke des Eusebius direct oder indirect zurückgehen. Nur der Ansatz, Ignatius 
sei der erste Bischof nach den Aposteln gewesen, macht hiervon eine Ausnahme; 2) 
dass der Name des Trajan dennoch nicht unauflöslich in der nacheusebianischen Tradition 
mit dem des Ignatius verknüpft ist. So hat selbst noch der Antiochener Chrysostomus 
in seinem weitschweifigen Egkomium auf den h. Ignatius den Kaiser Trajan nirgends 
genannt.<note anchored="yes" id="iv-p3.1" n="8" place="foot"><p class="normal" id="iv-p4" shownumber="no">Vgl. Patr. App. Opp. Fasc. II edid. Zahn (1876), p. 343 sq. Hieran 
und an die Zählung des Ignatius in der Reihenfolge der antioch. Bischöfe bei Chrysostomus 
wird später noch zu erinnern sein.</p></note> Es ist demnach mit Zahn<note anchored="yes" id="iv-p4.1" n="9" place="foot"><p class="normal" id="iv-p5" shownumber="no">Vgl. Zahn, Ignatius S. 56-74.</p></note> zu behaupten, dass überall, wo seit dem 4. Jahrh. 
in der Tradition der Name des Ignatius in Verbindung mit dem des Trajan auftritt, 
directe oder indirecte Abhängigkeit von den Geschichtswerken des Eusebius nachweisbar 
sei. Dieses Ergebniss kann auch so formulirt werden, dass die Zeugnisse der gesammten 
nacheusebianischen Tradition über Ignatius für die chronologische <pb id="iv-Page_5" n="5" />und sachliche Feststellung des Processes, der Reise u. s. w. völlig werthlos sind; ja diese Zeugnisse fordern nicht einmal dazu auf, die Möglichkeit 
offen zu lassen, dass eine von Eusebius unabhängige Tradition über den Märtyrertod 
des Ignatius unter der Regierung Trajan’s in nacheusebianischer Zeit vorhanden gewesen 
sei. Diese Möglichkeit, die ins Auge gefasst werden muss, wird deshalb bei der Frage 
nach den Quellen des Eusebius zu erwägen sein.</p>

<p class="normal" id="iv-p6" shownumber="no">Sieht man sich aber, wenn man die Zeugnisse der Tradition rückwärts 
verfolgt, bald lediglich auf Eusebius gewiesen, so gelangt man noch rascher zu diesem 
Ergebniss, wenn man bei den ältesten Zeugen beginnt. In der gerammten voreusebianischen. 
Literatur, so weit sie uns erhalten ist, können überhaupt nur vier Stellen aufgewiesen 
werden, wo des Ignatius, resp. seiner Briefe, gedacht wird; nur eine dieser Stellen 
enthält ein chronologisches Datum.</p>

<p class="normal" id="iv-p7" shownumber="no">Polykarp, oder wen man für den Schreiber des uns unter seinem Namen überlieferten Briefes an die Philipper halten will, setzt voraus,<note anchored="yes" id="iv-p7.1" n="10" place="foot"><p class="normal" id="iv-p8" shownumber="no">Ep. ad <scripRef id="iv-p8.1" osisRef="Bible:Phil.13" parsed="|Phil|13|0|0|0" passage="Philipp. 13">Philipp. 13</scripRef>. 9, 1. 1, 1.</p></note> dass. 
Ignatius kürzlich auf seinem Transport auch Philippi berührt hat. Aber nicht nur 
die Zeit der Abfassung dieses Briefes ist ungewiss, auch die Integrität desselben 
ist beanstandet worden. Irenäus beruft sich, um die Nothwendigkeit der Trübsale 
für die, welche selig werden sollen, zu begründen, auf Ign. ad. <scripRef id="iv-p8.2" osisRef="Bible:Rom.4 Bible:Rom.2" parsed="|Rom|4|0|0|0;|Rom|2|0|0|0" passage="Rom. 4, 2">Rom. 4, 2</scripRef> mit den 
Worten:<note anchored="yes" id="iv-p8.3" n="11" place="foot"><p class="normal" id="iv-p9" shownumber="no">Adv. haer. V, 28, 3.</p></note><span class="Greek" id="iv-p9.1" lang="EL">ὡς εἶπέ τις τῶν ἡμετέρων διὰ τὴν πρὸς θεὸν μαρτυρίαν κατακριθεὸς 
πρὸς θηρία</span>. Aber dies Zeugniss ist ohne jeden Belang, da durch dasselbe lediglich 
die Existenz des ignatianischen Römerbriefs z. Zeit des Irenäus constatirt ist: 
Irenäus spricht er konnte freilich an dieser Stelle kaum anders sprechen — nur von 
einem <span class="Greek" id="iv-p9.2" lang="EL">κατακριθῆναι πρὸς θηρία</span>. Origenes endlich citirt im Prologe zum 
hohen Lied<note anchored="yes" id="iv-p9.3" n="12" place="foot"><p class="normal" id="iv-p10" shownumber="no">E vers. <i>Ruf. </i>(Delarue T. III, 30 A).</p></note> Ignat. ad <scripRef id="iv-p10.1" osisRef="Bible:Rom.7 Bible:Rom.2" parsed="|Rom|7|0|0|0;|Rom|2|0|0|0" passage="Rom. 7, 2">Rom. 7, 2</scripRef> mit der Formel: „<span id="iv-p10.2" lang="LA">denique <pb id="iv-Page_6" n="6" />memini aliquem sanctorum dixisse, Ignatium nomine, de Christo</span>“. 
In der 6. Homilie zum Luc.-Ev. aber führt er Ignat. ad. <scripRef id="iv-p10.3" osisRef="Bible:Eph.19 Bible:Eph.1" parsed="|Eph|19|0|0|0;|Eph|1|0|0|0" passage="Eph. 19, 1">Eph. 19, 1</scripRef> mit den Worten ein:<note anchored="yes" id="iv-p10.4" n="13" place="foot"><p class="normal" id="iv-p11" shownumber="no">Delarue III, 938 A.</p></note>
<span class="Greek" id="iv-p11.1" lang="EL">καλῶς ἐν μιᾷ τῶν μάρτυρός τινος ἐπιστολῶν 
γέγραπται — τὸν Ἰγνάτιον λέγω, τὸν μετὰ τὸν μακάριον Πέτρον τῆς 
Ἀντιοχείας δεύτερον ἐπίσκοπον, τὸν ἐν τῷ διωγμῷ ἐν Ῥώμῃ θηρίοις 
μαχησάμενον</span>.
Nur dieses letzte Citat ist von Bedeutung. Es beweist, 
dass in Alexandrien z. Z. des Origenes der Verf. der sieben Briefe, Ignatius, als 
der zweite antiochenische Bischof nach Petrus galt,. und dass man annahm, derselbe 
habe wirklich in Rom im Thierkampf seinen Tod gefunden. Hiermit ist alles erschöpft, 
wate sich aus d.Z.vor Eusebius über Ignatius beibringen lässt;<note anchored="yes" id="iv-p11.2" n="14" place="foot"><p class="normal" id="iv-p12" shownumber="no">Die Angabe der App. Constitut. (VII, 46), dass Paulus 
den Ignatius zum Bischof geweiht habe, muss natürlich hier ausser Betracht bleiben. 
Auch ist das 7. Buch der Constitutionen erst in nacheusebianischer Zeit abgefasst. 
Athanasius (epist. de synod. Arim. et Seleuc. Opp. I, 2, 761 A edid. Montfaucon) 
nennt den Ignatius <span class="Greek" id="iv-p12.1" lang="EL">ἐπίσκοπον μετά τοὺς αποστόλους ἐν Ἀντιοχείᾳ 
κατασταθέντα καὶ μάρτυρα τοῦ Χριστοῦ γενόμενον</span>. Diese Angabe geht über die bei Origenes nachgewiesene 
Tradition nicht hinaus. Ueber die hier vorliegende Abweichung von Origenes s. 
später.</p></note> es ist aber wohl 
zu beachten, dass nicht nur jenes „<span class="Greek" id="iv-p12.2" lang="EL">τις</span>“, welches Origenes beidemale (und Irenäus) 
braucht, Unsicherheit verräth,<note anchored="yes" id="iv-p12.3" n="15" place="foot"><p class="normal" id="iv-p13" shownumber="no">Man vgl., wie Origenes in ähnlicher Weise Schriften citirt, deren 
Ursprung nicht ganz sicher ist, z B. den Hirten des Hermas (Patr. App. Opp. fasc. 
III edid. de Gebhardt et Harnack, Prolegg. p. LIV sq.).</p></note> sondern auch, dass die Verfolgung von Origenes 
nicht ausdrücklich als die trajanische bezeichnet wird.<note anchored="yes" id="iv-p13.1" n="16" place="foot"><p class="normal" id="iv-p14" shownumber="no">Man beachte übrigens, dass Orig. nicht 
<span class="Greek" id="iv-p14.1" lang="EL">ἐν τῷ διωγμῷ τῷ ἐν Ῥώμῃ</span>
geschrieben hat.</p></note> Das peinliche 
Schweigen der Tradition vor Eusebius darf aber auch hier, wie so häufig, nicht durch 
Berufung auf die geringe Zahl der uns aus ältester Zeit überlieferten Schriftwerke 
vertuscht werden; denn Niemand wird es für zufällig halten, dass Eusebius in der 
Kirchengeschichte dort, wo er von Ignatius handelt,<note anchored="yes" id="iv-p14.2" n="17" place="foot"><p class="normal" id="iv-p15" shownumber="no">L. III, 36.</p></note> ausser dem, was er aus den 
sieben Briefen selbst <pb id="iv-Page_7" n="7" />schöpfen konnte, aus der Tradition nur die uns bereits bekannten 
Zeugnisse des Irenäus und Polykarp beigebracht hat.<note anchored="yes" id="iv-p15.1" n="18" place="foot"><p class="normal" id="iv-p16" shownumber="no">Eusebius führt den Irenäus mit den Worten ein (III, 36, 
12): <span class="Greek" id="iv-p16.1" lang="EL">οἶδε δὲ αὐτοῦ τὸ μαρτύριον καὶ 
ὁ Εἰρηναῖος</span>; allein er weiss zur Begründung 
nur Iren. V, 28, 3 anzuführen, wo, wie gezeigt, lediglich von einer Verurtheilung 
die Rede ist.</p></note> Dies ist um so entscheidender, 
als Eusebius selbst im Eingang seiner Erzählung den Eindruck der Unsicherheit, resp. 
der Spärlichkeit der Tradition nicht verhüllt hat, da er mit den Worten beginnt:<note anchored="yes" id="iv-p16.2" n="19" place="foot"><p class="normal" id="iv-p17" shownumber="no">L. III, 36, 3.</p></note> 
<span class="Greek" id="iv-p17.1" lang="EL">Λόγος δ᾽ ἔχει τοῦτον ἀπὸ Συρίας ἐπὶ τὴν 
Ῥωμαίων πόλιν ἀναπεμφθέντα θηρίων γενέσθαι βορὰν τῆς εἰς 
Χριστὸν μαρτυρίας ἕνεκεν</span>.<note anchored="yes" id="iv-p17.2" n="20" place="foot"><p class="normal" id="iv-p18" shownumber="no">Richtig Zahn (a. a. O. S. 51 n. 2): „Das <span class="Greek" id="iv-p18.1" lang="EL">λόγος δ᾽ ἔχει</span> bezeichnet 
bei Euseb stets eine, wenn auch durchaus glaubwürdige, so doch der ausreichenden 
urkundlichen Beglaubigung entbehrende Ueberlieferung (II, 7. II, 17, 1. III, 18, 
1. III, 19. III, 37, 1. V, 19, 1). Auch wenn er nachher schriftliche Zeugnisse folgen 
lässt, decken diese nicht völlig den Inhalt des <span class="Greek" id="iv-p18.2" lang="EL">λόγος</span>, oder sie reichen nicht 
hoch genug hinauf, um als urkundlicher Beweis gelten zu können. So hielt es Euseb 
in diesem Fall für angemessen, die Ueberlieferung, dass Ignatius in Rom von den 
Thiereat getödtet worden sei, durch Berufung auf Irenäus zu stützen“.</p></note> Man darf daher mit Sicherheit schliessen, dass — von 
der Zeitbestimmung abgesehen — Eusebius ausser dem, was er in extenso citirt, keine 
weiteren Quellen für seine Mittheilungen über Ignatius besessen hat. Kein Martyrium 
lag ihm vor, wie für die Geschichte des Polykarp, und, fügen wir gleich hinzu, auch 
in den Hypomnematen des Hegesipp kann schwerlich etwas über Ignatius gestanden haben. 
Indess, wir wissen weder, ob Eusebius den Hegesipp vollständig gelesen hat, noch, 
ob die Anlage dieses Werkes eine solche gewesen ist, dass sie für Erzählung späterer 
Martyrien Raum hatte. Es ist mithin das Urtheil über die Zuverlässigkeit der Datirung 
des Martyriums des Ignatius auf die Zeit des Trajan lediglich abhängig von dem Urtheil 
über den Werth der Angaben des Eusebius in seinen beiden Geschichtswerken. Nur <pb id="iv-Page_8" n="8" />soviel liess sich ermitteln, dass bereits Origenes den Ignatius 
als zweiten antiochenischen Bischof nach Petrus kannte. Diese Tradition kann Eusebius 
vorgefunden haben. Welchen Werth dieselbe besitzt, und ob dem ältesten Kirchenhistoriker 
sonst noch chronologische Nachrichten über Ignatius zu Gebote standen, werden wir 
nun zu untersuchen haben.</p>

</div1>

    <div1 id="v" next="vi" prev="iv" progress="9.59%" title="Zweites Capitel.">
<p class="center" id="v-p1" shownumber="no"><b>II.</b></p>

<p class="normal" id="v-p2" shownumber="no">Zweimal in seiner Chronik erwähnt Eusebius den Ignatius. Zum 
25. Jahre des Agrippa (Vespas. ann. 1, Abr. ann. 2085) bemerkt er (Arm.): „<span id="v-p2.1" lang="LA">Antiochiae 
secundus episcopus constitutus est Ignatius</span>“;<note anchored="yes" id="v-p2.2" n="21" place="foot"><p class="normal" id="v-p3" shownumber="no">Euseb. Chron. edid. A. Schoene Vol. II p. 158. Hieron. (p. 
157) zu Olymp. CCXII = ann. Abr. 2085: „<span id="v-p3.1" lang="LA">Antiochiae secundus episcopus ordinatur 
Ignatius.</span>“ Epit. Syr. (p. 213): „<span id="v-p3.2" lang="LA">Antiochiae episcopus secundus extitit Ignatius.</span>“ 
Syncell. (p. 156): <span class="Greek" id="v-p3.3" lang="EL">Ἀντιοχείας ἐπίσκοπος 
Ἰγνάτιοστ. ἔτη λ´</span>.</p></note> nach dem 10. Jahr Trajan’s (an. Abr. 
2123) gibt er an: „<span id="v-p3.4" lang="LA">Traiano adversus Christianos persecutionem movente Simon Cleopae 
(filius) Hierosolymitanae ecclesiae episcopus martyrium subiit, cui successit Jostus. 
Itidem (Cod. N. add. „et Ignatius“) Antiochensium episcopus martyrium passus est, 
post quem III Antiochensium episcopus constitutus est Eron. Plinius secundus, cuiusdam 
provinciae praeses etc.</span>“ (es folgt der Bericht über den Briefwechsel zwischen Trajan 
und Plinius nach dem Zeugniss Tertullian’s).<note anchored="yes" id="v-p3.5" n="22" place="foot"><p class="normal" id="v-p4" shownumber="no">Euseb. Chron. p. 162. heron, zum 10. Jahr Trajan’s = ann. Abr. 
2123 (p. 163): „<span id="v-p4.1" lang="LA">Traiano adversum Christianos persecutionem movente Simon . . . crucifigitur. 
cui succedit Justus. — Ignatius quoque Antiochenae ecclesiae episcopus Romam 
perductus bestiis traditur. Post quem tertius constituitur episcopus 
Heron.</span>“ Zum 11. Jahr Trajan’s = ann. Abr. 2124: „Plinius Secundus etc.“ Die 
Angabe in der Epit. Syr. (p. 214) stimmt ganz mit dem Arm. (<span id="v-p4.2" lang="LA">„porro“ simili modo 
etiam Ignatius</span>“). Das Chron. pasch. steht in der Mitte zwischen Eusebius und Hieronymus 
(edit. bonn. p. 472, 1: <span class="Greek" id="v-p4.3" lang="EL">ὁμοίως δὲ καὶ Ἰγνάτοπς 
Ἀντιοχέων ἐπίσκοπος ἐν Ῥώμῃ ἐμαρτύρησεν</span>). Ueber die Aufstellungen desselben vgl. Zahn, a. a. 
O. S. 58 n. 2; 
S. 47 f. — Ueber eine dritte, angebliche, Erwähnung des Ignatius in der Chronik 
Euseb’s vgl. Zahn, a. a. O. S. 46 f. Da dieselbe auch von Syncellus nicht 
gelesen worden ist (Schöne, a. a. O. p. 162 Hn), so gehört sie sicher nicht in die 
euseb. Chronik, obgleich sie sich auch in der Epit. Syr. (p. 214 zu ann. Abr. 2116) 
findet. Die Verwandtschaft dieser Epitome — direct oder indirect — mit der Chronik 
des Hieronymus ist bereits bewiesen; vgl. Zahn, a. a. O. und Lipsius, Chronologie 
der röm. Bischöfe (1869) S. 26 f.</p></note> Hiernach scheint es, als <pb id="v-Page_9" n="9" />habe Eusebius für den Amtsantritt des Ignatius ein überliefertes 
Datum besessen, während ihm ein solches für das Jahr des Martyriums fehlte; denn 
„nur im Zusammenhang der Erwähnung der Verfolgung unter Trajan wird das Martyrium 
des Ignatius neben dem des Simeon angeführt, aber ebensowenig zu diesem, als zu 
dem darnach erwähnten Bericht des Plinius in ein chronologisches Verhältniss gestellt.“<note anchored="yes" id="v-p4.4" n="23" place="foot"><p class="normal" id="v-p5" shownumber="no">Zahn, a. a. 
O. S. 57 f.</p></note> Hier eröffnen sich nun drei Möglichkeiten: entweder hat Eusebius für den Amtsantritt 
des Heron, des Nachfolgers des Ignatius, kein überliefertes Datum besessen, 
während ihm für die übrigen antiochenischen Bischöfe solche zu Gebote standen, oder 
er hat zwar auch hier eines gekannt, aber Bedenken getragen, es zu wiederholen, 
oder endlich, er hat überhaupt keine überlieferten Daten zur Verfügung gehabt, sondern 
die Amtszeiten der antiochenischen Bischöfe willkürlieh angesetzt. Um zwei dieser 
Möglichkeiten zu eliminiren, ist eine Untersuchung der in der Chronik aufgezeichneten 
antiochenischen Bischofsliste geboten. Dieselbe ist bisher nicht unternommen worden.</p>

<p class="normal" id="v-p6" shownumber="no">Die antiochenische Bischofsliste, die Eusebius in der Chronik 
überliefert hat, reicht von Euodius bis Tyrannus, dem 19. Bischof.<note anchored="yes" id="v-p6.1" n="24" place="foot"><p class="normal" id="v-p7" shownumber="no">In dem Arm., wie er jetzt vorliegt, ist nur noch der Amtsamtritt 
des 16. Bischofs Timäus verzeichnet.</p></note> In dem spatium 
historicum sind die Namen der Einzelnen lediglich mit Angabe ihres Platzes in der 
Reihenfolge ohne die Zahl ihrer Amtsjahre angeführt, aber das Jahr ihres Amtsantrittes 
ist bemerkt, und zwar in der Regel ad filum imperat. Rom., nur die ersten beiden 
sind ad. fil. Jud., Nr. 12 u. 15 ad ann. Abr., Nr. 14 ad Olymp. gestellt. Bekanntlich 
aber hat Eusebius <pb id="v-Page_10" n="10" />selbst die ann. Abr. in Gleichzeitigkeiten zu den fila 
regnorum und Olymp. geordnet.<note anchored="yes" id="v-p7.1" n="25" place="foot"><p class="normal" id="v-p8" shownumber="no">Zur richtigen Reduction der Jahre Abraham’s auf Jahre der christlichen 
Zeitrechnung, sowie zur Rectificirung der eusebianischen Olympiaden vgl. A. v. Gutschmid, De tempp. notis quibus Eusebius utitur in chronicis canonibus 
(Kiliae 1868) p. 11. p. 19 sq. (Lipsius, Chronologie S. 6).</p></note> Was Eusebius sonst noch von der Geschichte der antiochenischen 
Kirche zu sagen weiss, reducirt sich fast auf nichts. Man hat nun daraus, dass er 
die Amtsjahre der antiochenischen Bischöfe nicht ausdrücklich genannt hat, geschlossen, 
dass er hier nicht, wie bei seinen Angaben über die römischen und alexandrinischen 
Bischöfe, eine Liste zu Grunde legen konnte, welche neben den Namen die Jahre der 
Amtszeit der Bischöfe enthielt.<note anchored="yes" id="v-p8.1" n="26" place="foot"><p class="normal" id="v-p9" shownumber="no">Zahn, a. a. O. S. 57.</p></note> Dieser Schluss scheint begründet. Allein es ist 
andererseits zu erwägen, dass Eusebius bei seinen Angaben über die Reihenfolge der 
jerusalemischen Bischöfe, wo er ebenfalls keine Amtszeit nennt, vorsichtig gewesen 
ist, und wenigstens his zum 35. (34.) Bischof Narcissus das Jahr des Amtsantritts nur zweimal (dreimal) ver. 
merkt hat. Ja er entschuldigt hier ausdrücklich am Schluss sein summarisches Verfahren 
mit den Worten: „<span id="v-p9.1" lang="LA">tot in Hierusalem episcopis constitutis non convenit nobis singulorum 
tempora disponere, eo quod non invenimus integros annos praefecturae.</span>“<note anchored="yes" id="v-p9.2" n="27" place="foot"><p class="normal" id="v-p10" shownumber="no">Vgl. Chron. p. 172 post ann. Abr. 2200.</p></note> Wenn er 
nun, trotzdem dass, in der ihm vorliegenden Liste der antiochenischen Bischöfe selbst 
keine Amtszeiten sich vorfanden, den Amtsantritt der Einzelnen pünktlich vermerkt, 
so reicht es schwerlich aus mit Zahn<note anchored="yes" id="v-p10.1" n="28" place="foot"><p class="normal" id="v-p11" shownumber="no">A. a. O.</p></note> zu sagen: „Eusebius wird sich durch die im 
Vergleich zur Geschichte der jerusalemischen Kirche offener daliegende Geschichte 
der antiochenischen Kirche und ihrer Bischöfe ermächtigt gefühlt haben, die Bischöfe 
Antiochiens so zu vertheilen, wie er thut.“ Eben die Bemerkung zu ann. Abr. 2200 macht es wahrscheinlich, <pb id="v-Page_11" n="11" />dass Eusebius für die antiochenische Liste oder für einen Theil 
derselben irgend welches chronologische Material vorgefunden hat.<note anchored="yes" id="v-p11.1" n="29" place="foot"><p class="normal" id="v-p12" shownumber="no">So hat auch Lipsius (a. a. 
O. S. 187 not.) geurtheilt.</p></note> Man wird deshalb 
die Liste auf dasselbe hin zu prüfen haben. Ich stelle dieselbe hier zusammen:</p>

<table border="0" id="v-p12.1" style="width:100%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p12.2" span="1"><col id="v-p12.3" span="1" style="width:40%; vertical-align:top" />
<col id="v-p12.4" span="1" style="width:20%; vertical-align:bottom" /><col id="v-p12.5" span="1" style="width:20%; vertical-align:bottom" /><col id="v-p12.6" span="1" style="width:20%; vertical-align:bottom" /></colgroup>

<tr id="v-p12.7">
<th colspan="1" id="v-p12.8" rowspan="1" />
<th colspan="1" id="v-p12.9" rowspan="1">Jahre</th>
<th colspan="1" id="v-p12.10" rowspan="1">Jahre</th>
<th colspan="1" id="v-p12.11" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p12.12">
<th colspan="1" id="v-p12.13" rowspan="1">Bischöfe.</th>
<th colspan="1" id="v-p12.14" rowspan="1">Abrahams</th>
<th colspan="1" id="v-p12.15" rowspan="1">p. Chr. nat.</th>
<th colspan="1" id="v-p12.16" rowspan="1">Kaiserjahre</th>
</tr><tr id="v-p12.17">
<td colspan="1" id="v-p12.18" rowspan="1">[<span id="v-p12.19" lang="LA">Petrus apostolus cum primum Antiochenam ecclesiam fundasset 
Romanorum urbem proficiscitur</span>]</td>
<td colspan="1" id="v-p12.20" rowspan="1">2055<note anchored="yes" id="v-p12.21" n="30" place="foot"><p class="normal" id="v-p13" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2058 = 42 p. Chr. = Claudius II.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p13.1" rowspan="1">39</td>
<td colspan="1" id="v-p13.2" rowspan="1">Gaius III.</td>
</tr><tr id="v-p13.3">
<td colspan="1" id="v-p13.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p14" shownumber="no">1) Primus Antiochiae episcopus constitutus Euodius</p></td>
<td colspan="1" id="v-p14.1" rowspan="1">2058<note anchored="yes" id="v-p14.2" n="31" place="foot"><p class="normal" id="v-p15" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2060 = 44 p. Chr. = Claudius IV.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p15.1" rowspan="1">42</td>
<td colspan="1" id="v-p15.2" rowspan="1">Claudius II.</td>
</tr><tr id="v-p15.3">
<td colspan="1" id="v-p15.4" rowspan="1">2) Ignatius</td>
<td colspan="1" id="v-p15.5" rowspan="1">2085</td>
<td colspan="1" id="v-p15.6" rowspan="1">69</td>
<td colspan="1" id="v-p15.7" rowspan="1">Vespasian I.</td>
</tr><tr id="v-p15.8">
<td colspan="1" id="v-p15.9" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p16" shownumber="no">3) Heron (Arm.: Eron) . . . post</p></td>
<td colspan="1" id="v-p16.1" rowspan="1">2123<note anchored="yes" id="v-p16.2" n="32" place="foot"><p class="normal" id="v-p17" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2123.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p17.1" rowspan="1">107</td>
<td colspan="1" id="v-p17.2" rowspan="1">Traian X.</td>
</tr><tr id="v-p17.3">
<td colspan="1" id="v-p17.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p18" shownumber="no">4) Cornelius</p></td>
<td colspan="1" id="v-p18.1" rowspan="1">2144</td>
<td colspan="1" id="v-p18.2" rowspan="1">128</td>
<td colspan="1" id="v-p18.3" rowspan="1">Hadrian XII.</td>
</tr><tr id="v-p18.4">
<td colspan="1" id="v-p18.5" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p19" shownumber="no">5) Eros (Arm.: Eron)<note anchored="yes" id="v-p19.1" n="33" place="foot"><p class="normal" id="v-p20" shownumber="no">Hier fehlt im Arm. die Ordinalzahl.</p></note></p></td>
<td colspan="1" id="v-p20.1" rowspan="1">2158</td>
<td colspan="1" id="v-p20.2" rowspan="1">142</td>
<td colspan="1" id="v-p20.3" rowspan="1">Antonin V.</td>
</tr><tr id="v-p20.4">
<td colspan="1" id="v-p20.5" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p21" shownumber="no">6) Theophilus</p></td>
<td colspan="1" id="v-p21.1" rowspan="1">2185</td>
<td colspan="1" id="v-p21.2" rowspan="1">169</td>
<td colspan="1" id="v-p21.3" rowspan="1">Aurel IX.</td>
</tr><tr id="v-p21.4">
<td colspan="1" id="v-p21.5" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p22" shownumber="no">7) Maximinus (Arm. et Hieron.: Maximus)</p></td>
<td colspan="1" id="v-p22.1" rowspan="1">2193</td>
<td colspan="1" id="v-p22.2" rowspan="1">177</td>
<td colspan="1" id="v-p22.3" rowspan="1">Aurel XVII.</td>
</tr><tr id="v-p22.4">
<td colspan="1" id="v-p22.5" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p23" shownumber="no">8) Serapion</p></td>
<td colspan="1" id="v-p23.1" rowspan="1">2206</td>
<td colspan="1" id="v-p23.2" rowspan="1">190</td>
<td colspan="1" id="v-p23.3" rowspan="1">Commodus XI.</td>
</tr><tr id="v-p23.4">
<td colspan="1" id="v-p23.5" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p24" shownumber="no">9) Asklepiades</p></td>
<td colspan="1" id="v-p24.1" rowspan="1">2228<note anchored="yes" id="v-p24.2" n="34" place="foot"><p class="normal" id="v-p25" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2227 = 210 p. Chr. = Caracalla I.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p25.1" rowspan="1">210</td>
<td colspan="1" id="v-p25.2" rowspan="1">Caracalla I.</td>
</tr><tr id="v-p25.3">
<td colspan="1" id="v-p25.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p26" shownumber="no">10) Philetus (Arm.: Philippus)</p></td>
<td colspan="1" id="v-p26.1" rowspan="1">2233<note anchored="yes" id="v-p26.2" n="35" place="foot"><p class="normal" id="v-p27" shownumber="no">Hieron.: ad inn. 2234 = 217 p. Chr. = Macrinus I.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p27.1" rowspan="1">215</td>
<td colspan="1" id="v-p27.2" rowspan="1">Caracalla VI.</td>
</tr><tr id="v-p27.3">
<td colspan="1" id="v-p27.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p28" shownumber="no">11) Zebinus</p></td>
<td colspan="1" id="v-p28.1" rowspan="1">2245<note anchored="yes" id="v-p28.2" n="36" place="foot"><p class="normal" id="v-p29" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2245 = 228 p. Chr. = Alexander VII.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p29.1" rowspan="1">227</td>
<td colspan="1" id="v-p29.2" rowspan="1">Alexander VI.</td>
</tr><tr id="v-p29.3">
<td colspan="1" id="v-p29.4" rowspan="1"><pb id="v-Page_12" n="12" /><p class="index1" id="v-p30" shownumber="no">12) Babylas</p></td>
<td colspan="1" id="v-p30.1" rowspan="1">2270<note anchored="yes" id="v-p30.2" n="37" place="foot"><p class="normal" id="v-p31" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2268 = 251 p. Chr. = Decius I.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p31.1" rowspan="1">252</td>
<td colspan="1" id="v-p31.2" rowspan="1">Gall. et Volus. I.</td>
</tr><tr id="v-p31.3">
<td colspan="1" id="v-p31.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p32" shownumber="no">13) post quem Fabius (Arm.; Fabianus)</p></td>
<td colspan="3" id="v-p32.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p32.2">
<td colspan="1" id="v-p32.3" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p33" shownumber="no">14) Demetrianus (Arm.: Demetrius)<note anchored="yes" id="v-p33.1" n="38" place="foot"><p class="normal" id="v-p34" shownumber="no">Im Arm. fälschlich der 9. genannt.</p></note></p></td>
<td colspan="1" id="v-p34.1" rowspan="1">2272<note anchored="yes" id="v-p34.2" n="39" place="foot"><p class="normal" id="v-p35" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2269 = 252 p. Chr. = Gall. et Volus. I.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p35.1" rowspan="1">254</td>
<td colspan="1" id="v-p35.2" rowspan="1">Valer. et Gall. I.</td>
</tr><tr id="v-p35.3">
<td colspan="1" id="v-p35.4" rowspan="1">15) Paulus</td>
<td colspan="1" id="v-p35.5" rowspan="1">2278<note anchored="yes" id="v-p35.6" n="40" place="foot"><p class="normal" id="v-p36" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2277 = 260 p. Chr. = Valer. et Gall. VII.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p36.1" rowspan="1">260</td>
<td colspan="1" id="v-p36.2" rowspan="1">Valer. et Gall. VII.</td>
</tr><tr id="v-p36.3">
<td colspan="1" id="v-p36.4" rowspan="1">16) Domnus</td>
<td colspan="1" id="v-p36.5" rowspan="1">2283<note anchored="yes" id="v-p36.6" n="41" place="foot"><p class="normal" id="v-p37" shownumber="no">Hieron.: ad ann. 2283 = 266 p. Chr. = Valer. et Gall. XIII.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p37.1" rowspan="1">265</td>
<td colspan="1" id="v-p37.2" rowspan="1">Valer. et Gall. XII.</td>
</tr><tr id="v-p37.3">
<td colspan="1" id="v-p37.4" rowspan="1">17) Timaeus</td>
<td colspan="1" id="v-p37.5" rowspan="1">(2288)<note anchored="yes" id="v-p37.6" n="42" place="foot"><p class="normal" id="v-p38" shownumber="no">Die Zahlen von hier bis zum Schluss sind die des Hieronymus, da der 
Arm. hier fehlt.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p38.1" rowspan="1">(271)</td>
<td colspan="1" id="v-p38.2" rowspan="1">(Aurelian I.)</td>
</tr><tr id="v-p38.3">
<td colspan="1" id="v-p38.4" rowspan="1">18) Cyrillus</td>
<td colspan="1" id="v-p38.5" rowspan="1">(2297)</td>
<td colspan="1" id="v-p38.6" rowspan="1">(280)</td>
<td colspan="1" id="v-p38.7" rowspan="1">(Probas IV.)</td>
</tr><tr id="v-p38.8">
<td colspan="1" id="v-p38.9" rowspan="1">18) Tyrannus</td>
<td colspan="1" id="v-p38.10" rowspan="1">(2319)</td>
<td colspan="1" id="v-p38.11" rowspan="1">(302)</td>
<td colspan="1" id="v-p38.12" rowspan="1">(Diocletian XVIII.)</td></tr></table>

<p class="normal" id="v-p39" shownumber="no">Dass auf diese Liste mindestens in ihrem ersten Theile (bis Serapion) 
kein Verlass ist, hat Lipsius<note anchored="yes" id="v-p39.1" n="43" place="foot"><p class="normal" id="v-p40" shownumber="no">A. a. O. S. 187 not.</p></note> erkannt; aber er hat geurtheilt, dass von 
Serapion an gerade bei den antiochenischen Bischöfen die angesetzten Gleichzeitigkeiten 
auf Ueberlieferung zu beruhen scheinen.<note anchored="yes" id="v-p40.1" n="44" place="foot"><p class="normal" id="v-p41" shownumber="no">A. a. O. S. 210. Anders Stroth (bei Closs, Eusebius’ Kirchengeschichte [1839] S. 272 n. 3): „Eusebius setzt in seiner Chronik 
Paul’s  Absetzung in d. J. 267; allein seiner Chronik ist in diesem Zeitraume 
fast gar nicht zu trauen.“</p></note> Es lassen sich mehrere positive Grande 
gegen die Zuverlässigkeit der Liste geltend machen. Zunächst sei auf die Unsicherheiten 
verwiesen. Der Tod des Ignatius und der Amtsantritt senes Nachfolgers werden nicht 
genau datirt; die Zeit des Amtsantritts des Fabius wird überhaupt nicht vermerkt 
oder doch nicht hinreichend deutlich. Aber zu den Ungenauigkeiten oder Dunkelheiten 
wird man den Umstand, dass der Amtsantritt des Euodius drei Jahre nach dem Aufbruch 
des Petrus nach Rom gesetzt wird, sowenig<pb id="v-Page_13" n="13" />rechnen dürfen, als den anderen, das des Petrus an der Stelle, 
wo der erste antiochenische Bischof. erwähnt wird, nicht gedacht wird. Diese Beobachtungen 
können vielmehr nur so gedeutet werden, dass die Quelle des Eusebius, resp. die 
seines Gewährsmanns, die Einsetzung des Euodius durch Petrus überhaupt nicht erwähnt 
hat. Man braucht nur die parallelen Stellen in der Chronik über die Gründung und 
die ersten Bischöfe der römischen, alexandrinischen, jerusalemischen Kirche zu vergleichen, 
um sich zu überzeugen, dass die Quellen (resp. Listen) die dem Eusebius, resp. seinem 
Gewährsmann, hier zu Gebote standen, anders d. h. mit einem directen Hinweis auf 
den bischöflichen Apostel begonnen haben.<note anchored="yes" id="v-p41.1" n="45" place="foot"><p class="normal" id="v-p42" shownumber="no">Vgl. für Alexandrien die Angabe ad ann. Agripp. 4 (p. 152) mit der ad. ann. Abr. 2077 (p. 154); für Rom die Angabe ad ann. Abr. 2055 (p. 150) 
mit der ad ann. Agrippae 22 (p 156); für Jerusalem die ad ann. Abr. 2049 (p. 159).</p></note> Es wird diese Beobachtung später noch 
zu verwerthen sein. Wie unsicher aber die Liste ist, lässt sich gleich bei den beiden 
ersten Bischöfen, deren Amtszeit wir einigermassen controliren können, erweisen. 
Der Amtsantritt des Maximinus ist auf das 17. Jahr Aurel’s datirt; aber Theophilus, 
sein Vorgänger, hat nach seinem eigenen Zeugniss mindestens noch im 1. Jahre des 
Commodus gelebt und geschrieben.<note anchored="yes" id="v-p42.1" n="46" place="foot"><p class="normal" id="v-p43" shownumber="no">Vgl. Theoph. ad Autol. III, 27. 28. Von den beiden Einwürfen, die 
erhoben worden sind, um die Angabe der Chronik zu retten, 1) dass unter dem ad Autol. 
III, 27 sq., genannten Imperator Marcus Aurelius Verus (Verus, Aurelius Verus) nicht der Nachfolger des Antoninus Pius, sondern Lucius Verne zu verstehen sei (so Tzschirner, v. Senden bei Otto, corp. Apologett. T. VIII, p. 266, n. 20), 
oder 2) dass der Verf. der drei Bücher ad Autol. nicht identisch mit dem antiochenischen 
Bischof sei, ist der erste einer Widerlegung nicht werth, der andere aber müsste 
erst sicherer begründet werden, um Beachtung zu verdienen. Dodwell (Dissertatt. 
in Iren. [Oxon.16891 p.170 sq.) hat ihn meines Wissens als der erste, und zwar vorsichtig, 
erhoben. Seine Argumente sind aber, von dem aus der Chronik Euseb’s erborgten, abgesehen, 
ganz unstichhaltig. Vgl. gegen ihn die Ausführungen des Prudentius Mar. (abgedruckt bei Otto, 1. c. T. IX p. 299 sq. 309 sq., bei Gallandi, Biblioth. 
T. II [1788] p. X. XXII).</p>

<p class="normal" id="v-p44" shownumber="no">Man wird es vielleicht bereits für eine gelehrte Correctur halten 
dürfen, dass dem Theophilus von Syncellus (p. 665, 21) 13, vom Verf. des Chronogr. 
syntomon (nach dem Chron. C Panum, s. Euseb. Chron. Vol. I Append. p. 74) 14, von 
Eutychius (Annal. edid. Pococke. [Oxon. 1658] T. I p. 359) 21, von Nicephorus (Chronogr. 
compend. ad calcem edit. Dindorfian. Syncelli p. 781) 13 Jahre beigelegt werden.</p></note> 
Eusebius hat also den Amtsantritt <pb id="v-Page_14" n="14" />des Maximinus mindestens um. 4 Jahre, vermuthlich aber noch 
um einige mehr, zu früh gesetzt. Weiter: Für den Amtsantritt des Asklepiades giebt 
Eusebius das 1. Jahr des Caracalla an, d. h. d. J. 211-212. Wir wissen aber 
aus der Kirchengeschichte Euseb’s (VII, 11, 4), dass Alexander, der spätere jerusalemische 
Bischof, noch als Bischof in Cappädocien und zwar während seiner Gefangenschaft 
in der Verfolgung unter Septimius Severus in einem Brief an die antiochenische Gemeinde 
des kürzlich geschehenen Amtsantritts des Asklepiades Erwähnung gethan hat. Mithin 
ist Asklepiades noch unter Septimius Severus Bischof geworden. In der Chronik datirt 
Eusebius (p. 176) die Confessio Alexander’s auf das Jahr 2219 Abr. (in Wahrheit 
= 201|2 p. Chr.) = 10. Jahr d. Septimius (den Antritt desjerusalemischen Bischofsamtes 
auf d. J. 2231 [= 213 p. Chr.] 4. Jahr d. Caracalla). Also wäre nach dieser Berechnung 
zu schliessen, dass Asklepiades bald nach 202 Bischof geworden ist. Allein dieses 
Datum wird auch begründeten Bedenken unterliegen, und somit würde sich nur soviel 
als sicher festhalten lassen, dass der Zeitraum v. J. 177-211 (212) für Maximinus 
und Serapion mindestens auf 181-210 gesetzt, möglicher, ja wahrscheinlicher Weise 
noch um einige Jahre verkürzt werden muss.<note anchored="yes" id="v-p44.1" n="47" place="foot"><p class="normal" id="v-p45" shownumber="no">Den Fehler betreffs des Amtsantritts des Asklepiades hat schon Valesius 
[zu Euseb, h. e. VI, 11) angemerkt.</p></note> Der Amtsantritt des Babylas ist sicher 
um ein Jahr zu spät gesetzt; denn Babylas hat bereits unter Deeius den Märtyrertod 
erlitten. Der Amtsantritt des Domnus , der zu 2283 Abr. verzeichnet ist, ruft wenigstens 
sofort Bedenken hervor, u. s. w. <pb id="v-Page_15" n="15" />Allein alle diese Bedenken reichen nicht aus, um den Werth der 
Liste überhaupt in Frage zu stellen. Sie erlauben noch immer an die wesentliche 
Richtigkeit der in ihr verzeichneten Daten, wenigstens für die zweite Hälfte , 
zu glauben und — vor allen Dingen — sie geben keinen Aufschluss darüber, woher die 
Ansätze des Eusebius stammen. Auch ein Ueberblick. über die Amtszeiten der Bischöfe, 
führt zu keiner Einsicht in das Schema, nach welchem dieselben arrangirt sein könnten.</p>


<table border="0" id="v-p45.1" style="width:90%; margin-left:5%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p45.2" span="1"><col id="v-p45.3" span="1" style="width:30%" /><col id="v-p45.4" span="1" style="width:20%" />
<col id="v-p45.5" span="1" style="width:30%" /><col id="v-p45.6" span="1" style="width:20%" /></colgroup>

<tr id="v-p45.7">
<td colspan="1" id="v-p45.8" rowspan="1">Euodius</td>
<td colspan="1" id="v-p45.9" rowspan="1">27 Jahre</td>
<td colspan="1" id="v-p45.10" rowspan="1">Philetus</td>
<td colspan="1" id="v-p45.11" rowspan="1">12 Jahre</td>
</tr><tr id="v-p45.12">
<td colspan="1" id="v-p45.13" rowspan="1">Ignatius</td>
<td colspan="1" id="v-p45.14" rowspan="1">38  „</td>
<td colspan="1" id="v-p45.15" rowspan="1">Zebinus</td>
<td colspan="1" id="v-p45.16" rowspan="1">25  „</td>
</tr><tr id="v-p45.17">
<td colspan="1" id="v-p45.18" rowspan="1">Heron<note anchored="yes" id="v-p45.19" n="48" place="foot"><p class="normal" id="v-p46" shownumber="no">Ueber die Form „Heron“ (besser als Heros) vgl. Zahn, PP. App. Opp. fasc. 
II. p. 335 n. 5.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p46.1" rowspan="1">21  „</td>
<td colspan="1" id="v-p46.2" rowspan="1">Babylas u. Fabius</td>
<td colspan="1" id="v-p46.3" rowspan="1"> 2  „</td>
</tr><tr id="v-p46.4">
<td colspan="1" id="v-p46.5" rowspan="1">Cornelius</td>
<td colspan="1" id="v-p46.6" rowspan="1">14  „</td>
<td colspan="1" id="v-p46.7" rowspan="1">Demetrianus</td>
<td colspan="1" id="v-p46.8" rowspan="1"> 6  „</td>
</tr><tr id="v-p46.9">
<td colspan="1" id="v-p46.10" rowspan="1">Eros</td>
<td colspan="1" id="v-p46.11" rowspan="1">27  „</td>
<td colspan="1" id="v-p46.12" rowspan="1">Paulus</td>
<td colspan="1" id="v-p46.13" rowspan="1"> 5  „</td>
</tr><tr id="v-p46.14">
<td colspan="1" id="v-p46.15" rowspan="1">Theophilus</td>
<td colspan="1" id="v-p46.16" rowspan="1"> 8  „</td>
<td colspan="1" id="v-p46.17" rowspan="1">Domnus</td>
<td colspan="1" id="v-p46.18" rowspan="1"> 6  „</td>
</tr><tr id="v-p46.19">
<td colspan="1" id="v-p46.20" rowspan="1">Maximinus</td>
<td colspan="1" id="v-p46.21" rowspan="1">13  „</td>
<td colspan="1" id="v-p46.22" rowspan="1">Timäus</td>
<td colspan="1" id="v-p46.23" rowspan="1"> 9  „</td>
</tr><tr id="v-p46.24">
<td colspan="1" id="v-p46.25" rowspan="1">Serapion</td>
<td colspan="1" id="v-p46.26" rowspan="1">20  „</td>
<td colspan="1" id="v-p46.27" rowspan="1">Cyrillus</td>
<td colspan="1" id="v-p46.28" rowspan="1">22  „</td>
</tr><tr id="v-p46.29">
<td colspan="1" id="v-p46.30" rowspan="1">Asklepiades</td>
<td colspan="1" id="v-p46.31" rowspan="1"> 5  „</td>
<td colspan="1" id="v-p46.32" rowspan="1" />
</tr></table>


<p class="normal" id="v-p47" shownumber="no">So bleibt nur noch ein Weg übrig zur Ermittelung des von Eusebius, 
resp. seinem Gewährsmann, möglicherweise benutzten Schemas das ist die Vergleichung 
der chronologischen Ansätze in der antiochenischen Liste mit denen in den Listen 
der römischen und alexandrinischen Bischöfe. Die Vergleichung führt in der That 
zu einer überraschenden und folgenreichen Entdeckung.</p>

<table border="0" id="v-p47.1" style="width:90%; margin-left:5%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p47.2" span="1"><col id="v-p47.3" span="1" style="width:30%; vertical-align:top" /><col id="v-p47.4" span="1" style="width:20%; vertical-align:top" />
<col id="v-p47.5" span="1" style="width:50%; vertical-align:top" /></colgroup>

<tr id="v-p47.6">
<th colspan="1" id="v-p47.7" rowspan="1" />
<th colspan="1" id="v-p47.8" rowspan="1">Jahre<br />Abrah.</th>
<th colspan="1" id="v-p47.10" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p47.11">
<td colspan="1" id="v-p47.12" rowspan="1">Euodius</td>
<td colspan="1" id="v-p47.13" rowspan="1">zu 2058</td>
<td colspan="1" id="v-p47.14" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p48" shownumber="no">= 3 Jahre nach dem Amtsantritt des Petrus in Rom (2055).</p></td>
</tr><tr id="v-p48.1">
<td colspan="1" id="v-p48.2" rowspan="1">Ignatius</td>
<td colspan="1" id="v-p48.3" rowspan="1">„  2085</td>
<td colspan="1" id="v-p48.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p49" shownumber="no">= 3 Jahre nach dem Amtsantritt des ersten röm. Bischof, Linus (2082).</p></td>
</tr><tr id="v-p49.1">
<td colspan="1" id="v-p49.2" rowspan="1">Heron</td>
<td colspan="1" id="v-p49.3" rowspan="1">„  2123</td>
<td colspan="1" id="v-p49.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p50" shownumber="no">= 4 Jahre = 1 Olymp. nach dem Amtsantritt des 5. röm. Bischof, Alexander (2119).</p></td>
</tr><tr id="v-p50.1">
<td colspan="1" id="v-p50.2" rowspan="1">Cornelius</td>
<td colspan="1" id="v-p50.3" rowspan="1">„  2144</td>
<td colspan="1" id="v-p50.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p51" shownumber="no">= 4 Jahre = 1 Olymp. nach dem Amtsantritt des 7. röm. Bischof, Telesphorus (2140).</p></td>
</tr><tr id="v-p51.1">
<td colspan="1" id="v-p51.2" rowspan="1">Eros</td>
<td colspan="1" id="v-p51.3" rowspan="1">„  2158</td>
<td colspan="1" id="v-p51.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p52" shownumber="no">= 4 Jahre = 1 Olymp. nach dem Amtsantritt des 9. röm. Bischof, Pius (2154).</p></td>
</tr><tr id="v-p52.1">
<td colspan="1" id="v-p52.2" rowspan="1">Theophilus</td>
<td colspan="1" id="v-p52.3" rowspan="1">„  2185</td>
<td colspan="1" id="v-p52.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p53" shownumber="no">= 5 (4) Jahre = 1 Olymp. nach dem Amtsantritt 
des 11. röm. Bischof, Soter (2180).</p></td>
</tr><tr id="v-p53.1">
<td colspan="1" id="v-p53.2" rowspan="1">Maximinus</td>
<td colspan="1" id="v-p53.3" rowspan="1">„  2193</td>
<td colspan="1" id="v-p53.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p54" shownumber="no">= 4 Jahre = 1 Olymp. nach dem Amtsantritt des 12. röm. Bischof, Eleutherus (2189).</p></td>
</tr><tr id="v-p54.1">
<td colspan="1" id="v-p54.2" rowspan="1">Serapion</td>
<td colspan="1" id="v-p54.3" rowspan="1">„  2206</td>
<td colspan="1" id="v-p54.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p55" shownumber="no">= 4 Jahre = 1 Olymp. nach 
dem Amtsantritt des 13. röm. Bischof, Victor (2202).</p></td>
</tr><tr id="v-p55.1">
<td colspan="1" id="v-p55.2" rowspan="1">Asklepiades</td>
<td colspan="1" id="v-p55.3" rowspan="1">„  2228</td>
<td colspan="1" id="v-p55.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p56" shownumber="no">=1 Jahr vor dem Amtsantritt des 15. röm. Bischof, Calixtus (2229).</p></td>
</tr><tr id="v-p56.1">
<td colspan="1" id="v-p56.2" rowspan="1">Philetus</td>
<td colspan="1" id="v-p56.3" rowspan="1">„  2233</td>
<td colspan="1" id="v-p56.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p57" shownumber="no">= 4 Jahre = 1 Olymp. nach dem Amtsantritt des 15. röm. Bischof, Calixtus (2229).</p></td>
</tr><tr id="v-p57.1">
<td colspan="1" id="v-p57.2" rowspan="1">Zebinus</td>
<td colspan="1" id="v-p57.3" rowspan="1">„  2245</td>
<td colspan="1" id="v-p57.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p58" shownumber="no">= 1 Jahr vor dem Amtsantritt des 17. röm. Bischof,  Pontianus (2246).</p></td>
</tr><tr id="v-p58.1">
<td colspan="1" id="v-p58.2" rowspan="1">Babylas u. Fabius</td>
<td colspan="1" id="v-p58.3" rowspan="1">„  2270</td>
<td colspan="1" id="v-p58.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p59" shownumber="no">= 1 Jahr vor dem Amtsantritt des 23. röm. Bischof, Sixtus (2271).</p></td>
</tr><tr id="v-p59.1">
<td colspan="1" id="v-p59.2" rowspan="1">Demetrius</td>
<td colspan="1" id="v-p59.3" rowspan="1">„  2272</td>
<td colspan="1" id="v-p59.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p60" shownumber="no"> </p></td>
</tr><tr id="v-p60.1">
<td colspan="1" id="v-p60.2" rowspan="1">Paulus</td>
<td colspan="1" id="v-p60.3" rowspan="1">„  2278</td>
<td colspan="1" id="v-p60.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p61" shownumber="no">= 1 Jahr vor dem Amtsantritt des 24. röm. Bischof Dionysius (2279).</p></td>
</tr><tr id="v-p61.1">
<td colspan="1" id="v-p61.2" rowspan="1">Domnus</td>
<td colspan="1" id="v-p61.3" rowspan="1">„  2283</td>
<td colspan="1" id="v-p61.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p62" shownumber="no"> </p></td>
</tr><tr id="v-p62.1">
<td colspan="1" id="v-p62.2" rowspan="1">Timäus<note anchored="yes" id="v-p62.3" n="49" place="foot"><p class="normal" id="v-p63" shownumber="no">Die Ansätze für Timäus und Cyrillus sind nach Hieronymus gegeben, 
da die armenischen Handschriften lückenhaft sind. Uebrigens beweist die Beobachtung, 
dass die von Hieron. gegebenen Ansätze sich dem eusebianischen Schema präcis einfügen, 
an diesen Stellen die Zuverlässigkeit des Hieronymus als Gewährsmann für die Chronik 
Eusebs.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p63.1" rowspan="1">„  2288</td>
<td colspan="1" id="v-p63.2" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p64" shownumber="no">= 1 Jahr vor dem Amtsantritt des 25. röm. Bischof, Felix (2289).</p></td>
</tr><tr id="v-p64.1">
<td colspan="1" id="v-p64.2" rowspan="1">Cyrillus</td>
<td colspan="1" id="v-p64.3" rowspan="1">„  2297</td>
<td colspan="1" id="v-p64.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p65" shownumber="no">= 1 Jahr vor dem Amtsantritt des 26. röm. Bischof, Eutychianus (2298).</p></td>
</tr><tr id="v-p65.1">
<td colspan="1" id="v-p65.2" rowspan="1">Tyrannus</td>
<td colspan="1" id="v-p65.3" rowspan="1">„  2319</td>
<td colspan="1" id="v-p65.4" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p66" shownumber="no">= (Zeitgenosse des Eusebius).</p></td>
</tr></table>



<p class="normal" id="v-p67" shownumber="no">An dieser Liste ist vor Beurtheilung und Verwerthung derselben 
kaum irgend etwas zu beanstanden. Auffallend, weil dem Schema nicht präcis untergeordnet, 
sind nur folgende Ansätze. 1) Die Datirung des Euodius und Ignatius auf 3 — man erwartet <pb id="v-Page_17" n="17" />4 — Jahre nach dem Amtsantritt des Petrus und  Linus. 
2) Die Datirung des Theophilus und Soter auf 2085 resp. 2080 Abr.; man erwartet 
2084 (2080) oder 2085 (2081) Abr. Alle übrigen Ansätze sind völlig durchsichtig. 
Wie in der ersten Hälfte der Liste häufig die Zeit zweier römischer Bischöfe gleich 
gesetzt wird der Zeit eines antiochenischen, so ist umgekehrt in der zweiten Hälfte 
der Liste zweimal die Zeit zweier antiochenischer Bischöfe gleich geordnet der eines 
römischen Bischofs. Hier reichte also die Ueberlieferung gerade noch aus, um die 
äusserste Unordnung abzuwehren. Warum aber der Antritt des Demetrius dann gerade 
auf 2272 Abr., der des Domnus auf 2283 Abr. fixirt ist, wird noch zu erörtern sein. 
Ebenso wird untersucht werden müssen, warum der Amtsantritt des Asklepiades bereits 
dem Schema: ein Jahr. vor u. s. w. eingezeichnet ist, während dem seines Nachfolgers 
Philetus noch die alte Anordnung zu Grunde liegt. Was nun die beiden obengenannten 
zu beanstandenden Daten betrifft, so ist das den Ansätzen der Chronik hier zu Grunde 
liegende Schema sonst so lückenlos, dass man es unbedenklich bei Theophilus — handelt es sich doch nur um 1/4. Olympiade 
— zur Textkritik 
verwerthen darf, sei es nun des Eusebius oder richtiger seiner Quelle. Da der Amtsantritt 
des Eleutherus auf 2189 datirt ist, dem Soter aber 8 Amtsjahre zugewiesen sind, 
so erscheint es wohl kaum gewagt, anzunehmen, dass in der Quelle ein Jahr gestanden 
hat, welches mit 2181 in Gleichzeitigkeit zu setzen ist. Damit stellt sich aber 
das Schema (2085-2081) wieder her. Den ersten Punkt, die Ansätze für Euodius und 
Ignatius betreffend, so erscheint die Aenderung in 2058 (2054) oder 2059 (2055) 
und 2085 (2081) oder 2086 (2082) sehr lockend, da auch hier die Differenz mit dem 
Schema nur 1/4. Olympiade beträgt. Indess, es kann nicht sofort entschieden werden, 
welcher dieser Ansätze für die Quelle in Anspruch zu nehmen ist, und da möglicherweise 
hier andere Erwägungen noch Beachtung verdienen, so wird die Erledigung dieses Punktes 
zu verschieben sein.</p>

<pb id="v-Page_18" n="18" />
<p class="normal" id="v-p68" shownumber="no">Ein Ueberblick über die Liste lehrt, dass dieselbe durchaus 
schematisch angelegt ist und zwar so, dass in ihrer ersten Hälfte der Amtsantritt 
des antiochenischen Bischofs 4 Jahre nach dem Amtsantritt eines römischen Bischofs 
verzeichnet ist, während derselbe in der zweiten Hälfte um ein Jahr vorher angesetzt 
ist. Den Faden bilden die Jahre Abrahams. Hieraus ergiebt sich von, selbst die wesentliche 
und totale Unbrauchbarkeit aller Ansätze; es müsste denn zufällig einer von ihnen 
richtig sein.<note anchored="yes" id="v-p68.1" n="50" place="foot"><p class="normal" id="v-p69" shownumber="no">Die Ansätze in der 2. Hälfte der Liste, von Asklepiades an, 
lehren, dass in grossen Hauptzügen — auf Grund sei es schriftlicher, sei es mündlicher 
Ueberlieferung — das Richtige nicht ganz verfehlt sein kann. Aber der einzelne Ansatz kann natürlich auch hier unmöglich präcis sein, da er schematisch 
gemacht ist.</p></note> Es sind nämlich</p>

<table border="0" id="v-p69.1" style="width:100%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p69.2" span="1"><col id="v-p69.3" span="1" style="width:25%; vertical-align:top" /><col id="v-p69.4" span="1" style="width:25%; vertical-align:top" />
<col id="v-p69.5" span="1" style="width:23%; vertical-align:top" /><col id="v-p69.6" span="1" style="width:25%; vertical-align:top" /></colgroup>

<tr id="v-p69.7">
<td colspan="1" id="v-p69.8" rowspan="1">die Jahre des</td>
<td colspan="1" id="v-p69.9" rowspan="1">Euodius</td>
<td colspan="1" id="v-p69.10" rowspan="1">= den Jahren des</td>
<td colspan="1" id="v-p69.11" rowspan="1">Petrus 27 (25).</td>
</tr><tr id="v-p69.12">
<td colspan="1" id="v-p69.13" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.14" rowspan="1">Ignatius</td>
<td colspan="1" id="v-p69.15" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.16" rowspan="1">Linus (1), Anencletus (2) , Clemens 
(3) , Evarestus (4) (+ 1 J.?).</td>
</tr><tr id="v-p69.17">
<td colspan="1" id="v-p69.18" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.19" rowspan="1">Heron</td>
<td colspan="1" id="v-p69.20" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.21" rowspan="1">Alexander (5) und Sixtus (6).</td>
</tr><tr id="v-p69.22">
<td colspan="1" id="v-p69.23" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.24" rowspan="1">Cornelius</td>
<td colspan="1" id="v-p69.25" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.26" rowspan="1">Telesphorus (7) und Hyginus (8).</td>
</tr><tr id="v-p69.27">
<td colspan="1" id="v-p69.28" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.29" rowspan="1">Eros</td>
<td colspan="1" id="v-p69.30" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.31" rowspan="1">Pius (9) und Anicetus (10)</td>
</tr><tr id="v-p69.32">
<td colspan="1" id="v-p69.33" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.34" rowspan="1">Theophilus</td>
<td colspan="1" id="v-p69.35" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.36" rowspan="1">Soter (11).</td>
</tr><tr id="v-p69.37">
<td colspan="1" id="v-p69.38" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.39" rowspan="1">Maximinus</td>
<td colspan="1" id="v-p69.40" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.41" rowspan="1">Eleutherus (12).</td>
</tr><tr id="v-p69.42">
<td colspan="1" id="v-p69.43" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.44" rowspan="1">Serapion <br />  u. Asklepiades</td>
<td colspan="1" id="v-p69.46" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.47" rowspan="1">Victor (13) und Zephyrinus (14) .</td>
</tr><tr id="v-p69.48">
<td colspan="1" id="v-p69.49" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.50" rowspan="1">Asklepiades <br />  u. Philetus</td>
<td colspan="1" id="v-p69.52" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.53" rowspan="1">Calixtus (15) und Urbanne (16).</td>
</tr><tr id="v-p69.54">
<td colspan="1" id="v-p69.55" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.56" rowspan="1">Zebinus</td>
<td colspan="1" id="v-p69.57" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.58" rowspan="1">Pontianus (17), Anteros (18), Fabianus (19), Cornelius (20), Lucius (21), Stephanus 
(22).</td>
</tr><tr id="v-p69.59">
<td colspan="1" id="v-p69.60" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.61" rowspan="1">Babylas <br />  u. Fabius<br />  u. Demetrius</td>
<td colspan="1" id="v-p69.64" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.65" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">Sixtus (23).</td>
</tr><tr id="v-p69.66">
<td colspan="1" id="v-p69.67" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.68" rowspan="1">Paulus <br />  u. Domnus</td>
<td colspan="1" id="v-p69.70" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.71" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">Dionysius (24).</td>
</tr><tr id="v-p69.72">
<td colspan="1" id="v-p69.73" rowspan="1"> „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.74" rowspan="1">Timäus</td>
<td colspan="1" id="v-p69.75" rowspan="1">=  „  „  „</td>
<td colspan="1" id="v-p69.76" rowspan="1">Felix (25).</td>
</tr></table>


<p class="normal" id="v-p70" shownumber="no">Gehen wir einen Schritt weiter und untersuchen wir näher die Ansätze der Liste, 
so lässt sich folgendes feststellen:</p>

<p class="normal" id="v-p71" shownumber="no">1) Das erste Schema, d. h. das bis zum  Amtsantritt des Philetus 
reichende, kann Eusebius nicht selbst sich zugerichtet, sondern muss es vorgefunden 
haben. Denn a) er hätte sonst sich wohl mit der Aufstellung eines Schemas begnügt; 
b) seine oben mitgetheilten Bemerkungen zur jerusalemischen Bischofsliste liessen 
erschliessen, dass er für die antiochenische chronologische Ansätze besass.<note anchored="yes" id="v-p71.1" n="51" place="foot"><p class="normal" id="v-p72" shownumber="no">Schwieriger scheint es zu sein, zu ermitteln, ob Eusebius auch 
für die zweite Hälfte eine Quelle ausgeschrieben hat, die das Schema des  Jahresintervalls 
bereits enthielt, oder ob dies Schema sein Eigenthum ist. Allein da auch hier die 
römische Bischofsliste, wie sie in der Chronik zugerichtet ist, den Faden bildet, 
diese aber in ihrer von Fehlern wimmelnden Construction sicher ein Werk des Eusebius 
ist (Lipsius, a. a. O. S. 9 f. S. 13 f. S. 18 f.), und da das Intervall 
zwischen dem jedesmaligen römischen und antiochenischen Bischof deutlich der Rechnung 
nach ann. Abr. — d. h. der von Eusebius zuerst aufgestellten Rechnung — folgt, 
so kann gar nicht zweifelhaft sein, dass von Asklepiades, resp. Zebinus, an Eusebius 
selbständig gearbeitet hat. Er konnte hier aber sich ermächtigt fühlen, die Daten 
zu arrangiren, weil er in der That einige Kunde über die Zeit der antioch. Bischöfe 
seit Zebinus besessen hat (s. die vorige Anm.). Freilich reichte diese Kunde nicht 
aus, um die Antrittsjahr e sicher zu ermitteln, und es ist nur ein Beweis seiner 
Leichtfertigkeit, dass er trotzdem sich nicht gescheut hat, zu thun, als besässe 
er zuverlässige Traditionen.</p></note></p>

<p class="normal" id="v-p73" shownumber="no">2) Das erste, überlieferte Schema war nicht in ann. Abr., sondern 
in Olympiaden angeordnet; denn so ist zweifelsohne das Intervall von 4 Jahren zu 
deuten. Hieraus a) wird es noch einmal unwahrscheinlich, dass Eusebius dieses Schema 
erfunden hat; denn seine Specialität, so zu sagen, sind die ann. Abr.<note anchored="yes" id="v-p73.1" n="52" place="foot"><p class="normal" id="v-p74" shownumber="no">Vgl. die vorige Anmerk. (v. 
Gutschmid, a. a. O. S. 3).</p></note> Es ist somit 
b) weiter zu schliessen, <pb id="v-Page_20" n="20" />dass die Quelle, welcher Eusebius hier gefolgt ist, die römischen Bischöfe in Olympiadengleichzeitigkeiten geordnet und die antiochenischen um eine 
Olympiade ihnen nachgesetzt hat.</p>

<p class="normal" id="v-p75" shownumber="no">3) Das von Eusebius vorgefundene Schema hat mit dem Amtsantritt 
des Philetus in der 249. (in Wahrheit in der 248.) Olympiade geschlossen.</p>

<p class="normal" id="v-p76" shownumber="no">Darnach kann es kaum zweifelhaft sein, dass die von Eusebius 
benutzte Quelle die Chronik des Julius Africanus gewesen ist; denn diese 
reichte bekanntlich bis zum 3. Jahre des Elagabal (250. Olymp.) und war in ihren 
zweiten Theile nach Olympiaden geordnet.<note anchored="yes" id="v-p76.1" n="53" place="foot"><p class="normal" id="v-p77" shownumber="no">Ueber diese Chronik vgl. Syncell., Chronogr. (edid. Dindorf) 
p. 400, 10. Euseb., Praefat. ad Chron. can. (Schöne, Vol. I. p. 4). Euseb. Chron. 
p. ann. 1570 Abr. Euseb. h. e. VI, 31. Euseb., Praep. evang. Hieron. de vir. ill. 
c. 63. Joh. Malalas., Chronogr. (edid. Dindorf) vv. 11. etc. Routh, Reliq. S S. 
T. II (1814) p. 105 sq. Die Literatur bei Fabricius-Harles, Pauly (R Encykl. IV. 
Bd. S. 501 f.), Nicolai (Griech. Lit.-Gesch. II. Bd. 2. Hälfte [1877] S. 584 
ff. Vgl. das Fragment in der Praepar. des Eusebius (Routh, 1. c. p. 157): 
<span class="Greek" id="v-p77.1" lang="EL">αἱ μὲν οὖν ὁστορίαι συντρέχουσι, Κύρου τε βασιλείας, καὶ αἰχμαλωσίας 
τέλους. καὶ [τὰ] κατὰ τὰς Ὀλυμπιάδας οὕτως εἰς ἡμᾶς εύρεθήσεται συμφωνήσαντα· 
τούτοις γὰρ ἐπρ́μενοι καὶ τὰς λοιπὰς ἱστορίας κατὰ τὸν αὐτὸν λόγον ἀλλήλαις 
ἐφαρμώσομεν.</span> (Auch die dem Origenes bekannten [c. Celsum II, 14], von Eusebius benutzten [Chron. 
post ann. 2048 Abr.] 16 Bücher 
<span class="Greek" id="v-p77.2" lang="EL">Ὀλυμπιονικῶν αὶ χρονικῶν συναγωγῆς</span> des Phlegon 
waren nach Olymp. angelegt; vermuthlich hat Africanus dieses Werk [vgl. die Nachweisungen 
über dasselbe bei Nicolai, a. a. O. S. 583 f. Teuffel, Röm. Lit.-Gesch. 
3. Aufl. § 346, 3. § 349, 4. Die Fragmente sind gesammelt v. A. Westermann in d. 
Sammlung der Paradoaographen, 1839 p. 205-212, vgl. Pauly, R Encykl. V. Bd. S. 1540 
f.] gekannt. Ueber die Chronik des Chryseros, des Freigelassenen des M. Aurel, 
der nach Theophilus [ad Autol. III, 27] eine Chronologie der römischen Machthaber 
von der Gründung der Stadt bis zum Tode M. Aurel’s geschrieben hat, wissen wir nichts 
Gewisses, vgl. die 10. Note v. Otto zu Theoph. ad Autol. III, 27). — Von dem Inhalt 
der Chronik des Julius Africanus, soweit dieselbe kirchengeschichtliche Daten enthielt, 
wusste man bisher nur sehr wenig. (Vgl. Routh, 1. c. p. 183 sq.). Wir besitzen aus 
dem 5., letzten, Buch der Chronik das Fragment über die 70 Jahrwochen Daniels, wiesen, dass Africanus v. Adam bis zur Auferstehung Jesu 5531 Jahre (dazu, was Euseb. Chronik 
post ann. 1983 Abr. bemerkt hat), von dort bis zum 3. Jahr Elagabals (Olymp. 
250) 192 Jahre gerechnet hat. Den Clemens Alex. hat er unter Commodus gestellt, 
den Abgar zum Anfang des 3. Jahrhunderts erwähnt und vielleicht eine Notiz über 
die Lebenszeit des Ap. Johannes unter Trajan (Malalas, 1. c. p. 351) gegeben. — 
Dass die Quelle, welche Eusebius in der Chronik für die erste Hälfte der römischen 
und antiochenischen Bischofsliste benutzt hat, nicht etwa die Chronik des Hippolytus, sondern die des Africanus gewesen ist, braucht wohl nicht erst ausdrücklich bewiesen 
zu werden. Hingewiesen sei auf folgende Punkte: 1) Die Chronik des Hippolyt (s. 
d. Uebers. derselben bei Fabricius, Hipp. Opp. I p. 49 -59; vgl. Lipsius, 
a. a. O. S. 41 f. S. 66 f. Caspari, Quellen u. s. w. 3. Bd. [1875] S. 384-386. 
S. 426 f.) wird von Eusebius in der Chronik nicht erwähnt. 2) Die Chronik des Hippolyt 
reichte bis zur Zeit des Kaisers Maximin, des Nafhfolgers des Alex. Severus (bis 
nach 235 ann.); Eusebius Quelle aber reichte nur bis zum Amtsantritt der Bischöfe 
Calixt und Philetus, d. h. bis in die Regierungszeit Elagabals. 3) Die Anlage der 
Hippolyt’schen Chronik ist eine ganz andere, als die Anlage der Quelle des Eusebius 
gewesen ist. 4) Es ist unwahrscheinlich, dass die Hippolyt’sche Chronik eine antiochenische 
Bischofsliste enthalten hat.— Ueber das Verhältniss der Chronik des Hippolyt zu 
der des Africanus und weiter über das. Verhältniss des Africanus zu Hippolyt überhaupt, 
ist z. Z. noch nichts, Sicheres ermittelt. Doch glaube ich, es wahrscheinlich machen 
zu können, dass die älteren Arbeiten Hippolyts von Africanus benutzt worden sind, 
während umgekehrt später jener die chronographischen Arbeiten dieses verwendet. 
hat. Der Beweis für diese zwiefache Behauptung kann hier nicht angetreten werden. 
Es sei vorläufig auf eine Vergleichung der Resultate der Reconstruction des Hippolyt’schen Danielcommentar’s (Bardenhewer, 1877; Zahn, Theol. Lit.-Ztg. 1877 Nr. 18 
S. 497 unten) mit den bekannten Fragmenten des Africanus bei Routh verwiesen (z.B. 
Bardenhewer S. 22 mit Routh, 1. c. p. 192; B. S. 14f. m. R. p. 114 sq. resp. 
Spitta [der Brief des Jul. Afric. an Aristides. 1877] S. 107 f. B. S. 21 f. 
71-76 mit R. p. 111 sq.). Abschliessend wird sich hier erst urtheilen lassen, 
wenn die Fragm. des Hippolyt einmal gesammelt vorliegen werden, und die Beziehungen 
dieses Schriftstellers zu Theophilus u. Origenes festgstellt sind.</p></note></p><pb id="v-Page_21" n="21" />
<p class="normal" id="v-p78" shownumber="no">Diese Entdeckung bringt nach verschiedenen Seiten hin neue Aufschlüsse; 
so wird es durch dieselbe zur Gewissheit, dass auch die römische Bischofsliste bis 
Calixt in der Chronik des Eusebius aus der Chronik des Julius Africanus stammt. 
Lipsius bemerkte dort, wo er in seiner Chronol. d. römisch. Bischöfe die Resultate 
der Untersuchungen <pb id="v-Page_22" n="22" />über die griechischen (morgenländischen) Kataloge zusammengefasst 
hat<note anchored="yes" id="v-p78.1" n="54" place="foot"><p class="normal" id="v-p79" shownumber="no">S. 39 not.</p></note>: „Wenn Julius Africanus in seiner Chronik, welche bis zum Jahre 222 (221?) ging, bereits ein Verzeichniss der römischen Bischöfe. gegeben haben sollte, 
so würde dieses als Quelle entweder für den bis Urban fortgesetzten Katalog, der 
in der Kirchengeschichte des Eusebius. (für die Zeit von Petrus bis Urban) noch 
erhalten ist, oder für den catal. V, welcher wahrscheinlich der der Chronik des 
Anianos war, anzusehen sein. Zur Aufstellung einer einigermassen wahrscheinlich zu 
machenden Hypothese fehlen uns aber hier alle Mittel.“ Das Mittel scheint nun gefunden 
zu sein, und zwar wird durch dasselbe bewiesen, dass in der Chronik des Julius Afr. 
ein  römisches Bischofsverzeichniss enthalten war, und dass dasselbe die Quelle 
weder für die Kirchengeschichte des Eusebius, noch für jene Grundschrift, auf welcher 
die späteren griechischen und morgenlänr dischen Verzeichnisse fussen sollen, sondern 
für die Chronik des Eusebius gewesen ist. Es wird nach diesem Ergebniss geboten 
sein, die römischen Bischofsliste4n des Eusebius, der Griechen und Morgenländer 
einer erneuten Untersuchung zu unterziehen (s. den Excurs am Schlusse dieser Abhandl.). 
Uns interessirt hier nur soviel, dass, wie Lipsius gezeigt hat, Eusebius tei Abfassung 
der Kirchengeschichte in den Besitz einer zweiten römischen Liste gelangt war, die 
gerade für den Zeitraum von Petrus bis Urban auf einer anderen Quelle beruhte. 
Diese Liste hat er seiner Kirchengeschichte eingefügt. Er hat damit selbst der ersten 
Liste ein Misstrauensvotum ausgestellt, und zwar mit Recht; denn ein Theil der Ansätze 
in der zweiten Liste kommt der eigenen Ueberlieferung der römischen Kirche, wie 
ebenfalls Lipsius gezeigt hat, näher.<note anchored="yes" id="v-p79.1" n="55" place="foot"><p class="normal" id="v-p80" shownumber="no">A. a. O. S. 17 f. Richtig ist, dass die röm. Bischofsliste in 
der K. G. des Eusebius von Petrus bis Urban theilweise eine andere ist, als 
die der Chronik. Es lässt sich aber nun erweisen (s. den Excurs), dass gerade 
der Abschnitt von Petrus bis zum Amtsantritt des Victor bei Africanus u. in d. K. G. 
des Eusebius identisch ist.</p></note> Es steht daher zu erwarten, dass Eusebius 
den künstlichen Aufbau <pb id="v-Page_23" n="23" />der antiochenischen Liste ebenfalls nicht mehr der Kirchengeschichte 
einverleibt haben wird, da er die Stützen selbst abgerissen hat, welche denselben 
trugen. Leider scheint nun aber copstatirt werden zu müssen, dass auch Julius Africanus, 
der sonst seiner Sorgsamkeit wegen gepriesene, mehr erzählt hat, als er gewusst, 
und dass er sich nicht gescheut hat, Daten, die er nicht gekannt, durch ein chronologisches 
Schema zu erzeugen. Die Möglichkeit indess muss offen bleiben, dass dieser Gewährsmann 
des Eusebius durch irgend eine beigefügte Bemerkung sein künstliches Werk als solches 
bezeichnet hat; ja diese Möglichkeit ist nicht unwahrscheinlich. Denn es lässt sich 
schwer begreifen, warum Eusebius in der Kirchengeschichte seine Ansätze der antiochenischen 
Bischöfe in der Chronik fast sämmtlich preisgegeben, ja verändert hat und seine 
Unwissenheit so indirect eingesteht, wenn er sie doch für sicher gehalten hätte. 
In jedem Fall wird man deswegen anzunehmen haben, dass Eusebius die schematische 
Anordnung der Bischöfe in der Chronik des Julius durchschaut hat. Dies bezeugt er 
durch seine eigene Arbeit an der zweiten Hälfte der Liste, wo er ja auch ein Intervall 
Differenz zwischen je einem römischen und einem antiochenischen Bischof gesetzt 
hat, allerdings ein Jahresintervall, entsprechend seiner Hauptanordnung und in theilweiser 
Anlehnung an richtige Ueberlieferungen. Dazu kommt noch ein Anderes. Ohne Zweifel 
war in der Quelle der Amtsantritt des Heron zu der dem euseb. ann. Abr. 2123 entsprechenden 
Olympiade angegeben. Dies bezeugt Eusebius dadurch, dass er dieses Ereigniss dem 
ann. Abr. 2123 wenigstens nachgestellt hat. Aber da er nicht gewagt hat, es bei 
diesem Jahre selbst anzumerken, so folgt, dass er hier unsicher gewesen ist. Es 
liegt daher — andre Möglichkeiten sollen nicht ausgeschlossen gedacht werden — nahe, 
dass er um die schematische <pb id="v-Page_24" n="24" />Anlage seiner Quelle gewusst und diesem Wissen an einem 
so wichtigen Punkte Ausdruck gegeben hat. So ist es also möglich, den Julius Africanus 
zu entlasten. Ob irgend ein diesem überliefertes Datum, etwa das Verhältniss Serapion-Victor 
oder Philetus-Calixtus, das Vorbild für die Anordnung der übrigen abgegeben hat, 
kann wohl kaum mehr entschieden werden.</p>

<p class="normal" id="v-p81" shownumber="no">Ein zweiter Punkt aber ist ferner von Wichtigkeit. Die zur römischen 
Liste parallele Anordnung der antiochenischen tritt deutlich nur hervor, wenn man 
die in Jahren Abrahams ausgedrückten Daten mit einander vergleicht. Construirt man 
dagegen die römische Liste nach den von Eusebius zugleich angegebenen, von jenen 
Daten hie und da abweichenden, Amtszeiten der Bischöfe und überträgt die so gefundene 
Zahlenreihe auf Jahre Abraham’s, so ist die stetige und gleiche Abhängigkeit der 
antiochenischen Liste von der römischen nicht mehr nachweisbar. Dieses Verhältniss 
mag folgende Tabelle veranschaulichen.</p>

<table border="0" cellspacing="0" id="v-p81.1" style="width:100%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p81.2" span="1"><col id="v-p81.3" span="1" style="width:33%; vertical-align:top" /><col id="v-p81.4" span="1" style="width:33%; vertical-align:top" /><col id="v-p81.5" span="1" style="width:33%; vertical-align:top" /></colgroup>
<tr id="v-p81.6">
<th colspan="1" id="v-p81.7" rowspan="1">Die römische Liste nach ann. Abr. Eusebii.</th>
<th colspan="1" id="v-p81.8" rowspan="1">Die antiochenische Liste nach ann. Abr. Ensebii.</th>
<th colspan="1" id="v-p81.9" rowspan="1">Die röm. Liste nach ann. Abr. auf Grund der angegebenen Amtszeiten.</th>
</tr><tr id="v-p81.10">
<td colspan="1" id="v-p81.11" rowspan="1">1) Linus 2082</td>
<td colspan="1" id="v-p81.12" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p81.13" rowspan="1">1) Linus 2082 XIV</td>
</tr><tr id="v-p81.14">
<td colspan="1" id="v-p81.15" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p81.16" rowspan="1">2) Ignatius 2085</td>
<td colspan="1" id="v-p81.17" rowspan="1">  (+ VIII, IX, VIII)</td>
</tr><tr id="v-p81.18">
<td colspan="1" id="v-p81.19" rowspan="1">5) Alexander 2119</td>
<td colspan="1" id="v-p81.20" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">3) Heron 2123</td>
<td colspan="1" id="v-p81.21" rowspan="1">5) Alexander 2121 X<br />    (+ XI)</td>
</tr><tr id="v-p81.23">
<td colspan="1" id="v-p81.24" rowspan="1">7) Telesphorus 2140</td>
<td colspan="1" id="v-p81.25" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">4) Cornelius 2144</td>
<td colspan="1" id="v-p81.26" rowspan="1">7) Telesphorus 2142 XI<br />    (+ IV)</td>
</tr><tr id="v-p81.28">
<td colspan="1" id="v-p81.29" rowspan="1">9) Pius 2154</td>
<td colspan="1" id="v-p81.30" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">5) Eros 2158</td>
<td colspan="1" id="v-p81.31" rowspan="1">9) Pius 2157 XV<br />    (+ XI)</td>
</tr><tr id="v-p81.33">
<td colspan="1" id="v-p81.34" rowspan="1">11) Soter 2180 (2181)</td>
<td colspan="1" id="v-p81.35" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">6) Theophilus 2185</td>
<td colspan="1" id="v-p81.36" rowspan="1">11) Soter 2183 VIII<br /></td>
</tr><tr id="v-p81.38">
<td colspan="1" id="v-p81.39" rowspan="1">12) Eleutherus 2189</td>
<td colspan="1" id="v-p81.40" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">7) Maximinus 2193</td>
<td colspan="1" id="v-p81.41" rowspan="1">12) Eleutherus 2191 XV<br /></td>
</tr><tr id="v-p81.43">
<td colspan="1" id="v-p81.44" rowspan="1">13) Victor 2202</td>
<td colspan="1" id="v-p81.45" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">8) Serapion 2206</td>
<td colspan="1" id="v-p81.46" rowspan="1">13) Victor 2206 XII<br />    (+ XII )</td>
</tr><tr id="v-p81.48">
<td colspan="1" id="v-p81.49" rowspan="1">15) Calixtus 2229</td>
<td colspan="1" id="v-p81.50" rowspan="1" style="vertical-align:bottom">10) Philetus 2233</td>
<td colspan="1" id="v-p81.51" rowspan="1">15) Calixtus 2230<br /></td>
</tr></table>

<pb id="v-Page_25" n="25" />
<p class="normal" id="v-p82" shownumber="no">Dieses Ergebniss scheint auf den ersten Blick die bisher gefundenen 
Resultate in Frage zu stellen. Denn, so lasst sich schliessen, stimmt die nachgewiesene 
Anordnung der antiochenischen Bischofsliste nur für die Zeitansätze, die in Jahren 
Abraham’s („quos Eusebius Primus  excogitavit”) ausgedrückt sind, so ist auch Eusebius 
selbst für dieselbe verantwortlich zu machen. Allein die oben gegebenen Nachweisungen 
sind, wie ich glaube, so unwidersprechlich, dass eine andere Erklärung des hier 
vorliegenden Problems gesucht werden muss. Es ist nur eine möglich, nämlich anzunehmen, 
dass die eigenthümlich unpräcise Anordnung der Amtsantritte der römischen Bischöfe, 
wie sie Eusebius zu den Jahren Abraham’s vermerkt hat; ebenfalls nicht von ihm erdacht, 
sandern in genauer Anlehnung an seine Quelle, deren Ansätze in Olympiaden er nur 
umzurechnen hatte, vorgenommen worden ist. Hieraus folgt aber mit Nothwendigkeit, 
dass wir in den Angaben des Eusebius nach Jahren Abraham’s für die betreffenden 
Partieen die relativen Zahlen der Chronik des Africänus zu erkennen haben, an die 
sich Eusebins mittelst einfacher Umrechnung angeschlossen hat. Wäre es mithin möglich, 
den wirklichen Ansatz des Julius Africanus in Olympiaden für eines dieser Daten 
zu ermitteln, so könnten alle chronologischen Daten dieser verlorengegangenen Chronik 
für die Amtszeiten der römischen und antiochenischen Bischöfe reconstruirt werden. 
Soviel ist jedenfalls jetzt schon deutlich, dass auch in der Chronik des Africanus 
die römische Bischofsliste nicht unmittelbar nach der Kaiserliste, sondern nach 
Olympiaden arrangirt gewesen ist.<note anchored="yes" id="v-p82.1" n="56" place="foot"><p class="normal" id="v-p83" shownumber="no">Auf Grund obiger Untersuchungen liesse sich die Frage aufwerfen, 
ob nicht vielleicht Eusebius nur die Daten für den Amtsantritt der römischen Bischöfe 
aus Africanus geschöpft habe, während seine Angaben über die Amtsseiten derselben 
einer anderen Quelle entnommen seien. Man könnte versucht sein, auf diesem Wege 
die Differenzen Zwischen beiden Ansätzen, die sich (s. ob.) in der Chronik finden, auszugleichen. Allein eine Liste — Linus 
13, Anencletus 8, Clemens 7, Euarestus 9, Alexander 11, Sixtus 10, Telesphorus 10, 
Hyginus 4, Pius 14, Anicetus 13, Soter 8, Eleutherus 13, Victor 14, Zephyrinus 13 
— ist völlig unbelegbar (vgl. Lipsius, a. a. O. S. 8-69), die Abweichungen 
derselben aber von der bei Eusebius mitgetheilten hinwiederum nicht so gross, dass 
man zu einer anderen Annahme als zu der einer etwas willkürlichen Arrangirung der 
letzteren genöthigt wird. Jede andere Vermuthung ist aber um so mehr abzuweisen, 
als sich die unpräcise Anordnung der römischen Bischöfe zu den ann. Abr. noch erklären 
wird.</p></note> Wie sich <pb id="v-Page_26" n="26" />die eusebianische Kaiserliste zu der von Africanus gegebenen, verhält 
— das zu entscheiden, fehlen bisher noch die Mittel.<note anchored="yes" id="v-p83.1" n="57" place="foot"><p class="normal" id="v-p84" shownumber="no">Dass die Chronik des Africanus eine solche enthielt, ist sicher.</p></note></p>

<p class="normal" id="v-p85" shownumber="no">Es erübrigt nun einige Daten in den wiedererkannten beiden Hälften 
der antiochenischen Bischofsliste ins Auge zu fassen.</p>

<p class="normal" id="v-p86" shownumber="no">1) Die nachgewiesenen Irrthümer bei dem Amtsantritt des Maximinus 
und Babylas erklären sich nun von selbst. Theophilus musste schon 2193 Abr. sterben, 
weil der Tod des Soter auf 2189 angesetzt war, ebenso Zebinus erst 2270, weil Sixtus 
H. erst 2271 den Thron bestiegen hat.</p>

<p class="normal" id="v-p87" shownumber="no">2) Schon oben wurde darauf hingewiesen, dass die Ansätze für den 
Amtsantritt des Euodius und Ignatius Schwierigkeiten machen. Es fragt sich, ob sich 
noch ermitteln lässt, was die Quelle darüber enthalten hat. Festzuhalten ist folgendes: 
1) auch diese beiden Ansätze sind an solche römischer Bischöfe angeschlossen und 
zwar in derselben Weise, wie die folgenden antiochenischen, d. h. sie sind ihnen 
nachgestellt, Euodius nach Petrus<note anchored="yes" id="v-p87.1" n="58" place="foot"><p class="normal" id="v-p88" shownumber="no">Also gilt Euodius in derselben Weise als erster Bischof 
Antiochiens wie Petrus als der Rom’s (s. ob. S. 13 Anm. 1).</p></note>, Ignatius nach Linus. 2) Die Zeitdifferenz 
unterscheidet sich von der sonst festgestellten nur um eine Viertel Olympiade. Hieraus 
wird es sehr wahrscheinlich, dass in der Quelle auch diese beiden Bischöfe in das 
Schema eingestellt waren; andrerseits ist es bekannt, dass gerade die Anfänge der 
Ansätze der römischen Liste in der Chronik des Eusebius <pb id="v-Page_27" n="27" />Bedenken erregen, ja an ein er Stelle im 
Arm.<note anchored="yes" id="v-p88.1" n="59" place="foot"><p class="normal" id="v-p89" shownumber="no">Hieron. kommt hier nicht in Betracht.</p></note> entschieden verderbt 
sind.</p>

<p class="normal" id="v-p90" shownumber="no">Zu 2055 Abr. wird die Reise des Petrus nach Rom gestellt; seine 
dortige Amtszeit wird auf XX [sic] Jahre angegeben. Dennoch wird sein Tod erst 
zu Agripp. 23 = 2083<note anchored="yes" id="v-p90.1" n="60" place="foot"><p class="normal" id="v-p91" shownumber="no">In dieses Jahr = 67 p. Chr. setzt Eusebius die neronische 
Verfolgung.</p></note> vermerkt, während die Amtseinsetzung des Linus schon ein Jahr vorher 2082 mitgetheilt ist. So gewiss in diesen Ansätzen von der Textverderbniss abgesehen 
— Willkührlichkeiten 
des Eusebius vorliegen, so wenig Grund lässt sich absehen, warum er .an den für 
Euodius und Ignatius in seiner Quelle angesetzten Daten etwas hätte Andern sollen. 
Rechnet man aber von diesen als festen Punkten nach dem nachgewiesenen Schema rückwärts, 
so ist der Amtsantritt des Petrus in Rom auf 2054 Abr. 38 p. Chr., sein Tod mithin auf 2079 
oder 2080 Abr. = 63 oder 64 p. Chr., der Amtsantritt des Linus auf 2081 = 65 p. Chr. für die Quelle zu datiren. 
Es stellen sich aber so nicht nur die für Linus 
angesetzten 14 Jahre präcis her (2081-2095 Abr.), sondern auch der sonst so unerklärliche 
Ansatz des Eusebius, der zwar für die Amtszeit des Petrus 25 Jahre angibt, aber 
27 Jahre berechnet (2055-2082), wird nun deutlich. Die Quelle hat zwischen Tod 
des Petrus und Amtsantritt des Linus eine Sedisvacanz von ein bis zwei Jahren angenommen, 
Eusebius hat in seinem Ansatz. nach ann. Abr. diese Jahre zur Amtszeit des Petrus 
geschlagen. Hält man diese Vermuthung für begründet, so stellt sich alles her; wir 
erhalten aber zugleich damit die Kunde, dass in der Chronik des Julius Africanus 
die neronische Verfolgung, in welcher auch er den Petrus umkommen lässt, auf ein 
dem J. 63 oder 64 p. Chr. entsprechendes Olympiadenjahr angesetzt gewesen ist. Nimmt 
man an, dass Africanus nach echten Olympiaden gerechnet hat, so wäre das Olymp. 
210, 3 (210, 4), waren seine Olympiaden sog. unechte (julianische <pb id="v-Page_28" n="28" />Schaltperioden), so folgt die Gleichung Olymp. 210, 4 respect. 
211, 1. Es bietet sich durch dieses Datum vielleicht ein Mittel zur Reconstruction 
der von Eusebius benutzten Chronik.</p>

<p class="normal" id="v-p92" shownumber="no">Eine besondere Aufmerksamkeit verdient die Beobachtung, dass der 
Amtsantritt des Asklepiades in der eusebianischen Liste nicht, wie man erwarten 
sollte, eine Olympiade nach dem des römischen Bischof Zephyrin (= 2220 ann. Abr.) angesetzt ist, sondern vielmehr ein Jahr vor dem Amtsantritt des Calixtus, also 
8 Jahre später, während doch noch sein Nachfolger Philetus in das Olympiadenschema 
eingezeichnet ist. Nimmt man an, was das wahrscheinlichere ist, dass Eusebius in 
seiner Quelle einen dem Jahr 2220 Abr. entsprechenden Ansatz vorgefunden hat, so 
dürfte man vermuthen, dass hier endlich eine Art von Ueberlieferung den späteren 
Chronisten geleitet hat. Eben dasselbe wtirde sich aber auch vermuthen lassen, wenn 
der eusebianische Ansatz, was aber unwahrscheinlich ist, der Quelle entnommen ist. 
Indessen gerade das von Eusebius für den Amtsantritt des Asklepiades festgestellte 
Datum lässt sich, wie oben gezeigt, als unrichtig erweisen, und die Ansätze: anni 
Serap. Asklep. = ann. Vict. + Zephyr., anni Asklep. + Philet. = ann. Calixt. Urb. 
machen die Construction auch an diesem Punkte offenbar. Demnach wird sich nur soviel 
festhalten lassen, dass Eusebius eine Ueberlieferung besass, die ihm lehrte, Serapion 
habe noch über das 4. Jahr des Zephyrin hinaus gelebt. Dieser Ueberlieferung gab er Folge, setzte aber nun die Amtszeit des Serapion zu lange an, indem er sie einfach 
in das Schema einordnete, welches er sich für den zweiten Theil seiner Liste zurecht 
gemacht hatte.</p>

<p class="normal" id="v-p93" shownumber="no">Dass Eusebius für die Ansätze von Zebinus ab einige historische Kunde 
besessen hat, geht aus diesen selbst hervor. Hingewiesen sei zum Beweise auf die 
Beobachtung, dass er zwischen Zebinus und Babylas 5 römische Bischöfe übersprungen und dass et Demetrius zwischen Sixtus und Dionysius, <pb id="v-Page_29" n="29" />Domnus zwischen Dionysius und Felix angesetzt hat. Umgekehrt 
ist aber auch die Unzuverlässigkeit des einzelnen Datums evident. Es kann sich daher 
nur um die Frage handeln, an welchen Punkten der Einfluss gesicherterer Ueberlieferungen 
mit einiger Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist. Hier. scheinen zwei Daten der Hervorhebung 
werth: 1) der relative Ansatz für Baby-las (der positive ist zweifellos unrichtig, 
s. ob.), dass er nämlich noch in demselben Jahre abgelöst wurde, in welchem er sein 
Amt antrat. 2) Das Datum für den Amtsantritt des Demetrius; denn es lässt sich 
wenigstens nicht ermitteln, warum dasselbe gerade 2272 Abr. fixirt ist. Ob diese 
Daten aber in der That auf Ueberlieferung beruhen, wird erst später zu bestimmen 
sein. Man könnte nun versucht sein, auch den Ansatz für die Amtsentsetzung des Paulus 
Samos. und den Antritt des Domnus für haltbar zu erklären, da eine römische relative 
Gleichzeitigkeit hier ebenfalls fehlt. Allein die Beobachtung ruft hier Verdacht 
hervor, dass dieser Ansatz genau in die Mitte zwischen die Ansätze für den Amtsantritt 
des Paulus und Timäus (2278, 2283, 2288) gestellt ist. Dieses Datum müsste also 
erst von anderswoher beglaubigt sein, bevor seine Zuverlässigkeit eingeräumt werden 
könnte. Mittel um diese Fragen zu entscheiden, bietet die Chronik weiter nicht. 
Vielleicht ist von der Kirchengeschichte des Ensebius her Hülfe zu erwarten. Hoch 
bevor wir uns dieser zuwenden, wird es nicht überflüssig sein, die antiochenische 
Bischofsliste der Chronik mit der dort verzeichneten alexandrinischen und jerusalemischen 
zu vergleichen. Die Annahme, dass die Chronik des Africanus auch die Reihenfolge 
der Bischöfe Alexandriens enthalten hat, darf nach den bisherigen Ausführungen für 
wahrscheinlich gelten.<note anchored="yes" id="v-p93.1" n="61" place="foot"><p class="normal" id="v-p94" shownumber="no">Dass bereits Hegesipp, Irenäus, Tertullian für die <span class="Greek" id="v-p94.1" lang="EL">διαδοχαί</span> 
der Bischöfe ein Interesse hatten, ist bekannt. Hingewiesen sei aber schon hier 
darauf, dass der antioch. Bischof Theophilus in seiner Chronographie wahrscheinlich eine alexandr. Bischofsliste gegeben hat.</p></note></p><pb id="v-Page_30" n="30" />
<p class="normal" id="v-p95" shownumber="no">Gleich von vornherein sei bemerkt, dass so deutliche Resultate 
wie bei der ersten Vergleichung sich hier nicht ergeben haben. Scharfsichtigere 
Augen, als der Verf. sie hat, werden vielleicht engere Zusammenhänge entdecken, 
und bessere Chronologen, als der Verf. einer ist, werden durch neue Combinationen 
vielleicht zu umfassenderen Ergebnissen kommen. Was der Mittheilung werth ist, ist 
nur folgendes.<note anchored="yes" id="v-p95.1" n="62" place="foot"><p class="normal" id="v-p96" shownumber="no">Erinnert sei, das Eusebius in der Chronik für die alexandrinischen 
Bischöfe ebenso wie für die römischen die Amtsjahre angegeben hat, während
solche bei den jerusalemischen fehlen.</p></note></p>

<p class="normal" id="v-p97" shownumber="no">1) Fest steht, dass Eusebius in der Chronik und Kirchengeschichte 
eine und dieselbe Liste alexandrinischer Bischöfe mit übereinstimmenden Ziffern 
der Amtsjahre zu Grunde gelegt hat. Die Fehler der armenischen Handschriften corrigiren 
sich leicht und sicher nach Hieronymus und den übrigen Zeugen. Nur eine Differenz 
zwischen den Angaben der Chronik und der Kirchengeschichte will Lipsius<note anchored="yes" id="v-p97.1" n="63" place="foot"><p class="normal" id="v-p98" shownumber="no">a. a. O. S. 168 n. 1. S. 186 n. 1.</p></note> nicht corrigirt 
wissen: das ist die Angabe des Arm., Agrippinus habe 9 Jahre regiert. Lipsius urtheilt, 
dass Eusebius diese Zahl in seiner Liste vorgefunden und erst in der Kirchengeschichte 
in ann. XII geändert habe, um mit seinen Rechnungen durchzukommen. Allein diese 
Hypothese ist undurchführbar; denn 1) nicht nur Hieronymus  bietet ann.. XII, was 
nicht durchschlagend ist, sondern 2) der Arm. datirt selbst die Amtszeit des Agrippinus 
von 2185 Abr. — 2197 Abr. Endlich aber 3) — was das wichtigste ist — Agrippinus 
ist gerade der neunte alex. Bischof und die Ordinalzahlen sind in der Chronik verzeichnet. Nur die Ordinalzahl IX und die Zahl der Amtsjahre XII ist mithin hier 
vertauscht. Es ist also im Arm., der an dieser Stelle offenkundig verderbt ist, 
statt: „<span id="v-p98.1" lang="LA">Romanorum ecclesiae XII episcopus constitutus est Agripinus annis IX</span>“ zu 
lesen: „Alexandrinorum ecclesiae IX episcopus constitutus est Agrippinus annis <pb id="v-Page_31" n="31" />XII“. Mithin besteht auch hier keine Differenz. Die von Eusebius 
benutzte Liste alexandrinischer Bischöfe war folgende:</p>

<table border="0" id="v-p98.2" style="width:80%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p98.3" span="1"><col id="v-p98.4" span="1" style="width:50%; vertical-align:top" /><col id="v-p98.5" span="1" style="width:50%; vertical-align:top" /></colgroup>
<tr id="v-p98.6">
<td colspan="1" id="v-p98.7" rowspan="1">1. Anianus XXII J.<note anchored="yes" id="v-p98.8" n="64" place="foot"><p class="normal" id="v-p99" shownumber="no">Arm. XXVI; aber er setzt ihn zwischen 2077 u. 2099 Abr.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p99.1" rowspan="1">9. Agrippinus XII J.<note anchored="yes" id="v-p99.2" n="65" place="foot"><p class="normal" id="v-p100" shownumber="no">S. oben.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p100.1">
<td colspan="1" id="v-p100.2" rowspan="1">2. Abilius XIII J.</td>
<td colspan="1" id="v-p100.3" rowspan="1">10. Julianus X J.</td>
</tr><tr id="v-p100.4">
<td colspan="1" id="v-p100.5" rowspan="1">3. Cerdo XI J.<note anchored="yes" id="v-p100.6" n="66" place="foot"><p class="normal" id="v-p101" shownumber="no">So der Arm. (zugleich 2113-2124 Abr.), Hieron. (aber = 2113-2122 
Abr.) und die Kirchengeschichte, die zwar die Amtsjahre nicht ausdrücklich nennt, 
aber durch ihre Berechnung vom 1. Jahr Nerva’s bis zum 12. Trajan’s mindestens auf 
11 Jahre weist. Es kann nur ein Versehen — allerdings ein verhängnissvolles — sein, 
wenn Lipsius (a. a. O. S. 186 n. 1) schreibt: „Bei Kerdon, wo in der Kirchengeschichte 
die Ziffer fehlt (berechnet sind 11 Jahre), sind mit der Chronik und Hieronymus 
anni X zu lesen“, und demgemäss in seiner Liste auch 10 Jahre für Cerdo ansetzt.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p101.1" rowspan="1">11. Demetrius XLIII J.</td>
</tr><tr id="v-p101.2">
<td colspan="1" id="v-p101.3" rowspan="1">4. Primns (Arm.: Piitus)</td>
<td colspan="1" id="v-p101.4" rowspan="1">12. Heraclas XVI J.</td>
</tr><tr id="v-p101.5">
<td colspan="1" id="v-p101.6" rowspan="1">  XII J.</td>
<td colspan="1" id="v-p101.7" rowspan="1">13. Dionysius XVII J.<note anchored="yes" id="v-p101.8" n="67" place="foot"><p class="normal" id="v-p102" shownumber="no">Hier fehlt im Arm. die Amtszeit (2265-2282 Abr.); aber Hieron: 
ann. XVII; so auch die Kirchengeschichte.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p102.1">
<td colspan="1" id="v-p102.2" rowspan="1">5. Justus XI J.</td>
<td colspan="1" id="v-p102.3" rowspan="1">14. Maximus XVIII J.</td>
</tr><tr id="v-p102.4">
<td colspan="1" id="v-p102.5" rowspan="1">6. Eumenes XIII J.</td>
<td colspan="1" id="v-p102.6" rowspan="1">15. Theonas XIX J.<note anchored="yes" id="v-p102.7" n="68" place="foot"><p class="normal" id="v-p103" shownumber="no">Die Codd. Arm. haben statt der Ordinalzahl: der 15., fälschlich: 
der 17.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p103.1">
<td colspan="1" id="v-p103.2" rowspan="1">7. Marcus X J.<note anchored="yes" id="v-p103.3" n="69" place="foot"><p class="normal" id="v-p104" shownumber="no">Durch ein Versehen fehlt Marcus in den arm. Hddschr. Seine Amtszeit 
ist aber nach diesen selbst auf 10 J. zu berechnen, und soviel Jahre giebt ihm auch 
Hieronymus.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p104.1" rowspan="1">16. Petrus XII J.<note anchored="yes" id="v-p104.2" n="70" place="foot"><p class="normal" id="v-p105" shownumber="no">Die Codd. Arm. haben dieses Datum nicht mehr, da der 
Schluss der Chronik fehlt.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p105.1">
<td colspan="1" id="v-p105.2" rowspan="1">Celadion XIV J.</td>
<td colspan="1" id="v-p105.3" rowspan="1" /></tr></table>


<p class="normal" id="v-p106" shownumber="no">Lipsius (a. a. O.) glaubt nun den Schematismus der ersten 
Hälfte dieser Liste entdeckt zu haben. Der erste Bischof, Anianus, hat 22 Jahre 
erhalten und je zwei der folgenden acht, bis Agrippinus, zusammen 23. Allein dieses 
frappante Resultat ist nur möglich, solange man an den falschen Ansätzen für Cerdo 
und Agrippinus festhält. Corrigirt man diese, so ergibt sich 13 + 11 = 24. 12 
+ 11 = 23. 13 + 10 = 23. 14+ 12 <pb id="v-Page_32" n="32" />= 26. Man mag behaupten, dass auch diese Summen „zu denken geben“; aber sie stimmen doch zu wenig überein, als dass man sicher annehmen könnte, sie 
seien nicht zufällig entstanden.</p>

<p class="normal" id="v-p107" shownumber="no">Der folgenden Tabelle ist die Hypothese zu Grunde gelegt, dass 
auch die alex. Bischöfe in der Chronik des Africanus verzeichnet waren. Desshalb 
sind Olympiadenansätze gewählt und zwar beispielsweise die des Eusebius d. h. julianische 
Schaltperioden. Die Tabelle soll eine Uebersicht über die gegenseitigen Beziehungen 
der drei Listen ermöglichen:</p>

<table border="0" id="v-p107.1" style="width:90%; margin-left:5%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p107.2" span="1"><col id="v-p107.3" span="1" style="width:50%; vertical-align:top" /><col id="v-p107.4" span="1" style="width:50%; vertical-align:bottom" /></colgroup>
<tr id="v-p107.5">
<td colspan="1" id="v-p107.6" rowspan="1">Olymp.</td>
<td colspan="1" id="v-p107.7" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p107.8">
<td colspan="1" id="v-p107.9" rowspan="1">204, 3 Petrus Romam proficiscitur?<br />
205, 3 Euodius Ant. I.<br />
210, 2</td>
<td colspan="1" id="v-p107.12" rowspan="1">Anianus Al. I.</td>
</tr><tr id="v-p107.13">
<td colspan="1" id="v-p107.14" rowspan="1">211, 2 Linus Rm. I.<note anchored="yes" id="v-p107.15" n="71" place="foot"><p class="normal" id="v-p108" shownumber="no">S. oben.</p></note><br />
212, 2 Ignatius Ant. II.<br />
214, 4 Anencletus Rm. II.<br />
215, 4</td>
<td colspan="1" id="v-p108.4" rowspan="1">Abilius Al. II.</td>
</tr><tr id="v-p108.5">
<td colspan="1" id="v-p108.6" rowspan="1">216, 4 Clemens Rm. III.</td>
<td colspan="1" id="v-p108.7" rowspan="1"><br />(219, 2 Cerdo Al, IIL).</td>
</tr><tr id="v-p108.9">
<td colspan="1" id="v-p108.10" rowspan="1">220, 4 Alexander Rm. V.<br />
221, 4 Heron Ant. III.<br />
222, 1</td>
<td colspan="1" id="v-p108.13" rowspan="1">Primus Al. IV.</td>
</tr><tr id="v-p108.14">
<td colspan="1" id="v-p108.15" rowspan="1">(223, 3 Sixtus Rm. VI).<br />
225, 1.</td>
<td colspan="1" id="v-p108.17" rowspan="1">Justus Al. V.</td>
</tr><tr id="v-p108.18">
<td colspan="1" id="v-p108.19" rowspan="1">226, 1 Telesphorus Rm. VII.<br />
227, 1 Cornelius Ant. IV. <br />
228,1</td>
<td colspan="1" id="v-p108.22" rowspan="1">Eumenes Al. VI.</td>
</tr><tr id="v-p108.23">
<td colspan="1" id="v-p108.24" rowspan="1">228, 3 Hyginus Rm. VIII.<br />
229, 3 Pius Rm. IX.<br />
230, 3 Eros Ant. V.<br />
231, 3</td>
<td colspan="1" id="v-p108.28" rowspan="1">Marcus Al. VII.<note anchored="yes" id="v-p108.29" n="72" place="foot"><p class="normal" id="v-p109" shownumber="no">Der Amtsantritt kann auch zu Ol. 231, 2 oder 231, 1 gestanden haben; 
im Arm. fehlt er, wie bemerkt.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p109.1">
<td colspan="1" id="v-p109.2" rowspan="1">(233, 1 Anicet Rm. X).</td>
<td colspan="1" id="v-p109.3" rowspan="1"><br />(233, 4 Celadion Al. VIII).</td>
</tr><tr id="v-p109.5">
<td colspan="1" id="v-p109.6" rowspan="1"><pb id="v-Page_33" n="33" />236, 2 Soter Rm. XI.<note anchored="yes" id="v-p109.7" n="73" place="foot"><p class="normal" id="v-p110" shownumber="no">Der Amtsantritt des Soter ist hier = 2181 Abr. gesetzt; vgl. die 
Nachweisungen oben.</p></note><br />
237, 2 Theophilus Ant. VI.</td>
<td colspan="1" id="v-p110.2" rowspan="1">Agrippinus Al. IX.</td>
</tr><tr id="v-p110.3">
<td colspan="1" id="v-p110.4" rowspan="1">238, 2 Eleutherus Rm. XII. 
<br />239, 2 Maximus Ant. VII.<br />
240,2</td>
<td colspan="1" id="v-p110.7" rowspan="1">Julianus Al. X.</td>
</tr><tr id="v-p110.8">
<td colspan="1" id="v-p110.9" rowspan="1">241, 3 Victor Rm. XIII <br />
242, 3 Serapion Ant. VIII.</td>
<td colspan="1" id="v-p110.11" rowspan="1">Demetrius Al. XI.<note anchored="yes" id="v-p110.12" n="74" place="foot"><p class="normal" id="v-p111" shownumber="no">Eusebius [h. e. VI, 31, 2) erzählt, Africanus theile im Chronicon 
mit, er sei nach Alexandrien gezogen, um den Heraclas zu hören. Natürlich 
war dieser damals noch nicht Bischof (Euseb. VI, 3, 2. VI, 15.</p></note></td>
</tr></table>


<p class="normal" id="v-p112" shownumber="no">Daran wird keinesfalls zu denken sein, dass die Zahlen der 
Amtsjahre der alexandrinischen Bischöfe nach denen der römischen einfach 
angefertigt sind; denn keine Kunst wird hier parallele Verhältnisse ermitteln 
können. Wohl aber fällt in der Anordnung eine gewisse Regelmässigkeit auf, es 
ist namlich angesetzt:</p>

<table border="0" cellpadding="5" id="v-p112.1" style="width:90%; margin-left:5%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p112.2" span="1"><col id="v-p112.3" span="1" style="width:5%; vertical-align:top; text-align:center" />
<col id="v-p112.4" span="1" style="width:20%; vertical-align:top" /><col id="v-p112.5" span="1" style="width:15%; vertical-align:top" />
<col id="v-p112.6" span="1" style="width:5%; vertical-align:top; text-align:center" />
<col id="v-p112.7" span="1" style="width:55%; vertical-align:top" /></colgroup>
<tr id="v-p112.8">
<td colspan="1" id="v-p112.9" rowspan="1">zwischen</td>
<td colspan="1" id="v-p112.10" rowspan="1">Anianus</td>
<td colspan="1" id="v-p112.11" rowspan="1">Al. I</td>
<td colspan="1" id="v-p112.12" rowspan="1">und</td>
<td colspan="1" id="v-p112.13" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p113" shownumber="no">Linus Rm. I 1 Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 4 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p113.1">
<td colspan="1" id="v-p113.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p113.3" rowspan="1">Abilius</td>
<td colspan="1" id="v-p113.4" rowspan="1">Al. II</td>
<td colspan="1" id="v-p113.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p113.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p114" shownumber="no">Clemens Rm. III 1 Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 4 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p114.1">
<td colspan="1" id="v-p114.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p114.3" rowspan="1">Cerdo</td>
<td colspan="1" id="v-p114.4" rowspan="1">Al. III</td>
<td colspan="1" id="v-p114.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p114.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p115" shownumber="no">Alexander Rm. V 1½ Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 8 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p115.1">
<td colspan="1" id="v-p115.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p115.3" rowspan="1">Primus</td>
<td colspan="1" id="v-p115.4" rowspan="1">Al. IV</td>
<td colspan="1" id="v-p115.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p115.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p116" shownumber="no">Sixtus Rm. VI 1½ Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 7 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p116.1">
<td colspan="1" id="v-p116.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p116.3" rowspan="1">Justus</td>
<td colspan="1" id="v-p116.4" rowspan="1">Al. V</td>
<td colspan="1" id="v-p116.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p116.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p117" shownumber="no">Telesphorus Rm VII 1 Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 6 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p117.1">
<td colspan="1" id="v-p117.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p117.3" rowspan="1">Eumenes</td>
<td colspan="1" id="v-p117.4" rowspan="1">Al. VI</td>
<td colspan="1" id="v-p117.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p117.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p118" shownumber="no">Pius Rm. IX 1½ Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 10 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p118.1">
<td colspan="1" id="v-p118.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p118.3" rowspan="1">Marcus</td>
<td colspan="1" id="v-p118.4" rowspan="1">Al. VII</td>
<td colspan="1" id="v-p118.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p118.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p119" shownumber="no">Anicet Rm. X 1½ Olymp. (nach Amtszeiten berechnet aber 12 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p119.1">
<td colspan="1" id="v-p119.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p119.3" rowspan="1">Celadion</td>
<td colspan="1" id="v-p119.4" rowspan="1">Al. VIII</td>
<td colspan="1" id="v-p119.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p119.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p120" shownumber="no">Soter Rm. XI 2½ Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 13 Jahre)</p></td>
</tr><tr id="v-p120.1">
<td colspan="1" id="v-p120.2" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p120.3" rowspan="1">Agrippinus</td>
<td colspan="1" id="v-p120.4" rowspan="1">Al. IX</td>
<td colspan="1" id="v-p120.5" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p120.6" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p121" shownumber="no">Eleutherus Rm: XII 1 Olym. (nach Amtszeiten berechnet aber 7 Jahre).</p></td>
</tr></table>

<pb id="v-Page_34" n="34" />
<p class="normal" id="v-p122" shownumber="no">Niemand wird das Arrangement in diesen Ziffern verkennen können; 
der Chronist hatte zwar, das geht aus der Tabelle deutlich hervor, tiberlieferte 
Zahlen, ausgedruckt in Amtsjahren, aber er hat dieselben kunstvoll angeordnet, indem 
er bestimmte Verhältnisse in ganzen oder halben Olympiaden herzustellen bestrebt 
gewesen ist. Dies war ihm dadurch ermöglicht, dass er bei der Uebertragung der Amtsjahre 
auf seine fortlaufende Zahlenreihe dieselben entweder für voll nehmen oder um eines 
vermehren oder vermindern konnte. Augenscheinlich war ihm daran gelegen, die Amtsantritte 
der Bischöfe, die sich in Rom und Alexandrien entsprechen sollten, möglichst nahe 
zurücken, wobei er durchgehends das Princip verfolgen konnte, je einen alexandrinischen 
Bischof vor einen römischen zu stellen Die beiden ersten Intervalle (berechnet von 
Ol. 210, 2. 215, 4) hat er unbeanstandet gelassen; dagegen beginnen bei dem dritten 
seine Reductionen, die es ihm ermöglichen, nicht nur in einer gewissen Regelmässigkeit 
auszugleichen, sondern auch bei Ansatz 3-5 um durchschnittlich ½ Olymp., bei Ansatz 
6-8 um durchschnittlich eine ganze Olympiade zu kurzen. Die bisher so willkührlich 
scheinenden Daten fur die Amtsantritte der röm. und alex. Bischöfe bei Eusebius 
— dass er nämlich bald die Amtsjahre fur voll nimmt, bald nicht — sind durch diese Nachweisungen befriedigend erklärt 
und damit zugleich die völlige Unzuverlässigkeit dieser Daten zum Ueberfluss noch 
einmal erwiesen. Es stellt aber diese Verknüpfung der alexandrinischen Liste mit 
der römischen nach halben und ganzen Olympiaden, die mindestens bis Julianus (excl) 
reicht, ausser Zweifel, dass wir auch hier das Werk des Gewährsmanns des Eusebius, 
des Julius Africanus, vor uns haben<note anchored="yes" id="v-p122.1" n="75" place="foot"><p class="normal" id="v-p123" shownumber="no">Auf die Ansätze der antiochenischen Liste war ein Einfluss der 
alex. nicht mehr zu erwarten. Nach dem Verhältniss, in welchem letztere zur römischen steht, folgte, dass von den Amtsantritten da antiochenischen Bischöfe (Ignatius–Serapion) 2 gleichzeitig mit alexandrinischen, 3 genau 
um eine Olymp. vorher, 1 genau um 2 Olympiaden nachher angesetzt sind.</p></note>. Lipsius hat vielleicht richtig <pb id="v-Page_35" n="35" />gesehen, dass wir uns erst mit Julianes auf geschichtlichem Boden 
befinden<note anchored="yes" id="v-p123.1" n="76" place="foot"><p class="normal" id="v-p124" shownumber="no">A. a. O. S. 187 not.</p></note>; denn die Amtsantrittsjahre für diesen und für Demetrius können möglicherweise 
auf Ueberlieferung beruhen, obgleich auch hier das Doppelschema:</p>
<div id="v-p124.1" style="margin-left:.75in">
<p class="continue" id="v-p125" shownumber="no">I 236, 2 Soter.<br />   237, 2 Agrippinus, Theophilw.</p>
<p class="continue" id="v-p126" shownumber="no">II 241, 3 Victor.<br />    242, 3 Demetrius, Serapion,</p>
</div>
<p class="continue" id="v-p127" shownumber="no">recht bedenklich erscheint.</p>

<p class="normal" id="v-p128" shownumber="no">2) Nach diesen Ergebnissen scheint es um so auffallender, dass 
irgend eine verfolgbare Beziehung zwischen der jerusalemischen Liste und 
den übrigen nicht ermittelt werden kann. Ueberblickt man den ersten Theil derselben 
bis zum Amtsantritt des 35., des Alexander, nach der Anordnung des Eusebius, so 
ist nur zu constatiren, dass Eusebius den Amtsantritt des Jacobus an den Anfang 
des apostolischen Zeitalters gestellt (2049 ann. Abr.), den zweiten, Simeon, gleichzeitig 
mit Anianus von Alex. (2077 ann. Abr.), den dritten, Justus, gleichzeitig mit dem 
3. antioch. Bischof, Heros (2123) angesetzt hat. Aber von da ab hört jede Beziehung 
auf. Bekanntlich ordnet Eusebius die Bischöfe Nr. 4-9 zusammen zum ann. 2125, die 
Nr. 10-15 nach ann. 2139, die Nr. 17 25 zum ann. 2176, die Nr. 26-34 nach 2200. 
Hier folgt dann die bekannte Bemerkung, dass er nähere Zeitbestimmungen nicht habe 
geben können, „<span id="v-p128.1" lang="LA">eo quod non invenimus integros annos praefecturae</span>.“ Nur für den 16. 
Bischof Marcus, den ersten heidenchristlichen, ist das Jahr (2152 Abr. 20 Hadr.) 
angegeben. Hierfür hat er, wie auch von anderswoher nachweisbar, eine Ueberlieferung 
gehabt. Zu beachten ist nun folgendes: 1) Wenn Eusebius sagt, er habe die 
<span id="v-p128.2" lang="LA">integri 
anni praefecturae</span> nicht ermitteln <pb id="v-Page_36" n="36" />können, so heisst das nicht nur, er habe keine Amtsjahre überliefert 
erhalten, sondern auch, es seien ihm keine Amtsantrittsjahre bekannt geworden. Das 
lehrt sein Verfahren bei der antiochenischen Liste, wo ja auch keine Amtsjahre überliefert 
waren und er trotzdem sich nicht genöthigt wusste, eine ähnliche entschuldigende 
Bemerkung anzubringen. 2) die bei Eusebius trotzdem sich findenden Daten (2125, 
2139, 2176, 2200, 2210, 2231) stehen in keinem festen, nachweisbaren Verhältniss 
zu den Daten der röm., alex. und antioch. Liste, geschweige denn in einem durch 
Olympiadenansätze auszudrückenden. Diese Beobachtungen machen es nach dem obigen 
einigermassen unwahrscheinlich, dass sich in der Chronik des Julius Africanus überhaupt 
ein jerusalemisches Bischofsverzeichniss befunden hat. Es erhält aber diese Vermuthung 
noch von einer anderen Seite her. eine gewisse Bestätigung. Seit der Zerstörung 
unter Titus, noch mehr aber seit der Umnamung der Stadt unter Hadrian, gab es eigentlich 
kein Jerusalem mehr. Die christlichen Bischöfe dort sind Bischöfe der neuen, kleinen 
Stadt Aelia. Der Gedanke, dass Jerusalem nicht mehr existirt, war der Kirche in 
ihrem Verhältniss zum Judenthum im 2. Jahrhundert wichtiger, als der andere, die 
Stätte der grössten Erinnerungen noch zu besitzen. Cäsarea war gewiss seit der Mitte 
des 2. Jahrhundert’s der Vorort von Palästina. Erst in dem Masse, als die Auseinandersetzung 
mit dem Judenthum überhaupt für die Kirche mehr und mehr unnöthig wird und sie, 
weniger behelligt von Polemik, sich d er Pflege ihrer Erinnerungen hingeben kann, 
tritt Aelia als Jerusalem in den Vordergrund. Dies geschah aber nachweisbar erst 
seit dem Ende des 2., Anfang des 3. Jahrhundert’s, und scheint sehr allmählich und 
unter Widerspruch des cäsareensischen Bischofs sich vollzogen zu haben.<note anchored="yes" id="v-p128.3" n="77" place="foot"><p class="normal" id="v-p129" shownumber="no">Vgl. den Canon VII des Concils von Nicäa und die Bemerkungen v. Hefele (Conciliengesch. Bd. 
I [2. Aufl. 1873] S. 403 f.) und Bickell (Gesch. 
des Kirchenrechts. Bd. I. Lief. 2 [ 1849] S. 188 f.). Noch in dem Brief 
des alex. Dionysius an den römischen Stephanus (Euseb. h. e. VII, 5, 1) heisst 
der Bischof Mazabbanes von Jerusalem: <span class="Greek" id="v-p129.1" lang="EL">Μαζαββάνης ἐν Αἰλίᾳ</span>. Das Schreiben 
d. antioch. Synode in Sachen der Häresie des Bischofs Paulus ist nur an die 
Bischöfe Rom’s  und Alex. gerichtet (VII, 30, 1).</p></note> Es kann somit nicht auffallen, ja <pb id="v-Page_37" n="37" />scheint als das natürlichere, dass in einer, z. Z. Elagabal’s geschriebenen Chronik eine jerusalemische Bischofsliste nicht mitgetheilt, respect. 
die Geschichte dieser Kirche nur bis zum Tode des Simeon, des zweiten Bischofs, 
verfolgt war.</p>

<p class="normal" id="v-p130" shownumber="no">Weiteres lässt sich aus der Chronik des Eusebius für die . antiochenische 
Bischofsliste und ihr Verhältniss zu den übrigen Bischofsverzeichnissen nicht feststellen. 
Es erscheint desshalb geboten, sich der Kirchengeschichte des Eusebius zuzuwenden 
und die dort für die antiochenischen Bischöfe gegebenen Daten mit denen in der Chronik 
zu vergleichen. Diese Untersuchung ist nothwendig, um zu ermitteln, was denn überhaupt 
an der ganzen uns überlieferten Geschichte der antiochenischen Bischöfe vor Tyrannus 
für sicher zu halten sei.</p>

<p class="normal" id="v-p131" shownumber="no">Das Namenverzeichniss der antioch. Bischöfe und die Reihenfolge 
derselben sind in der K. G. dieselben wie in der Chronik. Ich gebe nun im folgenden 
eine Tabelle, in welcher auch die chronologischen Daten, welche die Kirchengeschichte bietet, eingetragen sind. Diese Tabelle ist mit den oben S. 11 f. 15 f. gegebenen zu vergleichen.</p>
<p class="center" id="v-p132" shownumber="no"><b>Die antiochenische Bischofsliste in der K.G. des Eusebius.</b></p>
<table border="0" cellspacing="15" id="v-p132.1" style="width:100%; margin-top:9pt; text-align:justify; font-size:medium">
<colgroup id="v-p132.2" span="1"><col id="v-p132.3" span="1" style="width:50%; vertical-align:top" />
<col id="v-p132.4" span="1" style="width:50%; vertical-align:center" /></colgroup>
<tr id="v-p132.5" style="text-align:center">
<th colspan="1" id="v-p132.6" rowspan="1" />
<th colspan="1" id="v-p132.7" rowspan="1">Bemerkungen.</th>
</tr>
<tr id="v-p132.8">
<td colspan="1" id="v-p132.9" rowspan="1">1. III, 21..22. Cerdo Alex. III im 1. Jahr d. Nerva, 
nachdem Abilius Alex. II 13 Jahre regiert hatte. Damals noch in Rom Clemens 
(III). Zu derselben Zeit war in Antiochien, wo Euodius erster Bischof war, 
als zweiter Ignatius bekannt. In Jerusalem damals Simeon (II).</td>
<td colspan="1" id="v-p132.10" rowspan="1">In der Chronik ebenso; nur der Tod des Clemens wird 2110 
Abr. = Domit. XIV gesetzt.</td>
</tr><tr id="v-p132.11">
<td colspan="1" id="v-p132.12" rowspan="1">1. III, 34-36. Clemens Rm. III † i. 3. Jahr Trajan’s  nach 9jähr. Amtszeit. Euarestus Rm. IV. In Jerus. folgt Justus auf Simeon († Trai. imp. Attico [Attio? Zahn, a. a. O. S. 630. PP. App. Opp. fasc. II p. 307] legato: h. e. III, 32, 3). Zu ihrer Zeit waren berühmt . . . ., sowieder noch jetzt bei sehr vielen gefeierte Ignatius, der als zweiter in der von Petrus absteigenden antiochenischen Reihenfolge das 
Bischofsamt inne hatte; <span class="Greek" id="v-p132.13" lang="EL">λόγος δ᾽ ἔχει τοῦτον ἀπὸ Συρίας ἐπὶ τὴν Ῥωμαίων πόλιν ἀναπεμφθέντα θηρίων 
γενέσθαι βορὰν τῆς εἰ Χριστὸν μαρτυρίας ἕνεκεν . . . . .</span> Auf Ignatius folgt Heron.</td>
<td colspan="1" id="v-p132.14" rowspan="1">In der Chronik ebenso, nur wird der Amtsantritt des Justus und 
Heron nebeneinander gestellt.</td>
</tr><tr id="v-p132.15">
<td colspan="1" id="v-p132.16" rowspan="1">1. IV, 19, 20. Nach der 11 jähr. Regierung Anicets, Rm. X, folgt im 8. Jahr des M. Aurel Soter Rm. XI. In Alexandrien folgt nach 14 jähr. Regierung des Celadion VIII Agrippinus IX. Damals war 
auch zu Antiochien Theophilus als 6., von den Aposteln gerechnet, bekannt; Cornelius, der Nachfolger des Heron, war der 4. gewesen und diesem war Eros als 5. gefolgt.</td>
<td colspan="1" id="v-p132.17" rowspan="1">In de; Chronik ist Soter zum 4. Jahr M. Aurels vermerkt, Agrippinus 
u. Theophilus z. 9.</td>
</tr><tr id="v-p132.18">
<td colspan="1" id="v-p132.19" rowspan="1"> IV, 24: Schriften des Theophilus.</td>
<td colspan="1" id="v-p132.20" rowspan="5"> </td>
</tr><tr id="v-p132.21">
<td colspan="1" id="v-p132.22" rowspan="1">1. IV, 24, 3. Auf Theophilus folgte Maximinus als 7. </td>
</tr><tr id="v-p132.23">
<td colspan="1" id="v-p132.24" rowspan="1">1. V, 19, 1. Serapion soll 
(<span class="Greek" id="v-p132.25" lang="EL">κατέχει λόγος</span>) nach Maximin 
<span class="Greek" id="v-p132.26" lang="EL">ἐπὶ τῶν δηλουμένων χρόνων</span> (d. h. in der Zeit des brennenden Kampfes mit dem Montanismus 
z. Z. des Commodus) Bischof gewesen sein.</td>
</tr><tr id="v-p132.27">
<td colspan="1" id="v-p132.28" rowspan="1"><p class="index2" id="v-p133" shownumber="no">1. V, 19, 1 f.: Ein Brief des Serapion, in dem Apolinarius von Hierapolis als schon gestorben erwähnt wird.</p></td>
</tr><tr id="v-p133.1">
<td colspan="1" id="v-p133.2" rowspan="1"><p class="index1" id="v-p134" shownumber="no">V, 22. VI, 12, 1 f.: Schriften des Serapion; 
<pb id="v-Page_39" n="39" />die an Domninus ist z. Z. einer Verfolgung geschrieben.</p></td>


</tr><tr id="v-p134.1">
<td colspan="1" id="v-p134.2" rowspan="1">1. V, 22. Nach der 13jähr. Regierung des Eleutherus Rm. XII folgt 
im 10. J. des Commodus Victor Rm. XIII. In demselben Jahre folgt nach 10jähr. 
Regierung des Julianus Alex. X Demetrius Alex. XI; zu deren Zeit war auch noch der 
oben erwähnte Serapion als der 8. antioch. Bischof bekannt.</td>
<td colspan="1" id="v-p134.3" rowspan="1">Die Chronik lässt Victor im 7. Jahr des Commodus auf Eleutherus 
(15 Jahre), Demetrius im 11. Jahr des Commodus auf Julianus folgen und setzt den 
Amtsantritt des Serapion dem des Demetrius.</td>
</tr><tr id="v-p134.4">
<td colspan="1" id="v-p134.5" rowspan="1">1. VI, 11, 4 Alexander Hieros. XXXV; dann ohne Anknüpfung: In 
Antiochien folgte auf Serapion Asklepiades, ein Confessor aus der Verfolgungszeit. 
Alexander gedenkt seiner Einsetzung in einem Brief an die Antiochener.</td>
<td colspan="1" id="v-p134.6" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p134.7">
<td colspan="1" id="v-p134.8" rowspan="1">1. VI, 21, 1 f. Nach der 18jähr. Regierung Zephyrin’s Rm. XIV 
folgt i. 1. J. Elagabal’s Calixt Rm XV (5 J., dann Urban Rm. XVI. Auf Elagabal’s 
4jähr. Regierung folgt Alexander Sev. <span class="Greek" id="v-p134.9" lang="EL">Ἐν τούτῳ</span> d. h. in der Zeit von Macrinus 
bis Alex. Sev. oder unter diesem) folgt in Antioch. auf Asklepiades Philetus.</td>
<td colspan="1" id="v-p134.10" rowspan="1">Die Chronik lässt Calixt (9 Jahre) im 2 J. d. Caracalla auf die 
12jähr. Regierung Zephyr:n’s folgen. Den Amtsantritt des Philet setzt sie in d. 
6. J d. Caracalla.</td>
</tr><tr id="v-p134.11">

<td colspan="1" id="v-p134.12" rowspan="1">1. VI, 23, 3. Auf die 8jähr. Regierung des Urban Rm. XVI folgt 
Pontianus Rm. XVII, auf Philetus Zebinus. Z. Z. dieser Männer empfängt Origenes 
in Cäsarea die Weihe z. Presbyter.</td>
<td colspan="1" id="v-p134.13" rowspan="1">Die Chronik stellt Pontianus z. ann. 2246, Zebinus 2245 Abr.</td>
</tr><tr id="v-p134.14">
<td colspan="1" id="v-p134.15" rowspan="1">1. VI, 29, 1 f. Unter der Regierung Gordian’s werden nach 6 j“ 
r. Bischofszeit des Pontianus Rm. XVII Anteros und Fabianus (Rm. XVIII, XIX) Bischöfe. 
<span class="Greek" id="v-p134.16" lang="EL">τότε ὸὴ</span> folgt in Antioch. auf Zebinus Babylas, in Alex. nach 43 jähr. Regierung 
des Demetrius XI und nach der des Heraclas XII Dionysius Alex. XIII.</td>
<td colspan="1" id="v-p134.17" rowspan="1">Die Chronik stellt Fabianus (13 Jahre) zu Cord. ann. 1 = 2256, seinen Tod zu 
Philipp. ann. 3 = 2264, den Babylas zu Gall. et Volus. 1 = 2270 (ein Jahr vor den Amtsantritt 
des römischen Sixtus)den Dionysius zu <scripRef id="v-p134.18" osisRef="Bible:Phil.4" parsed="|Phil|4|0|0|0" passage="Philipp. 4">Philipp. 4</scripRef> = 2265.</td>
</tr><tr id="v-p134.19">
<td colspan="1" id="v-p134.20" rowspan="1">1. VI, 39, 2 f. Während der decianischen Verfolgung sterben Fabian 
Rm. XIX und <pb id="v-Page_40" n="40" />Alexander Hieros. XXXV. Dem ebenfalls im Gefängniss verstorbenen Babylas folgt in Antiochien Fabius.</td>
<td colspan="1" id="v-p134.21" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p134.22">
<td colspan="1" id="v-p134.23" rowspan="1"><p class="index2" id="v-p135" shownumber="no">VI, 41, 1 f.: Brief des Dionysius v. Alex. an Fabius v. Antiochien 
über alex. Märtyrer in der decianiechen Verfolgung.</p></td>
<td colspan="1" id="v-p135.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p135.2">

<td colspan="1" id="v-p135.3" rowspan="1"><p class="index2" id="v-p136" shownumber="no">VI, 43, 3 f.: Brief des Cornelius v. Rom an Fabius v. Antioch. betreffs des novatianischen Schisma’s.</p></td>
<td colspan="1" id="v-p136.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p136.2">
<td colspan="1" id="v-p136.3" rowspan="1"><p class="index2" id="v-p137" shownumber="no">VI, 44, 1 f.: Brief des Dionysius v. Alex. an Fabius v. Antioch. 
über Bussdisciplin.</p></td>
<td colspan="1" id="v-p137.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p137.2">
<td colspan="1" id="v-p137.3" rowspan="1"><p class="index2" id="v-p138" shownumber="no">VI, 46, 3 f.: Brief des Dionysius v. Alex. an Cornelius v. Rom, in welchem berichtet ist, dass Demetrius Nachfolger des Fabius in Antiochien geworden sei.</p></td>
<td colspan="1" id="v-p138.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p138.2">
<td colspan="1" id="v-p138.3" rowspan="1">1. VII, 14. Nach Mittheilung des Edict des Gallienus: <span class="Greek" id="v-p138.4" lang="EL">ἐν τούτῳ</span> 
war noch in Rom Sixtus Bischof (XXIII), in Antiochien Demetrianus, der auf Fabius 
gefolgt war, Firmilian in dem cappad. Cäsarea. Auf Mazabbanes Hieros. XXXVI folgte 
Hymenäus Hieros. XXXVII.</td>
<td colspan="1" id="v-p138.5" rowspan="1">Die Chronik stellt das Toleranz-edict zu 2274, Sixtus 2271-2279, Demetrianus 2272-2278.</td>
</tr><tr id="v-p138.6">
<td colspan="1" id="v-p138.7" rowspan="1"><p class="index2" id="v-p139" shownumber="no">VII, 5, 1 f.: Brief des Dionys v. Alex. an Stephanus v. Rom über eine antioch. Synode, der Demetrianus v. Ant. (präsidirt) hat.</p></td>
<td colspan="1" id="v-p139.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p139.2">
<td colspan="1" id="v-p139.3" rowspan="1">1. VII, 27, 1. Nach der 11jähr. Regierung des Sixtus Rm. XXIII 
folgt Dionysius Rm. XXIV; <span class="Greek" id="v-p139.4" lang="EL">ἐν τούτῳ</span> folgt in Antiochien auf Demetrianus Paulus.</td>
<td colspan="1" id="v-p139.5" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p139.6">
<td colspan="1" id="v-p139.7" rowspan="1">1. VII, 28, 3 f. Maximus Alex. XIV im 12. Jahr des Gallienus. 
Nach der 15 jähr. Regierung des Gallienus und der 2jährigen des Claudius folgt der 
Kaiser Aurelianus, <span class="Greek" id="v-p139.8" lang="EL">καθ᾽ δ̓̀ν τελευταίας συγκροτοθείσης 
συνόδου</span> Paulus abgesetzt wird.</td>
<td colspan="1" id="v-p139.9" rowspan="1"><p class="continue" id="v-p140" shownumber="no">Die Chronik setzt den Amtsantritt des Maximus in’s 11. J. d. 
Gallienus = 2282 Abr.</p>
<p class="continue" id="v-p141" shownumber="no">Die Chronik setzt den Amtsantritt des Domnus in d. 12. Jahr d. 
Galliens = 2283 Abr.</p></td>
</tr><tr id="v-p141.1">
<td colspan="1" id="v-p141.2" rowspan="1"><pb id="v-Page_41" n="41" /><p class="index2" id="v-p142" shownumber="no">VII, 30, 1 f.: Die versammelte Synode schreibt an Dionysius v. Rom u. Maximus v. 
Alex. § 17: Mittheilung des Amtsantritt des Domnus, welche Angabe Euseb. § 18 noch einmal wiederholt.</p></td>
<td colspan="1" id="v-p142.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="v-p142.2">
<td colspan="1" id="v-p142.3" rowspan="1">1. VII, 30, 22 f. Für Aurelianus werden 6, für Probus 6, für 
Carus, Carinus, Numerianus nicht volle 3 Jahre angesetzt. Diocletian. Unter diesem 
Verfolgung: Etwas vor diesem (<span class="Greek" id="v-p142.4" lang="EL">μικρῷ τούου πρότερον</span>) folgte auf Dionysius 
Rm. XXIV (9 J.), Felix Rm. XXV (5 J.), dann Eutychianus Rm. XXVI (10 M.), Cajus 
Rm. XXVII (13 J.), Marcellinus Rm. XXVIII, der 
noch die Verfolgung erlebte. <span class="Greek" id="v-p142.5" lang="EL">κατὰ τούστὸς</span> (VII, 32, 2) war in Antiochien nach Domnus Timäus Bischof, dem unser Zeitgenosse Cyrillus folgte. Unter seiner Amtsführung haben wir den Dorotheus kennen gelernt.</td>
<td colspan="1" id="v-p142.6" rowspan="1">Die Chronik setzt Timäus ein Jahr vor Felix und Cyrillus ein Jahr vor Eutychianus.</td>
</tr><tr id="v-p142.7">
<td colspan="1" id="v-p142.8" rowspan="1">1. VII, 32, 4. Auf Cyrillus folgte Tyrannus, 
<span class="Greek" id="v-p142.9" lang="EL">καθ᾽ ὃν ἤκμασεν ἡ τῶν ἐκκλλησιῶν πολιορκία</span>.</td>
</tr></table>

<p class="normal" id="v-p143" shownumber="no">Ein Blick auf diese Tabelle im Gegensatz zu der der Chronik zeigt, 
dass Eusebius hier wirklich genaue Zeitbestitnmungen kaum irgendwo gegeben, dass 
er die Ansätze der Chronik fast durchgehends verlassen und sich mit chronologischen 
Bemerkungen beholfen hat, die, unsicher genug ausgedrückt, selbst in dieser Form 
Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit erregen. Dass ihm auch für die Kirchengeschichte 
kein Verzeichniss antiochenischer Bischöfe mit Angabe der Amtsjahre vorgelegen, 
ist ohne weiteres klar; aber auch fortlaufende Amtsantrittsjahre sind ihm nicht 
überliefert. Wenn er nun trotzdem — diesmal mit unverkennbarer Vorsicht oder Gleichgültigkeit 
— Kaiser- und Bischofsgleichzeitigkeiten für die <pb id="v-Page_42" n="42" />Mehrzahl seit Theophilus anmerkt, so werden diese Ansätze vielleicht 
zum Theil aus Einzelüberlieferungen geschöpft sein, die er theils schriftlich aufgezeichnet 
vorgefunden hat, theils. mündlicher Tradition verdankt.<note anchored="yes" id="v-p143.1" n="78" place="foot"><p class="normal" id="v-p144" shownumber="no">Aus den Untersuchungen 
Reuterdahl’s (De font. hist. eccles. 
Euseb. Londini Goth. 1826 p. 56f) und Rienstra’s (De font., ex quibus hist. 
eccles. opus hausit Euseb. Traiecti ad Rhen. 1833 p. 19) ist hier nichts zu lernen.</p></note> Es wird desshalb geboten 
sein, mit Uebergehung dessen, was Eusebius über die 5 ersten antiochenischen Bischöfe 
bemerkt hat, zunächst die Haltbarkeit seiner Aufstellungen bei den übrigen, soweit 
möglich, zu prüfen. Diese Prüfung wird zugleich dasjenige ergeben, was sich überhaupt 
über die Geschichte der antiochenischen Kirche bis auf Tyrannus feststellen lässt.<note anchored="yes" id="v-p144.1" n="79" place="foot"><p class="normal" id="v-p145" shownumber="no">Eusebius erwähnt den Ignatius als zweiten antioch. Bischof nach den 
Aposteln auch Quaest. ad Stephan. (Mai, Nova patr. biblioth. IV, 1, p. 220, cf. 
Script, vet. nov. coll. I, 1, 2 [bei Zahn, Patr. App. Opp. fasc. II p. 336]). Diese 
Stelle bietet nichts Neues.</p></note></p>

<p class="normal" id="v-p146" shownumber="no">Theophilus (6). Die Zeitangabe über diesen Bischof, den ersten, 
von dem Eusebius etwas Näheres sicher weiss, ist noch ganz unbestimmt gehalten. 
Nach IV, 20 lebte er z. Z. des Soter und Agrippinus; weder sein Amtsantritt noch 
der seines Nachfolgers ist Eusebius bekannt. Aus den Titeln der Bücher des Theophilus, 
die Eusebius gesehen hat (drei Bücher ad Autol. gegen die Ketzerei des Hermogenes — katechetische Schriften gegen Marcion), lässt sich nichts sicheres schliessen. 
Nur das mag bemerkt werden, dass antimontanistische Schriften hier nicht erwähnt 
sind. Dagegen lässt sich aus den uns überlieferten drei Bücher ad Autol. erweisen, 
dass Theophilus mindestens noch im ersten Jahre des Commodus gelebt hat.<note anchored="yes" id="v-p146.1" n="80" place="foot"><p class="normal" id="v-p147" shownumber="no">S. oben S. 13f. Zu beachten ist auch, dass Theophil. (III, 27) 
eine Chronographie des Chryseros citirt, die den Tod des M. Aurelius 
schon enthielt. Also ist es nicht wahrscheinlich, dass er selbst bereits 
im ersten Jahr des Commodus geschrieben hat.</p></note> Dieses 
ist für die antiochenische Chronologie das erste sichere Datum. Der Bischof Theophilus 
von <pb id="v-Page_43" n="43" />Antiochien steht im Lichte der Geschichte. Seine Apologie, aber 
auch seine anderen Schriften, sind weit verbreitet worden und sind sehr bald auch 
in das Abendland gedrungen. Schon Irenäus hat im. 2. Buch unstreitig die Apologie 
oder die Schrift wider Marcion benutzt,<note anchored="yes" id="v-p147.1" n="81" place="foot"><p class="normal" id="v-p148" shownumber="no">Vgl. Otto, Corp. Apologett. T. VIII p. 357; dazu Iren. III, 24, 
1. IV, 7, 4. IV, 20, 1 mit Theoph. II, 10. Iren. IV, 20, 1 mit Theoph.11, 18. Iren, 
fragm. 34 (Stieren, T. I p. 845) mit Theoph. II, 4.</p></note> die Schrift wider Hermogenes ist allem 
Anscheine nach sowohl Tertullian als Hipolyt bekannt gewesen,<note anchored="yes" id="v-p148.1" n="82" place="foot"><p class="normal" id="v-p149" shownumber="no">Vgl. Ztschr. f. d. histor. Theol. 1874 S. 206-208. Man hat vielleicht 
anzunehmen, dass Hermogenes von Antiochien (?) nach Carthago ausgewandert ist.
War Hermogenes um d. J. 206 oder 207 noch in Carthago am Leben, (Uhlhorn, Fundamenta chronol. Tertull. p. 59. 65), so kann er doch sehr wohl schon 20 Jahre 
früher als Häretiker bekannt gewesen sein. Von dem Commentar des Theophilus zu den 
vier Evangelien möchte ich hier schweigen.</p></note> die Apologie hat Novatian sicher gelesen.<note anchored="yes" id="v-p149.1" n="83" place="foot"><p class="normal" id="v-p150" shownumber="no">Beweisend ist hierführ 
schon, was Otto zum 3. Cap. 
des 1. Buchs ad Autol. (n. 3) bemerkt hat.</p></note> An eine chronologische Aufzählung der Werke 
des Theophilus bei Eusebius wird nicht zu denken sein; immerhin aber wird man — die Identität des Hermogenes bei Tertullian und Theophilus vorausgesetzt 
— die Schrift wider diesen lieber vor 
als nach d. J. 181 angesetzt wissen. Jedenfalls erscheint. die Vorstellung des Eusebius, 
Theophilus habe schon geblüht, als Soter und Agrippinus ihr Amt antraten wenn man ihm eine solche zuweisen darf bedenklich: denn 
die Amtszeit des 
antiochenischen Bischofs muss dann auf mindestens 20 Jahre veranschlagt werden. 
Wahrscheinlicher ist es, dass Theophilus und Agrippinus gleichzeitig antraten (so 
die Chronik), etwa um die Mitte der Regierungszeit M. Aurel’s. Sicher bleibt schliesslich 
nur die Bestimmung Commod. I; nur das wird man hinzufügen dürfen, dass der Mangel 
einer Ueberlieferung, Theophilus habe sich am Osterstreit und den montanistischen 
Händeln betheiligt, abräth, seinen Tod allzufern von d. J. 181 zu rücken.</p>

<p class="normal" id="v-p151" shownumber="no">Einen Chronographen Theophilus erwähnt Malal as oftmals<pb id="v-Page_44" n="44" />und zwar mit der höchsten Achtung (p. 29, 4, 59, 17. 85, 9. 157, 
20. 195, 20. 220, 17. 228, 18. 252, 16. 428, 13. 17). Eine Erinnerung an das 2. 
u. 3. Buch ad Autol. und die Erwägung des Inhalts der von Malalas mitgetheilten 
Notizen macht es zweifellos, dass dieser Chronograph identisch ist mit den) antiochenischen 
Bischof, dass aber das Werk desselben nicht identisch gewesen sein kann mit dein 
dritten Buch ad Autol., sondern mit dem von Theoph. ad Autol. II, 28. 30. 
31. III, 19 citirten Werk irepL iatoptwv. Von den genannten Stellen interessirt 
uns hier nur direct die im X. Buch p. 252, 16: 
<span class="Greek" id="v-p151.1" lang="EL">συνέβη δὲ ἐν τοῖς αὐτοῖς χρόνοις 
τελευτῆσαι καὶ Μάρκον τὸν ἀπόστολον ἐν Ἀλεκανδρίᾳ τῇ μεγαλῃ, 
ἐπίσκοπον ὄντα ἐκεῖ καὶ πατριάρχην. καὶ παρέλαβε τὴν ἐπισκοπὴν 
παῤ αὐτοῦ Ἀνιανός, μαθητὴς αὐτοῦ, καθὼς ὁ σοφὸς Θεόφιλος ὁ 
χρονογράφος συνεγράψατο</span>. Fasst man 
als Citat auch nur die Worte, Anianus, der Schüler des Marcus, habe von diesem 
das Bischofsamt überkommen, so bleibt die Notiz schon interessant genug; denn es 
lässt sich aus derselben erschliessen: 1) dass die Chronographic des Theophilus 
eine alexandrinische Bischofs-liste enthalten hat, also doch auch sicher eine antiochenische. 2) Dass die alexandrinische Bischofsliste bei Theophilus 
ebenso begonnen hat, wie bei Eusebius. Hieraus wird noch einmal wahrscheinlich, 
dass die alexandrinische Bischofsliste bei Eusebius die des Julius Africanus ist; 
denn wenn schon unter Marc Aurel (Commodus) ein Antiochener eine alexandrinische 
Bischofsliste mitgetheilt hat (auch Irenäus III, 3, 1 behauptet die successiones 
der kirchlichen Bischöfe zu kennen), so wird Africanus in seinem grossen Werk unter 
Elagabal nicht auf eine solche verzichtet haben. Leider erfahren wir bei Malalas 
nichts über die antiochenische Liste des Theophilus; denn dass die Nachricht über 
Petrus und Euodius, welche Malalas unmittelbar vorher mittheilt, nicht jener entnommen 
ist, scheint offenbar.</p>

<p class="normal" id="v-p152" shownumber="no">Maximinus (7). Wie bemerkt, giebt Eusebius für den Amtsantritt 
dieses Bischofs gar keinen Ansatz; aber er weiss auch schlechterdings 
nichts von ihm. Dagegen besitzen wir <pb id="v-Page_45" n="45" />in der sonst ganz unzuverlässigen Chronik des Eutychius Patriarchen v. Alex., (geschrieben i. J. 937) eine Notiz, die der Beachtung werth 
erscheint.<note anchored="yes" id="v-p152.1" n="84" place="foot"><p class="normal" id="v-p153" shownumber="no">Eutychii Annales edid. Pococke (Oxford 1658) T. I. p. 363 sq.</p></note> Eutychius schreibt: „<span id="v-p153.1" lang="LA">Eo tempore scripsit Demetrius patriarcha Alexandrinus 
ad Gabium (i. e. Caium) Episc. Hierosol., Maximum patriarcham Antioch. et Victorem 
patriarcham Rom. de ratione computi paschalis et ieiunii Christianorum, et quomodo 
a paschate Judaeorum deducatur etc.</span>“ In dieser Angabe ist allerdings die Erwähnung 
des Caius, des 21. jerus. Bischofs, nicht weiter zu controliren; allein das hindert 
nicht, die Glaubwürdigkeit derselben anzuerkennen. Setzt man mit Lipsius die Zeit des Victor auf d. JJ. 189-199 (198), den Amtsantritt des Demetrius aber — gewiss annähernd 
richtig auf die JJ. 189-191, so folgt, dass Maximinus nicht später als c. 198 gestorben, 
Serapion nicht früher als c. 190 Bischof geworden sein kann. Nun bemerkt aber Eusebius, 
dass Serapion zur Zeit des Commodus bereits regiert habe und für diese Kunde beruft 
er sich zum zweiten Mal auf eine Ueberlieferung.<note anchored="yes" id="v-p153.2" n="85" place="foot"><p class="normal" id="v-p154" shownumber="no">Vgl. V, 19, 1. Ueber das <span class="Greek" id="v-p154.1" lang="EL">κατέχει λόγος</span> vgl. 
oben S. 7 Anm. 3.</p></note> Schenkt man ihm hier Glauben, 
so folgt, dass Serapion vor dem 31. Dec. 192 Bischof wurde; dass aber Maximinus 
jedenfalls noch mindestens i. J. 189 Bischof gewesen ist, ergiebt sich aus den Angaben 
des Eutychius. Die Amtszeit des Maximin ist also höchstens von 182-192 anzusetzen. 
Nimmt man an, dass Demetrius bei seinem Amtsantritt sein Schreiben erlassen hat, 
in welchem, wie es scheint, der kleinasiat.- römische Streit noch nicht vorausgesetzt 
war, so könnte Serapion schon i. J. 190 angetreten sein. Es wird also bereits auf 
ungefähr richtiger Ueberlieferung beruhen, wenn der Gewährsmann des Eusebius in 
der Chronik den Amtsantritt des Demetrius und Serapion auf d. J. 190 datirt hat. 
Sein  chronistisches System verlangte die Gleichsetzung. In Wahrheit wird Serapion 
1-2 Jahre nach Demetrius Bischof geworden <pb id="v-Page_46" n="46" />sein. Die Combination der Angaben in der Chronik und der Kirchengeschichte, dass Victor und Demetrius Commod. X (K. G.), Serapion Commod. XI (Chr.) geweiht 
worden seien, führt somit vielleicht auf das Richtige.<note anchored="yes" id="v-p154.2" n="86" place="foot"><p class="normal" id="v-p155" shownumber="no">Vgl. Lipsius, a. a. Ο. S. 172; dort ist das Datum Commodi 
XI für Serapion als sicher vorausgesetzt.— Ob aus der Doctrina Addaei (ed. Philipps 
Cambridge 1876) für den Amtsantritt des Serapion Anhaltspunkte gewonnen werden können, 
ist mir zweifelhaft. Ungenau ist jedenfalls die Angabe des Eusebius V, 22, dass 
Serapion noch zu den Zeiten Victor’s und Demetrius gelebt habe. Die Berechnungen 
früherer Chronologen sind übrigens hier ganz unbrauchbar.</p></note></p>

<p class="normal" id="v-p156" shownumber="no">Serapion (8). Dass dieser dem Eusebius durch seine Schriften 
bekannte Bischof, dessen noch spätere Schriftsteller mit Achtung gedenken<note anchored="yes" id="v-p156.1" n="87" place="foot"><p class="normal" id="v-p157" shownumber="no">Vgl. Socrat, h. e. 1II, 7.</p></note> und der in den Traditionen der edessenischen Kirche eine grosse Rolle spielt,<note anchored="yes" id="v-p157.1" n="88" place="foot"><p class="normal" id="v-p158" shownumber="no">Vgl. die Doctr. Add. Zahn, Gött. Gel. Anz. 1877 St. 6 S. 173. 179.</p></note> nicht 
nur z. Z. der Passahstreitigkeiten und des brennenden Kampfes mit dem Montanismus<note anchored="yes" id="v-p158.1" n="89" place="foot"><p class="normal" id="v-p159" shownumber="no">Wichtig ware es für die Chronologie des Apolinarius v. Hierap. 
und des Montanismus, die Abfassungszeit des Briefs des Serapion zu bestimmen, aus 
welchem Eusebius V, 19 Bruchstücke mitgetheilt hat. Aber leider fehlt sowohl hierzu 
als zur Lösung des Räthsels, welches § 3 bietet, jedes Mittel.</p></note> gelebt hat, sondern auch noch bis an die Grenze des ersten Decenniums des 3. Jahrh. 
gelangt ist, lässt sich erweisen. Der Ansatz der Chronik, dass sein Nachfolger Asklepiades 
im 1. Jahr des Caracalla Bischof geworden, ist allerdings unrichtig<note anchored="yes" id="v-p159.1" n="90" place="foot"><p class="normal" id="v-p160" shownumber="no">S. oben S. 14.</p></note>; aber andrerseits 
beweist die Angabe des Eusebius (VI, 12, 1), dass Serapion an einen gewissen Domninus 
einen Brief geschrieben habe, <span class="Greek" id="v-p160.1" lang="EL">ἐκπεκτωχότα τινὰ παρὰ τὸν 
τοῦ διωγμοῦ καιρὸν ἀπὸ τῆς εἰς Χριστὸν πίστεως ἐπὶ τὴν Ἰουδαϊκὴν 
ἐθελοθρησκείαν</span>,<note anchored="yes" id="v-p160.2" n="91" place="foot"><p class="normal" id="v-p161" shownumber="no">Diese dunklen Worte werden durch eine Erinnerung an Spart. Sept. 17
nicht erhellt.</p></note> dass Serapion die Verfolgung unter Septimius 
noch erlebt hat. Schwere Drangsale mllssen die antiochenische Kirche damals betroffen 
haben; ja man wird aus dem Brief, <pb id="v-Page_47" n="47" />den Alexander an diese Kirche aus dem Gefängniss geschrieben 
hat,<note anchored="yes" id="v-p161.1" n="92" place="foot"><p class="normal" id="v-p162" shownumber="no">Euseb. VI, 11, 5. 6. Der Styl ist interessant. 
<span class="Greek" id="v-p162.1" lang="EL">τῇ μακαρίᾳ ἐκκλησίᾳ 
— ἡ ἁγία τ. Ἀντ. ἐκκλησία 
— κύριοί μου ἀδελφοί</span>.</p></note> schliessen dürfen, dass zwischen Tod des Serapion und Amtsantritt des Asklepiades 
eine Sedisvacanz in Antiochien stattgefunden hat. Da Eusebius in der Chronik es 
vermieden hat, den Asklepiades 4 Jahre nach Zephyrin zu setzen, so wird seine Angabe 
dort ungefähr richtig sein. Asklepiades wird um d. J. 209 das bischöfliche Amt erhalten 
haben.</p>

<p class="normal" id="v-p163" shownumber="no">Asklepiades (9). Für die Amtsdauer dieses Bischofs setzt Eusebius 
in der Chronik 5 Jahre an. In der KG. hat er sich so unklar ausgedrückt, dass man 
nicht sicher erkennen kann, ob er den Tod desselben in die Zeit you Macrinus bis 
Alex. Severus oder in die Regierungszeit des letzteren verlegt. Ersteres ist nur 
dann das wahrscheinlichere, wenn der Ansatz in der Chronik auch nur annähernd richtig 
sein soll. Ob aber Philetus noch unter Caracalla oder bereits unter Elagabal sein 
Amt angetreten hat, lässt sich nicht mehr entscheiden. Die in der KG. angesetzten 
Gleichzeitigkeiten mit römischen Bischöfen geben keinen sicheren Fingerzeig.</p>

<p class="normal" id="v-p164" shownumber="no">Philetus (10). In der Chronik sowohl wie in der KG. wird 
der Nachfolger dieses Bischofs gleichzeitig mit Pontianus gesetzt (die Chronik stellt 
ihn nach ihrem Schema ein Jahr vor diesen); also ist Philetus c. 230 gestorben. 
Näheres ergiebt sich im Folgenden.</p>

<p class="normal" id="v-p165" shownumber="no">Zebinus (11). Bestimmte Angaben macht Eusebius auch über diesen Bischof, der wie sein Nachfolger Babylas 
— aus dem Namen zu schliessen — Syrer von Geburt gewesen ist, nicht. 
Doch scheint derselbe eine längere Zeit regiert zu haben; denn Eusebius, der den 
Amtsantritt des Zebinus mit dem des 17. röm. Bischof in der Chronik ungefähr gleichzeitig 
setzt, datirt seinen Tod ungefähr gleichzeitig mit dem Amtsantritt des 23. Bischofs, 
d. h. in Wahrheit auf d. J. 256. Allein gerade diese Angaben sind sehr unzuverlässig; 
man hat sich hier <pb id="v-Page_48" n="48" />daher lediglich an die KG. zu halten, die den Amtsantritt des 
Babylas allerdings sehr ungenau — gleichzeitig setzt mit der Regierungszeit des 
römischen Fabianus und dem Amtsantritt des alex. Dionysius. Die Regierungszeit des 
ersteren (236-250) gibt einen Spielraum von 14 Jahren; der Amtsantritt des Dionysius 
v. Alex. fällt c. 247, eher später; man wird es deshalb für wahrscheinlich — nicht für sicher 
— halten dürfen, 
dass Zebinus nicht schon unter Gordianus, sondern erst unter Philippus Arabs gestorben 
ist. Für die genauere Bestimmung seines Amtsantrittes wird aber noch folgende Beobachtung 
von Bedeutung sein. Nach Euseb. h. e. VI, 23, 4 empfing Origenes auf seiner Reise 
nach Griechenland in Cäsarea die Presbyterweihe, während Zebinus antiochenischer 
Bischof war. Nun fällt eben dieses Ereigniss sicher noch in die Amtszeit des alex. 
Bischof Demetrius d. h. sicher 1-2 Jahre vor d. J. 232.<note anchored="yes" id="v-p165.1" n="93" place="foot"><p class="normal" id="v-p166" shownumber="no">Auf nähere Bestimmungen der Zeit, in welcher die alex. und römischen 
(unter Pontianus) Synoden gegen Orig. gehalten wurden, wird zu verzichten sein; 
s. die sorgfältigen Untersuchungen von Lipsius, a. a. O. S. 195-197. Noch 
an den Nachfolger des Pontianus Fabianus hat Origenes ein Rechtfertigungsschreiben 
gesandt (Euseb. h. e. VI, 36).</p></note> Mithin ist der Amtsantritt 
des Zebinus entweder auf d. J. 231 oder vielleicht noch um etwas früher zu datiren.</p>

<p class="normal" id="v-p167" shownumber="no">Babylas (12). So unsicher der Amtsantritt dieses Bischofs 
ist, dessen Leben und Martyrium ein Sagenkranz umzieht,<note anchored="yes" id="v-p167.1" n="94" place="foot"><p class="normal" id="v-p168" shownumber="no">So wird bereits von dem Bischof Leontius v. Antioch. (c. ann. 
350) Babylas als derjenige Bischof bezeichnet, der in jener von Euseb. h. e. VI, 
34 berichteten Geschichte die Hauptrolle gespielt hat (Chron. pasch. p. 503 sq.). 
Spätere Legenden von Chrysostomus Zeit ab können hier unerwähnt bleiben, ebenso 
die Acten S. Babylae (Boll. Jan. T. II p. 569 sq). Ueber J u l i a n und the 
Gebeine d. h. Babylas vgl. Rode, Gesch. d. Reaction Kaiser Julian’s (1877) S 73 f.</p></note> so wahrscheinlich ist es, 
dass er bereits z. Z. des Kaiser Philippus Bischof gewesen und so zweifellos, dass 
er in der decianischen Verfolgung nach abgelegtem Bekenntniss im Gefängniss gestorben <pb id="v-Page_49" n="49" />ist.<note anchored="yes" id="v-p168.1" n="95" place="foot"><p class="normal" id="v-p169" shownumber="no">So urtheilt auch Lipsius a, a. 
O. S. 199.</p></note> Nach der Chronik freilich wäre auch sein Amtsantritt 
sicher zu datiren. Schien es doch, als habe Eusebius hier gerade eine Ueberlieferung 
zur Verfügung gehabt, wenn er den Amtsantritt des Fabius noch in dasselbe Jahr setzt, 
in welchem  Babylas den Bischofsstuhl bestiegen hat. Allein dieser Angabe ist nicht 
zu trauen; denn in der Kirchengeschichte verräth Eusebius nichts idavon, dass Babylas 
nur so kurze Zeit — weniger als ein Jahr — regiert habe Lässt er doch die Möglichkeit 
offen, den Babylas sich sogar schon unter Gordianus als Bischof zu denken. Man wird 
desshalb vermuthen dürfen, dass die ’seit der Mitte des 4. Jahrhunderts inachweisbaren 
Legenden, die Babylas in einen Zusammenhang mit dem Kaiser Philippus bringen, einigermassen 
im Rechte sind, und dass der antiochenische Bischof nicht erst unmittelbar vor dem 
Tode des Philippus das Amt angetreten hat, dem er bereits unter Decius (i. J. 250) 
entrissen wurde.</p>

<p class="normal" id="v-p170" shownumber="no">Fabius (13). Dieser Bischof ist neben Serapion die verhältnissmässig 
deutlichste Gestalt in der Reihe der antiochenischen Bischöfe bis auf Tyrannus. 
Sein Antritt fällt in das Jahr 250; die Zeit seines Todes muss aus den sicheren 
Angaben ermittelt werden 1) dass er z. Z. des römischen Cornelius gelebt hat, 2) 
dass Cornelius ihn überlebt hat. Hinzuziehen sind weitere Mittheilungen 1) die im 
Chron. pasch., er habe 3 Jahre regiert, 2) die des Eusebius in der Chronik, aus 
welcher auf eine zweijährige Amtsdauer zu schliessen ist (Aber gleichgesetzt Valer. 
et Gallieno I), 3) die des Eusebius in der Kirchengeschichte, nach welcher z. Z. 
als das Toleranzedict des Gallienus erlassen wurde (i. J. 260) den Stuhl Antiochiens 
Demetrianus, der Nachfolger des Fabius, inne hatte. Dass Fabius z. Z. des Cornelius 
lebte, lehrt der Brief dieses Bischofs an ihn (VI, 43, 3 f.), dass’ Fabius den Cornelius 
nicht überlebt hat, lässt sich aus 2 Briefen des alexandrinischen Dionysius folgern. <pb id="v-Page_50" n="50" />In dem einen (VI, 46, 3 f.) berichtet Dionysius an Cornelius 
unter anderem, dass Fabius gestorben sei, in dem anderen (VII, 5, 1 f.) theilt dieser 
rührige Vermittler dem römischen Stephanus den Ausfall einer antiochenischen Synode 
mit, bei welcher Demetrianus zugegen gewesen. Lipsius hat in sehr gründlicher 
Untersuchung, ohne zunächst auf die antiochenische Chronologie Rücksicht zu nehmen, 
gezeigt,<note anchored="yes" id="v-p170.1" n="96" place="foot"><p class="normal" id="v-p171" shownumber="no">A. a. O. S. 200-210.</p></note> dass Cornelius von Anfang März 251 bis Mitte Juni 253 Bischof gewesen 
ist. In diesen Zeitraum, näher aber in das Jahr 252 oder 253,<note anchored="yes" id="v-p171.1" n="97" place="foot"><p class="normal" id="v-p172" shownumber="no">Denn eine nur einjährige Amtszeit des Fabius ist gänzlich unbezeugt.</p></note> muss der Tod des 
Fabius, des der katharischen Bewegung zugeneigten antiochenischen Bischofs, fallen. 
Der Brief des Cornelius an ihn ist aller Wahrscheinlichkeit nach noch im J. 251 
geschrieben. Der Brief des Dionysius an denselben, dessen Pointe deutlich in §§. 
5 u. 6 (VI, 42) liegt, führt auch nicht über das J. 251 hinaus. Ob das c. 44 von 
Eusebius mitgetheilte Fragment eines Schreibens des Didnysius an Fabius demselben 
Briefe angehört, ist nicht sicher, aber wahrscheinlich. Wenn nun Dionysius in einem 
Briefe an Cornelius berichten kann, dass die Bischöfe Helenus von Tarsus, Firmilianus 
von Kappadocien, Theoktistus von Cäsarea ihn zu einer Synode nach Antiochien eingeladen 
haben, „wo Einige die Spaltung des Novatus in Ansehen bringen wollten“,<note anchored="yes" id="v-p172.1" n="98" place="foot"><p class="normal" id="v-p173" shownumber="no">Nach dem Vorgang Anderer hat Förster (Ztschr. f. d. hist. 
Theol. 1871 S. 60) angenommen, dass die Synode von Novatianern berufen 
worden sei, aber dies ist nicht wahrscheinlich.</p></note> und er in diesem Zusammenhang des Todes des Fabius gedenkt, so wird unzweifelhaft anzunehmen 
sein, dass eben der Tod des Fabius und die Sedisvacanz zu Antiochien jene Bischöfe 
bewogen hat, dort ihre Hebel anzusetzen. Diese Synode, zu der Demetrianus nicht 
eingeladen, der er aber (VII, 5, 1). allem Anschein nach präsidirt hat — sie stellte 
den kirchlichen Frieden im Orient wieder her —, fällt also in das. Todesjahr des 
Fabius. Aber ob sie i. J. 252 oder <pb id="v-Page_51" n="51" />erst 253 abgehalten worden ist, kann nicht mehr sicher ermittelt 
werden. Indess ist hier vielleicht der Angabe der eusebianischen Chronik zu trauen; 
denn, wie oben bemerkt, gibt sie für den Amtsantritt des Demetrianus keine relative 
römische Gleichzeitigkeit. Sie setzt denselben 2272 Abr. = 254 p. Chr. = Valerian und Gallienus I, also in Wahrheit 3-4 Jahre nach dem 
Tode des Babylas.<note anchored="yes" id="v-p173.1" n="99" place="foot"><p class="normal" id="v-p174" shownumber="no">Dieser ist in der Chronik zu spät angesetzt, so dass dort nur 
zwei Jahre für die Amtszeit des Fabius berechnet werden können.</p></note> Nun kann aber Fabius spätestens i. J. 253 gestorben sein und 
gerade drei Jahre werden ihm in Chron. pasch. gegeben. Mithin ist es wahrscheinlich, 
dass Demetrianus zwischen Herbst 252 und Frühling 253 sein Amt angetreten hat.<note anchored="yes" id="v-p174.1" n="100" place="foot"><p class="normal" id="v-p175" shownumber="no">Die politischen Verhältnisse, in welchen sich bald nach der antioclienischen 
Synode Syrien befand, schlossen die Kirche Antiochiens ab gegen die Stürme, aber 
auch gegen die Bewegungen, welche in I dem Zeitraum von 253 bis in die Mitte der 
sechziger Jahre die römisch-griechischen Kirchen betrafen. Daher auch das Schweigen 
der sonst so reichlich fliessenden Quellen über Antiochien.</p></note></p>

<p class="normal" id="v-p176" shownumber="no">Demetrianus (14). Das Toleranzedict des Gallienus (v. 
J. 260) hat nach der Kirchengeschichte dieser Bischof erlebt. Der Amtsantritt 
seines Nachfolgers wird in der Kirchengeschichte durch „<span class="Greek" id="v-p176.1" lang="EL">ἐν τούτῳ</span>“ gleichzeitig gesetzt mit dem des römischen Dionysius; die Chronik, ihrem Schema getreu, stellt 
ihn ein Jahr früher. Darnach wäre Paulus etwa zwischen 257-260 Bischof geworden, 
oder, da Demetrianus noch das Toleranzedict erlebt haben soll, im J. 260. Allein 
letztere Angabe ist ganz unzuverlässig; denn 1) kann dieselbe gar nicht auf direeter 
Ueberlieferung beruhen, 2) soll nach der Kirchengeschichte auch Sixtus von Rom das 
Edict erlebt haben, was nachweisbar falsch ist, 3) stellt die Chronik den Amtsantritt 
des Paulus sogar erst 4 Jahre nach dem Erlass des Edicts, welches sie freilich fälschlich 
auf 2274 Abr. 256 datirt. Man wird also darauf verzichten müssen, den Amtsantritt 
des <pb id="v-Page_52" n="52" />Paulus hier näher bestimmen zu wollen, als auf die Jahre 257-260.</p>

<p class="normal" id="v-p177" shownumber="no">Paulus (15). Die Amtsentsetzung dieses Bischofs setzt die Chronik 
= 
2283 Abr. = 265 p. Chr. = Valer. et. Gallieno XII, die Kirchengeschichte stellt die 
letzte antiochenische Synode in die Regierungszeit des Kaisers Aurelianüs (Juni 
270-275) und theilt zugleich ein Schreiben dieser Synode mit, welches an Dionysius 
von Rom und Maximus von Alexandrien gerichtet ist. Letztere Angabe beweist, dass 
Paulus nicht vor d. J. 264 (265) und nicht später als 268 abgesetzt worden sein 
kann. Allein es ist, nur überwiegend wahrscheinlich, dass Dionysius von Rom schon 
December 268 gestorben ist; möglicherweise ist sein Tod später anzusetzen. Die Angabe 
der Chronik muss nun von vornherein ausser Betracht bleiben, da der Ansatz 2283 
Abr. höchst wahrscheinlich als die Mitte zwischen 2278 (Amtsantritt des Paulus) 
und 2283 (Amtsantritt des Timäus) gewählt ist. Aber auch die Behauptung der Kirchengeschichte, 
die letzte Synode gegen Paulus sei z. Z. Aurelian’s abgehalten worden, erregt gegründeten 
Verdacht; denn sie lässt sich einfach aus dem erklären , was Eusebius VII, 30, 19 
berichten konnte. Mithin ist lediglich bei der chronologischen Notiz zu verharren, 
die dem Eingang des Synodalschreibens entnommen werden kann. Hiezu ist noch folgendes 
zu bemerken: 1) mehrere Synoden haben sich zu Antiochien in aufeinanderfolgenden 
Jahren mit der Sache des Samosateners befasst. 2) Dionysius von Alexandrien ist 
nicht zur letzten, sondern zu. einer früheren eingeladen worden. Mithin kann Paulus 
frühestens 266, wahrscheinlich erst 267 oder 268, spätestens — und dies Datum ist unwahrscheinlich 
— 269 abgesetzt sein. Näheres lässt sich hier 
durch keine Kunst ermitteln. Die Remotion des Bischofs aus dem Kirchenhause erfolgte 
erst einige Jahre später unter Aurelian.<note anchored="yes" id="v-p177.1" n="101" place="foot"><p class="normal" id="v-p178" shownumber="no">In der Hauptsache stimmen diese Ausführungen mit den von Lipsius (a. a. 
O. S. 224-231) gegebenen. Die Wiederlgung der Hypothese v. Gutschmid’s (l. c. p. 24), die letzte antioch. Synode 
habe i. J. 272 stattgefunden, scheint mir gelungen (a. a. O. S. 226 f.). Weiteres 
in dieser Frage s. S. 64.</p></note></p><pb id="v-Page_53" n="53" />
<p class="normal" id="v-p179" shownumber="no">Domnus (16). Timäus (17). Cyrillus (18). Aus der Kirchengeschichte 
lassen sich die Amtszeiten dieser Bischöfe überhaupt nicht näher bestimmen. Sie 
werden mit den römischen Bischöfen Felix, Eutychianus, Cajus, Marcellinus (269-296 
f.) gleichgesetzt. Nach der Chronik ist Timäus zu Felix, Cyrillus zu Eutychianus 
geordnet, aber nach dem bekannten System. Der Ansatz für den Amtsantritt des Ersteren 
ist jedenfalls zu früh; denn es hätte Domnus dann nur bis zum J. 238 (respect. 270) 
gelebt, was unmöglich ist. Der Ansatz für Cyrill wäre nach ann. Abr. auf d. J. 280, 
nach römischer Gleichzeitigkeit auf d. J. 274, nach Kaisergleichzeitigkeit auf d. 
JJ. 279-80 zu berechnen. Man wird also nur soviel hier schliessen dürfen, dass Domnus 
und Timäus nur kürzere Zeit regiert haben, und dass Cyrillus z. Z. des Probus um 
280 sein Amt angetreten hat. Für das Ende dieses Bischofs besitzen wir aber noch 
eine sehr interessante Notiz. Nach Hieronymus folgte Tyrannus ihm im 18. Jahr des 
Kaiser Diocletian (Sept. 301-302), nach Eusebius (Kirchengeschichte) hat nicht mehr 
Cyrillus, sondern sein Nachfolger Tyrannus den eigentlichen Sturm der Verfolgung 
erlebt, d. h. die Schreckenszeit unter Maximinus Daza. Beide sagen nicht, dass Cyrillus 
Märtyrer oder Confessor geworden sei. Dagegen wird in der fassio sanctorum quattuor 
coronatorum<note anchored="yes" id="v-p179.1" n="102" place="foot"><p class="normal" id="v-p180" shownumber="no">Edit. print. bei Mombritius, Sanctuar. I fol. 160. Dann Wattenbach (Wiener SB. Philos.-hist. Klasse 1853. Bd. X S. 115-126 u. bei Büdinger, Unters. z. röm. Kaisergesch. Bd. III 1870 S. 321-338). Dazu v. Karajan (Wiener 
SB. a. a. O. S. 127 f.), Keim (Deutsche Vierteljahrsschr. II. Jahrg. H. 1), Hunziker (bei Büdinger, a. 
a. O. Bd. II S. 149. 263. Bd. III S. 3-11), Benndorf (bei Büdinger, a a. O. Bd. III S. 339-356), Büdinger. (a. 
a. O. Bd. III 
S. 357-379), Duncker (Rhein Mus. f. Philol. Bd. 31 S. 440-445), Mason ( The Persecut. of 
Dioclet. [1876] S. 259-271), vgl. Wattenbach, Geschichtsquellen 1. Bd. 4. Aufl. S. 37 f.</p></note> erzählt, dass die vier Steinmetze in Pannonien, Claudius, Castorius, 
Symphorianus und <pb id="v-Page_54" n="54" />Nicostratus, welche heimlich Christen waren, den Simplicius gewonnen 
hatten, der nach der Taufe begehrte. „<span id="v-p180.1" lang="LA">Et coeperunt quaerere sacerdotem et invenerunt 
episcopum in custoia religatum nomine Cyrillum de Antiochia adductum, pro nomine 
Christi vinctum, qui iam multis verberibus fuerat maceratus per annos tres. Ad 
quem venientes noctu . . . . quem invenerunt in catenis constrictum cum aliis multis 
confessoribus, et ingressi ad beatum Cyrillum, miserunt se ad pedes eins et rogaverunt 
ut baptizaret Simplicium.</span>“ Das folgende ist in diesem Zusammenhang nicht weiter. 
interessant, nur der Schluss ist wieder wichtig: die christlichen Steinmetze starben 
den Märtyrertod (am B. Novemb.), „<span id="v-p180.2" lang="LA">sanctus vero Cyrillus episcopus hoc audiens dum 
esset in carcere, afflixit se et transivit  ad dominum.</span>“<note anchored="yes" id="v-p180.3" n="103" place="foot"><p class="normal" id="v-p181" shownumber="no">Vgl. Wattenbach bei Büdinger, a. a. O. S. 327 f. 
S. 337.</p></note> Es ist hier nicht der 
Ort, zu zeigen, dass das Martyrium der 4 Steinmetze nicht schon auf das J. 294 datirt 
werden darf (so v. Karajan, Keim und früher Hunziker). Hunziker und Mason sind unabhängig von einander übereingekommen, dass die Passio derselben 
in das J. 306 zu verlegen ist. Dagegen hat sieh auch bisher kein Widerspruch erhoben.<note anchored="yes" id="v-p181.1" n="104" place="foot"><p class="normal" id="v-p182" shownumber="no">Auch Büdinger (a. a. O. S. 312 S. 368) 
hat, Hunziker beigestimmt.</p></note> 
Dem Ansatz liegt die Hypothese zu Grunde, dass der antiochenische Bischof Cyrillus 
in Folge des zweiten diocletianischen Edicts v. J. 303 (März?) ad metalla verurtheilt 
worden sei. Diese Hypothese ist in hohem Grade wahrscheinlich, und Hunziker und Mason haben gezeigt, dass die in der Passio geschilderte Situation vortrefflich 
zu dem vorausgesetzten Datum stimmt. Man mag nun über Alter und Glaubwürdigkeit 
dieser merkwürdigen Märtyreracte urtheilen, wie man will die Notiz über Cyrillus 
wird sicherlich zu dem Zuverlässigsten gehören, was sie enthält. Mithin darf als 
sehr wahrscheinlich gelten, dass Cyrillus im Frühjahr <pb id="v-Page_55" n="55" />303 (i. 19. J. Diocl.) nach Pannonien in die kaiserlichen Bergwerke 
deportirt worden und dort nach mehr als dreijährigem Aufenthalt gegen Ende d. J. 
306 als Confessor gestorben ist.<note anchored="yes" id="v-p182.1" n="105" place="foot"><p class="normal" id="v-p183" shownumber="no">Dass Cyrillus am B. Nov. gestorben sei, ist in d. Passio nicht 
gesagt (gegen Hunziker, a. a. O. S. 4.). Benndorf ist geneigt (a. 
a. O. S. 354 f.) als spätesten Termin der passio IV SS. den 25. Juli 306 anzusetzen, 
weil spätestens an diesem Tage die Weihe der römischen Diocletiansthermen stattgefunden 
habe, deren Ausschmückung höchst wahrscheinlich die Arbeiten in den Steinbrüchen 
gelten sollten. Allein da letzteres ganz problematisch ist, so kommt cliesem Schluss 
keine Beweiskraft zu.</p></note> Welch’ eine interessante Parallele zu seinem Vorgänger 
Ignatius! Hier eine Deportation bis nach Rom, dort eine solche bis nach Pannonien! 
Hier eine Verurtheilung ad bestias, dort ad metalla.<note anchored="yes" id="v-p183.1" n="106" place="foot"><p class="normal" id="v-p184" shownumber="no">Uebermetalla u. Verurtheilung ad metalla s. Marquardt, Röm. Staatsverwattung 2. 13d. (1876) S. 252-258. De Rossi, Bullett. 168 p. 17 f. 
Rein i. Teuffel, REncycl. V. S. 140 f. VI S. 1122 f. 2403 f. Digest. XL VIII, 
19, 8, 6. Dionys. Cur. ap. Euseb. h. e. IV, 23, 10. Tertull. Apolog. 12.27. 29. 
39.44. De pudic. 22. Cypr. epp. 76 sq. Dass Cyrillus bis Pannonien geschickt ist, 
hat Nichts auffälliges; s. Digest. XLVIII, 19, 8, 4: „<span id="v-p184.1" lang="LA">metalla autem multa numero 
sunt et quaedam quidem provinciae habent, quaedam non habent; sed quae non  habent, 
in eas provincias mittunt, quae metalla habent</span>“. Wie weit Bischöfe deportirt worden 
sind z. Z. Diocletian’s, darüber s. Euseb. h. e. VIII, 7. VIII, 13, 5.</p></note> Und in beiden Fällen schweigt 
für uns die officielle Tradition.<note anchored="yes" id="v-p184.2" n="107" place="foot"><p class="normal" id="v-p185" shownumber="no">Mit Recht hat Büdinger (a. a. O. S. 373) das Schweigen 
des Eusebius hier auffallend gefunden. „während Eusebius doch eines anderen damaligen 
Geistlichen der Kirche von Antiochia, des Presbyter Dorotheus, mit höchstem Lobe 
gedenke“ (vgl. S. 65).</p></note> Ob Tyrannus (19) schon i. J. 303 — wie Hieronymus 
vorauszusetzen scheint — oder erst 306 Bischof geworden ist, kann nicht mehr entschieden 
werden.</p>

<p class="normal" id="v-p186" shownumber="no">Ich schliesse hieran eine Tabelle, auf welcher die Ansätze der 
Amtsjahre der antiochenischen Bischöfe bei späteren Chronographen verzeichnet 
sind, bei Syncellus (edid. Bonn. 1829), Nicephorus (edit. Bonn. 
1829), beim Verf. d. Chronograph. syntomon v. J. 853 (Euseb. 
(Aron. edid. Schoene Vol. I [1875] App. IV) und bei Eutychius, Patriarchen von Alexandrien (Annal. [ann 937] edid. Pococke, Oxon. 1658):</p>
<pb id="v-Page_56" n="56" />

<table border="0" cellpadding="5" id="v-p186.1" style="width:100%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p186.2" span="1"><col id="v-p186.3" span="1" style="width:20%; vertical-align:top" /><col id="v-p186.4" span="1" style="width:20%; vertical-align:top" />
<col id="v-p186.5" span="1" style="width:5%; vertical-align:top" /><col id="v-p186.6" span="1" style="width:5%; vertical-align:top" />
<col id="v-p186.7" span="1" style="width:10%; vertical-align:top" /><col id="v-p186.8" span="1" style="width:5%; vertical-align:top" />
<col id="v-p186.9" span="1" style="width:35%; vertical-align:top" /></colgroup>
<tr id="v-p186.10" style="text-align:center">
<th colspan="2" id="v-p186.11" rowspan="1">Chronogr. synt.<note anchored="yes" id="v-p186.12" n="108" place="foot"><p class="normal" id="v-p187" shownumber="no">Vgl. Schoene, 1, c. App. p. 74: 
<span class="Greek" id="v-p187.1" lang="EL">εφν ἔτει καὶ γ´ ἔτει Κλαυδίου ἐν Ἀντιοχείᾳ 
ἐπισκόπησαν οὗ̓τοι· ὦν πρῶτος (α) Πέτρος ὁ ἀπόστολος κτλ</span>. Die Liste 
stammt nach v. Gutschmid ex chronico CPano; sie zählt Petrus als ersten, Cyrillus 
mithin als 19. Ueber das Chronogr. überhaupt vgl. Lipsius in d. Theol. Lit-Ztg. 
1876 S. 544 f. u. derselbe, a. a. O. S. 28 f.</p></note></th>
<th colspan="2" id="v-p187.2" rowspan="1">Syncell.<note anchored="yes" id="v-p187.3" n="109" place="foot"><p class="normal" id="v-p188" shownumber="no">Vgl. Dindorf, 1. c. p. 627 sq. <span id="v-p188.1" lang="LA">Petrus apostolorum coryphaeus 
fundata Autiochiae prima ecclesia evangelium praedicaturus Romam profectus est. Idem Romanae simul et Antiochenae ecclesiae ad obitum usque primus 
praefuit.</span> — Die eingeklammerten Zahlen für den ungefähren Amtsantritt der einzelnen 
Bischöfe sind die Jahre p. Chr. n. nach Syncellus. Den Märtyrertod des Ignatius 
setzt Syncellus unter Trajan i. d. J. 96.</p></note></th>
<th colspan="2" id="v-p188.2" rowspan="1">Nicephor.<note anchored="yes" id="v-p188.3" n="110" place="foot"><p class="normal" id="v-p189" shownumber="no">Vgl. Dindorf, 1. c. p. 781 sq. Petrus wird als der 1., Cyrillus mithin 
als der 19. gezählt; dem Petrus sind 11 Jahre angesetzt.</p></note></th>
<th colspan="1" id="v-p189.1" rowspan="1">Eutych.<note anchored="yes" id="v-p189.2" n="111" place="foot"><p class="normal" id="v-p190" shownumber="no">Vgl. Pococke, l. c. T. I, p. 327 sq. Petrus setzt den Euodius 
ein, der übrigens hier Arcadius heisst.</p></note></th>
</tr><tr id="v-p190.1">
<td colspan="1" id="v-p190.2" rowspan="1">1. Euodius</td>
<td colspan="1" id="v-p190.3" rowspan="1">27 (<span class="Greek" id="v-p190.4" lang="EL">ἐπὶ Δομετιανοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p190.5" rowspan="1">29</td>
<td colspan="1" id="v-p190.6" rowspan="1">(50)</td>
<td colspan="1" id="v-p190.7" rowspan="1">23</td>
<td colspan="1" id="v-p190.8" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p190.9" rowspan="1">27</td>
</tr><tr id="v-p190.10">
<td colspan="1" id="v-p190.11" rowspan="1">2. Ignatius</td>
<td colspan="1" id="v-p190.12" rowspan="1">32 (<span class="Greek" id="v-p190.13" lang="EL">ἐὶ Τραῖανοῦ ὁ μάρτυς</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p190.14" rowspan="1">20</td>
<td colspan="1" id="v-p190.15" rowspan="1">(64)</td>
<td colspan="1" id="v-p190.16" rowspan="1">4<note anchored="yes" id="v-p190.17" n="112" place="foot"><p class="normal" id="v-p191" shownumber="no"><span class="Greek" id="v-p191.1" lang="EL">Ἰγνάτιος ὁ θεοφόρος, ὁ ἐπὶ Τραϊανοῦ μαρτυήσας ἐν Ῥώμῃ, ἔτη δ´</span>.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p191.2" rowspan="1">(30)</td>
<td colspan="1" id="v-p191.3" rowspan="1">?<note anchored="yes" id="v-p191.4" n="113" place="foot"><p class="normal" id="v-p192" shownumber="no">Unter Trajan in Rom Märtyrer.</p></note> (s. Traiano)</td>
</tr><tr id="v-p192.1">
<td colspan="1" id="v-p192.2" rowspan="1">3. Heron</td>
<td colspan="1" id="v-p192.3" rowspan="1">20 (<span class="Greek" id="v-p192.4" lang="EL">ἐ. τ. αὐτοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p192.5" rowspan="1">20</td>
<td colspan="1" id="v-p192.6" rowspan="1">(95)</td>
<td colspan="1" id="v-p192.7" rowspan="1">10</td>
<td colspan="1" id="v-p192.8" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p192.9" rowspan="1">20 (Trai. VI).</td>
</tr><tr id="v-p192.10">

<td colspan="1" id="v-p192.11" rowspan="1">4. Cornelius</td>
<td colspan="1" id="v-p192.12" rowspan="1">14 (<span class="Greek" id="v-p192.13" lang="EL">ἐ. Ἀδριανοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p192.14" rowspan="1">13</td>
<td colspan="1" id="v-p192.15" rowspan="1">(109)</td>
<td colspan="1" id="v-p192.16" rowspan="1">13</td>
<td colspan="1" id="v-p192.17" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p192.18" rowspan="1">16 (Hadr. IX).</td>
</tr><tr id="v-p192.19">
<td colspan="1" id="v-p192.20" rowspan="1">5. Eros</td>
<td colspan="1" id="v-p192.21" rowspan="1">26</td>
<td colspan="1" id="v-p192.22" rowspan="1">26</td>
<td colspan="1" id="v-p192.23" rowspan="1">(121)</td>
<td colspan="1" id="v-p192.24" rowspan="1">26</td>
<td colspan="1" id="v-p192.25" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p192.26" rowspan="1">12 (Anton. XV)<note anchored="yes" id="v-p192.27" n="114" place="foot"><p class="normal" id="v-p193" shownumber="no">Er heisst Agrabius. Natürlich ist Ant. IV zu lesen.</p></note>.</td>
</tr><tr id="v-p193.1">
<td colspan="1" id="v-p193.2" rowspan="1">6. Theophilus</td>
<td colspan="1" id="v-p193.3" rowspan="1">14 (<span class="Greek" id="v-p193.4" lang="EL">ἐ. Ἀντωνίνου</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p193.5" rowspan="1">3</td>
<td colspan="1" id="v-p193.6" rowspan="1">(153)</td>
<td colspan="1" id="v-p193.7" rowspan="1">13</td>
<td colspan="1" id="v-p193.8" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p193.9" rowspan="1">21(Anton. XVI).</td>
</tr><tr id="v-p193.10">
<td colspan="1" id="v-p193.11" rowspan="1">7. Maximinus</td>
<td colspan="1" id="v-p193.12" rowspan="1">14 (<span class="Greek" id="v-p193.13" lang="EL">ἐ. τ. αὐτοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p193.14" rowspan="1">13<note anchored="yes" id="v-p193.15" n="115" place="foot"><p class="normal" id="v-p194" shownumber="no">Derselbe wird zweimal (p. 667 u. p. 668) aufgeführt, sowohl 
z. ann. 165. als z. 172. Serapion wird dreimal (z. ann 172, ann. 185 u. ann. 210) 
genannt (p. 668, p. 670 u. p. 673); Babylas zweimal (p. 681 u. p. 683); Fabius zweimal 
(p, 683 u. p. 705); Domnus zweimal (p.714 u.722). Das zweite Mal ist vielleicht 
„Timäus“ zu lesen(?), der bei Syncellus fehlt. Cyrillus zweimal (p. 722 u. p. 725). 
Cyrillus wird fälschlich als der 17. gezählt.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p194.1" rowspan="1">(165) (172)</td>
<td colspan="1" id="v-p194.2" rowspan="1">13</td>
<td colspan="1" id="v-p194.3" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p194.4" rowspan="1">9 (Aurel. XV).</td>
</tr><tr id="v-p194.5">
<td colspan="1" id="v-p194.6" rowspan="1">8. Serapion</td>
<td colspan="1" id="v-p194.7" rowspan="1">25 (<span class="Greek" id="v-p194.8" lang="EL">ἐ. Οὐήρου</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p194.9" rowspan="1">25</td>
<td colspan="1" id="v-p194.10" rowspan="1">(172) (185)</td>
<td colspan="1" id="v-p194.11" rowspan="1">25</td>
<td colspan="1" id="v-p194.12" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p194.13" rowspan="1">10 (Commod. V).</td>
</tr><tr id="v-p194.14">
<td colspan="1" id="v-p194.15" rowspan="1">9. Asklepiades</td>
<td colspan="1" id="v-p194.16" rowspan="1">9 (<span class="Greek" id="v-p194.17" lang="EL">ἐ. τ. αὐτοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p194.18" rowspan="1">9</td>
<td colspan="1" id="v-p194.19" rowspan="1">(210)</td>
<td colspan="1" id="v-p194.20" rowspan="1">9</td>
<td colspan="1" id="v-p194.21" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p194.22" rowspan="1">9 (Septim. III).</td>
</tr><tr id="v-p194.23">
<td colspan="1" id="v-p194.24" rowspan="1">10. Philetus</td>
<td colspan="1" id="v-p194.25" rowspan="1">10 (<span class="Greek" id="v-p194.26" lang="EL">ἐ. Ἀντιονίνου ἄλλου</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p194.27" rowspan="1">8</td>
<td colspan="1" id="v-p194.28" rowspan="1">(215)</td>
<td colspan="1" id="v-p194.29" rowspan="1">8</td>
<td colspan="1" id="v-p194.30" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p194.31" rowspan="1">13 (Septim. XII).</td>
</tr><tr id="v-p194.32">
<td colspan="1" id="v-p194.33" rowspan="1">11. Zebinus</td>
<td colspan="1" id="v-p194.34" rowspan="1">6 (<span class="Greek" id="v-p194.35" lang="EL">ἐ. Ἀλεξάνδρου</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p194.36" rowspan="1">6</td>
<td colspan="1" id="v-p194.37" rowspan="1">(228)</td>
<td colspan="1" id="v-p194.38" rowspan="1">6</td>
<td colspan="1" id="v-p194.39" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p194.40" rowspan="1">9 (Elagab. II).</td>
</tr><tr id="v-p194.41">
<td colspan="1" id="v-p194.42" rowspan="1">12. Babylas</td>
<td colspan="1" id="v-p194.43" rowspan="1">13 (<span class="Greek" id="v-p194.44" lang="EL">ἐ. Νουμερ. κ. Γορδιανοῦ</span>).<note anchored="yes" id="v-p194.45" n="116" place="foot"><p class="normal" id="v-p195" shownumber="no">v. Gutschmid: Numerianum addit ex Actis quibusdam S. Babylae.</p></note></td>
<td colspan="1" id="v-p195.1" rowspan="1">13</td>
<td colspan="1" id="v-p195.2" rowspan="1">(231) (237)</td>
<td colspan="1" id="v-p195.3" rowspan="1">13</td>
<td colspan="1" id="v-p195.4" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p195.5" rowspan="1">8 (Alex. Sev. VIII).</td>
</tr><tr id="v-p195.6">
<td colspan="1" id="v-p195.7" rowspan="1">13. Fabius</td>
<td colspan="1" id="v-p195.8" rowspan="1">9 (<span class="Greek" id="v-p195.9" lang="EL">ἐ. Φιλίππου κ. Δεκίου</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p195.10" rowspan="1">9</td>
<td colspan="1" id="v-p195.11" rowspan="1">(244) (246)</td>
<td colspan="1" id="v-p195.12" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p195.13" rowspan="1">9</td>
<td colspan="1" id="v-p195.14" rowspan="1">11 (Gordian. I).</td>
</tr><tr id="v-p195.15">
<td colspan="1" id="v-p195.16" rowspan="1">14. Demetrianus</td>
<td colspan="1" id="v-p195.17" rowspan="1">4 (<span class="Greek" id="v-p195.18" lang="EL">ἐ. Γάλλου κ. Οὐαλλεριανοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p195.19" rowspan="1">4</td>
<td colspan="1" id="v-p195.20" rowspan="1">(248)</td>
<td colspan="1" id="v-p195.21" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p195.22" rowspan="1">4</td>
<td colspan="1" id="v-p195.23" rowspan="1">8<note anchored="yes" id="v-p195.24" n="117" place="foot"><p class="normal" id="v-p196" shownumber="no">Im ersten Jahr des „Galius und Julianus.“</p></note></td>
</tr><tr id="v-p196.1">
<td colspan="1" id="v-p196.2" rowspan="1">15. Paulus</td>
<td colspan="1" id="v-p196.3" rowspan="1">8 (<span class="Greek" id="v-p196.4" lang="EL">ἐ. Αυρηλίου</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p196.5" rowspan="1">8</td>
<td colspan="1" id="v-p196.6" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p196.7" rowspan="1">8</td>
<td colspan="1" id="v-p196.8" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p196.9" rowspan="1">8<note anchored="yes" id="v-p196.10" n="118" place="foot"><p class="normal" id="v-p197" shownumber="no">Paulus ist nach Timotheus (= Timäus) gestellt zum 1. Jahr des 
Claudius.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p197.1">
<td colspan="1" id="v-p197.2" rowspan="1">16. Domnus</td>
<td colspan="1" id="v-p197.3" rowspan="1">3 (<span class="Greek" id="v-p197.4" lang="EL">ἐ. τ. αὐτοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p197.5" rowspan="1">3</td>
<td colspan="1" id="v-p197.6" rowspan="1">(264)</td>
<td colspan="1" id="v-p197.7" rowspan="1">2</td>
<td colspan="1" id="v-p197.8" rowspan="1">(3)</td>
<td colspan="1" id="v-p197.9" rowspan="1">3<note anchored="yes" id="v-p197.10" n="119" place="foot"><p class="normal" id="v-p198" shownumber="no">Im ersten Jahr des „Alerianus“.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p198.1">
<td colspan="1" id="v-p198.2" rowspan="1">17. Timäus</td>
<td colspan="1" id="v-p198.3" rowspan="1">3 (<span class="Greek" id="v-p198.4" lang="EL">ἐ. Πρόβου κ. Κάρου</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p198.5" rowspan="1">(3)</td>
<td colspan="1" id="v-p198.6" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p198.7" rowspan="1">10</td>
<td colspan="1" id="v-p198.8" rowspan="1">(3)</td>
<td colspan="1" id="v-p198.9" rowspan="1">3<note anchored="yes" id="v-p198.10" n="120" place="foot"><p class="normal" id="v-p199" shownumber="no">Im zwölften Jahr des „Alerianus“.</p></note></td>
</tr><tr id="v-p199.1">
<td colspan="1" id="v-p199.2" rowspan="1">18. Cyrillus</td>
<td colspan="1" id="v-p199.3" rowspan="1">15 (<span class="Greek" id="v-p199.4" lang="EL">ἐπὶ Διοκλητιανοῦ</span>).</td>
<td colspan="1" id="v-p199.5" rowspan="1">15</td>
<td colspan="1" id="v-p199.6" rowspan="1">(264)</td>
<td colspan="1" id="v-p199.7" rowspan="1">15</td>
<td colspan="1" id="v-p199.8" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="v-p199.9" rowspan="1">15<note anchored="yes" id="v-p199.10" n="121" place="foot"><p class="normal" id="v-p200" shownumber="no">Im zweiten Jahr des „Marunus“. Euris d. h. Tyrannus wird in’s 10. Jahr Diocletian’s gesetzt.</p></note></td>
</tr></table>
<pb id="v-Page_57" n="57" />
<p class="normal" id="v-p201" shownumber="no">Die Listen des Syncellus und Nicephorus sind ohne Zweifel dieselben; 
den 4 = <span class="Greek" id="v-p201.1" lang="EL">Δ´</span> ist einfach in 30 = <span class="Greek" id="v-p201.2" lang="EL">Λ´</span> zu corrigiren. Welche Zahl bei Euodius die ursprüngliche. 
ist, ist zunächst nicht zu ermitteln; für Domnus Amtszeit sind bei Nicephorus die 
zwei Jahre in drei zu ändern. Auch die Liste des Chronogr. synt. geht auf dieselbe 
Quelle zurück; somit wird, da hier auch Eutychius dieselbe Zahl bietet, bei Nicephorus 
die Zahl 10 = <span class="Greek" id="v-p201.3" lang="EL">Ι´</span> für Timäus in 3 = <span class="Greek" id="v-p201.4" lang="EL">Γ´</span> zu corrigiren sein. Demnach stimmen das Chronogr., 
Syncellus, Nicephorus von Zebinus an bis zum Schluss, ausser dem bei Asklepiades, 
Serapion, Eros, Heron, überein. Bei Cornelius, Theophilus, Maximinus hat das Chronogr. 
ein Jahr, bei Ignatius und Philetus zwei Jahre mehr als die anderen beiden, bei Euodius gehen sie alle drei auseinander.</p>
<pb id="v-Page_58" n="58" />
<p class="normal" id="v-p202" shownumber="no">Das Verzeichniss des Eutychius scheint auf den ersten Blick auf 
eine andere Quelle zurückzugehen. Nur in den 4 letzten Daten beim 3. und 9. stimmt 
es mit allen übrigen, beim 1. mit dem Chronogr. syntom. Dennoch ist zu vermuthen, 
dass ihm dieselben Ansätze zu Grunde liegen. Schon die Uebereinstimmung von 7 Daten 
unter 17 ist bemerkenswerth; man darf aber weiter auch nicht vergessen, dass die 
bei Pococke genannten Zahlen aus dem Arabischen, diese aus dem Griechischen 
stammen. Wie viel Fehler konnten sich da nicht einschleichen! Einige lassen sich 
vielleicht jetzt noch ermitteln; ja ihre Aufdeckung kann zur Schlichtung des häuslichen 
Streites zwischen dem Chronogr. syntomon und Syncellus etwas beitragen. So bietet 
Eut. Nr. 12 8 Jahre = <span class="Greek" id="v-p202.1" lang="EL">Η´</span>, doch wohl entstellt aus <span class="Greek" id="v-p202.2" lang="EL">ΙΓ´</span>; so weiter Nr. 10 13 Jahre = 
<span class="Greek" id="v-p202.3" lang="EL">ΙΓ´</span> d. h. möglicherweise <span class="Greek" id="v-p202.4" lang="EL">Η´</span>; also ist es wahrscheinlich, dass Syncellus und nicht 
das Chronogr. syntomon hier im Rechte ist. Nr. 6 21 Jahre = <span class="Greek" id="v-p202.5" lang="EL">Κ Α´</span>, vielleicht 
ist das <span class="Greek" id="v-p202.6" lang="EL">Α</span> aus <span class="Greek" id="v-p202.7" lang="EL">Δ</span> entstellt, dann böte das Chronogr. die richtige Zahl. Doch genug mit 
diesen Möglichkeiten; jedenfalls ist das Verzeichniss der Amtsjahre, welches Eutychius 
bietet, nicht weiter zu brauchen. Man hat sich lediglich an die von den .drei anderen 
gebotene Liste zu halten.</p>

<p class="normal" id="v-p203" shownumber="no">In sechs Ziffern unterschieden sich Syncellus und das Chronogr. 
Von diesen ist für die Amtszeit des Euodius die Zahl 27 als die richtige durch Eutychius 
gewährleistet. Fur die Amtszeit des Philetus scheint die Zahl 8, für die des Theophilus 
die Zahl 14 die ursprüngliche. Die Urliste (A) wird also folgende Amtszeiten enthalten 
haben:</p>

<table border="0" cellpadding="5" id="v-p203.1" style="width:80%; margin-left:10%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="v-p203.2" span="1"><col id="v-p203.3" span="1" style="width:60%" />
<col id="v-p203.4" span="1" style="width:20%; text-align:center" /><col id="v-p203.5" span="1" style="width:5%" /><col id="v-p203.6" span="1" style="width:15%" /></colgroup>
<tr id="v-p203.7">
<td colspan="1" id="v-p203.8" rowspan="1">1) Euodius 27.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.9" rowspan="1">(Eus. Chronik)</td>
<td colspan="1" id="v-p203.10" rowspan="11"> </td>
<td colspan="1" id="v-p203.11" rowspan="1">27 J.</td>
</tr><tr id="v-p203.12">

<td colspan="1" id="v-p203.13" rowspan="1">2) Ignatius 32 (30).</td>
<td colspan="1" id="v-p203.14" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.15" rowspan="1">38 „</td>
</tr><tr id="v-p203.16">

<td colspan="1" id="v-p203.17" rowspan="1">3) Heron 20.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.18" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.19" rowspan="1">21 „</td>
</tr><tr id="v-p203.20">
<td colspan="1" id="v-p203.21" rowspan="1">4) Cornelius 13 (14).</td>
<td colspan="1" id="v-p203.22" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.23" rowspan="1">14 „</td>
</tr><tr id="v-p203.24">
<td colspan="1" id="v-p203.25" rowspan="1">5) Eros 26.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.26" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.27" rowspan="1">27 „</td>
</tr><tr id="v-p203.28">
<td colspan="1" id="v-p203.29" rowspan="1">6) Theophilus 14 (13).</td>
<td colspan="1" id="v-p203.30" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.31" rowspan="1"> 8 „</td>
</tr><tr id="v-p203.32">
<td colspan="1" id="v-p203.33" rowspan="1">7) Maximinus 14 (13).</td>
<td colspan="1" id="v-p203.34" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.35" rowspan="1">13 „</td>
</tr><tr id="v-p203.36">
<td colspan="1" id="v-p203.37" rowspan="1">8) Serapion 25.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.38" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.39" rowspan="1">20 „</td>
</tr><tr id="v-p203.40">
<td colspan="1" id="v-p203.41" rowspan="1"><pb id="v-Page_59" n="59" />9) Asklepiades 9.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.42" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.43" rowspan="1"> 5 „</td>
</tr><tr id="v-p203.44">
<td colspan="1" id="v-p203.45" rowspan="1">10) Philetus 8.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.46" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.47" rowspan="1">12 „</td>
</tr><tr id="v-p203.48">
<td colspan="1" id="v-p203.49" rowspan="1">11) Zebinus 6.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.50" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.51" rowspan="1">25 „</td>
</tr><tr id="v-p203.52">
<td colspan="1" id="v-p203.53" rowspan="1">12) Babylas 13.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.54" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.55" rowspan="2" style="vertical-align:center; font-size:x-large">{</td>
<td colspan="1" id="v-p203.56" rowspan="2" style="vertical-align:center"> 2 „</td>
</tr><tr id="v-p203.57">
<td colspan="1" id="v-p203.58" rowspan="1">13) Fabius 9.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.59" rowspan="1">„</td>
</tr><tr id="v-p203.60">
<td colspan="1" id="v-p203.61" rowspan="1">14) Demetrianus 4.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.62" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.63" rowspan="5"> </td>
<td colspan="1" id="v-p203.64" rowspan="1"> 6 „</td>
</tr><tr id="v-p203.65">
<td colspan="1" id="v-p203.66" rowspan="1">15) Paulus 8.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.67" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.68" rowspan="1"> 5 „</td>
</tr><tr id="v-p203.69">
<td colspan="1" id="v-p203.70" rowspan="1">16) Domnus 3.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.71" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.72" rowspan="1"> 6 „</td>
</tr><tr id="v-p203.73">
<td colspan="1" id="v-p203.74" rowspan="1">17) Timäus</td>
<td colspan="1" id="v-p203.75" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.76" rowspan="1"> 9 „</td>
</tr><tr id="v-p203.77">
<td colspan="1" id="v-p203.78" rowspan="1">18) Cyrillus 15.</td>
<td colspan="1" id="v-p203.79" rowspan="1">„</td>
<td colspan="1" id="v-p203.80" rowspan="1">22 „</td>
</tr></table>

<p class="normal" id="v-p204" shownumber="no">Die Summe dieser Zahlen ist = 250, resp. 245J. Vom 18. Jahr Diocletian’s 
an gerechnet führt das auf d. J. 57 resp. 52 p. Chr. n. zurück; vom 10. Jahr Diocletian’s 
an auf d. J. 49 resp. 44. Mit diesen Daten ist aber nichts gewonnen. Ebensowenig 
verrathen die angegebenen Kaisergleichzeitigkeiten zunächst irgendwie, dass ihnen 
richtige historische Erinnerungen zu Grunde liegen. Am wenigsten ist mit den Ansätzen 
des Syncellus anzufangen; aber auch die des Eutychius geben ihnen wenig nach. Um 
so mehr fallen gewisse Uebereinstimniungen zwischen den Zeugen auf. So setzen alle 
den Tod des Ignatius unter Trajan, den Cornelius unter Hadrian (Chronogr. Eutych.), 
den Theophilus unter Antoninus (Chronogr., Eutych.) u. s. w. Bedeutungsvoller ist 
es, dass alle drei den Tod des Babylas zu früh setzen; das Chronogr. z. Z. Gordian’s, 
z. Z. desselben, wie es scheint, auch Syncellus; Eutychius sogar schon unter Maximinus.<note anchored="yes" id="v-p204.1" n="122" place="foot"><p class="normal" id="v-p205" shownumber="no">L. c. p. 384: Nach dem Bericht über den Tod des Babylas unter 
Maximin fährt Eutych. fort: „<span id="v-p205.1" lang="LA">Narcissus ergo episc. Hierosol. audito interfectum 
esse Babilam Patriarcham Antiochenum fuga prolapsus cathedram deseruit. Anno igitur 
imperio ipsius (scil. Maximini) II factus Dius episc. Hierosol. vice Narcissi annos 
tres sedit.</span>“ So verworren sind die Nachrichten dieses Chronisten! Vgl. auch das, 
was S. 396 über Paulus v. Samos. bemerkt ist. Derselbe gilt dem Eutychius als Stifter 
der Paulicianer. Die Synode v. Antioch., die ihn anathematisirt hat, soll erst nach 
seinem Tode abgehalten worden sein.</p></note> Auch andere Beobachtungen führen darauf, dass selbst für die angesetzten Kaisergleichzeitigkeiten 
gewisse allgemeine <pb id="v-Page_60" n="60" />Ueberlieferungen bestanden, doch hat es keinen Werth 
diesen nachzugehen. Es erübrigt deshalb nur, die einzelnen Amtszeit-Daten der 
Urliste zu prüfen, ob etwa irgendwo richtige Ueberlieferungen vorliegen können, 
ob sie der Chronik, resp. der K. G. des Eusebius entnommen sind, oder endlich, ob 
sie gänzlich unqualificirbaren Quellen entstammen.</p>

<p class="normal" id="v-p206" shownumber="no">Zunächst ist klar, dass die Ansätze für die 7 ersten Bischöfe aus der Chronik des Eusebius abstrahirt sind. Ihre Summen stimmen, wenn man in der 
Liste A die je  höchsten Daten addirt, genau — dort = 147 J., bei Eus. = 148 J. Der 
einzige nennenswerthe Unterschied besteht darin, dass in der Liste A die Amtszeit 
des Theophilus um 6 Jahre verlängert ist,<note anchored="yes" id="v-p206.1" n="123" place="foot"><p class="normal" id="v-p207" shownumber="no">S. oben S. 14 not.</p></note> die bei der Zeit des Ignatius in Abzug 
gebracht sind. Dagegen gehen die Verzeichnisse von Serapion, ab bis zum Schluss 
so weit auseinander, dass die Annahme einer anderen Quelle für A nicht zu umgehen 
ist. Aber diese Quelle scheint nur an einigen Punkten, soweit wir sie an gesicherter 
Ueberlieferung controliren können, zuverlässig; denn nach ihr fällt der Amtsantritt 
des Asklepiades i. d. J. c. 214<note anchored="yes" id="v-p207.1" n="124" place="foot"><p class="normal" id="v-p208" shownumber="no">Vom J. 42 an gerechnet.</p></note>, der des Philetus c. 223, der des Zebinus c. 231, 
der des Bäbylas c. 237, der des Fabius c. 250. Hier fällt sofort auf, dass die 
Quelle der Liste A den Tod des Babylas richtig unter Decius angesetzt haben kann. 
Also ist sie vielleicht älter als die dazu gesetzten Kaisergleichzeitigkeiten, deren 
Urheber dieses Datum nicht mehr durchschaut haben oder nicht durchschauen wollten. 
Aber dieser Ansatz kann der hier unmissverständlich deutlichen Angabe der K. G. 
Euseb’s entnommen sein. Der Amtsantritt des Asklepiades ist sicher zu spät gesetzt, 
der des Philetus kann richtig sein, lässt sich aber nicht weiter controliren. Der 
Ansatz für Zebinus stimmt aber wiederum überraschend genau mit dem, was sich aus 
der K. G. ermitteln liess, ohne dass hier die Abhängigkeit von jener nachweisbar 
ist. Also lässt sich die Amtszeit des <pb id="v-Page_61" n="61" />Asklepiades und Philetus ziemlich auf zusammen 21 Jahre berechnen. 
Am stärksten weichen die Chronik und die Liste A bei Zebinus von einander ab. Die 
K. G. entscheidet diesen Streit nicht sicher. So wird man es nicht mehr ermitteln 
können, ob Babylas noch unter Gordianus oder bereits unter Philippus Arabs Bischof 
geworden ist. Auf spätere Sagen wird nichts zu geben sein.<note anchored="yes" id="v-p208.1" n="125" place="foot"><p class="normal" id="v-p209" shownumber="no">Bekannt ist, dass neben dem Ansatz <span class="Greek" id="v-p209.1" lang="EL">ἐπὶ Νουμεριανοῦ καὶ Γορδιανοῦ</span> 
sich auch die Nachricht findet, Babylas sei unter Numerianus Märtyrer geworden. 
Vgl. Chron. pasch. p. 510. Malal. Chronogr. p. 303 sq. Das Chron. pasch. kennt zwei 
antiochenische Bischöfe Namens Babylas; der eine soll unter Decius, der andere unter 
Numerianus den Märtyrertod gestorben sein (p. 503 sq. p. 510). Zu diesen werthlosen 
Traditionen vgl. die Act. S. Babylae (ad 21. Jan. Boll. T. II, p. 569 sq.).</p></note> Die folgenden Ansätze 
sind in A handgreiflich falsch. Fabius kann nicht erst 259 gestorben sein. Ebensowenig 
kann Demetrianus noch 263 am Leben gewesen sein. Demnach hat man auch der Verlockung 
zu widerstehen, den Tod des Demetrianus, was an sich möglich ist, auf 260 zu datiren, und nun sich durch die Liste A die Amtsentsetzung des Paulus i. J. 268 bestätigen zu lassen. Möglich ist es allerdings, dass 
Eusebius Recht hat, wenn er anzugeben scheint, Demetrianus habe das Toleranzedict 
des Gallienus noch erlebt, möglich, dass die Amtszeit des Paulus in A richtig überliefert 
ist, aber über blosse Vermuthungen ist nicht hinauszukommen.<note anchored="yes" id="v-p209.2" n="126" place="foot"><p class="normal" id="v-p210" shownumber="no">Mit Recht hat Lipsius (a. a. O. S. 229 f. not.) die Berechnung 
250 + 9 + 4 + 8 = 271/72 für die Amtsentsetzung des Paulus abgelehnt.</p></note> Noch weniger lässt 
sich mit den 3 folgenden Daten etwas anfangen. Der Amtsantritt des Timäus bleibt 
darnach so dunkel wie vorher, der des Cyrillus um 280 überwiegend wahrscheinlich, 
den des Tyrannus im J. 303 resp. 306 darf man wohl für gesichert halten. Im folgenden 
stelle ich die antiochenische Bischofsliste zusammen, soweit sie heute noch reconstruirt 
werden kann. Auf die Benutzung anderer Quellen als der bisher besprochenen wird 
so gut wie ganz zu verzichten sein.<note anchored="yes" id="v-p210.1" n="127" place="foot"><p class="normal" id="v-p211" shownumber="no">3 In dem Cataloge der syrischen Handschriften des Brit. 
Museums von Wright und in der Bibliotheca Assemanni’s habe ich vergeblich 
nach älteren antioch. Bischofslisten oder nach hierher gehörigen chronologischen 
Traditionen gesucht. Auch das Chron. edess. saec. VI (Assemanni I p. 388 
sq. Pfeiffer S. 126 f.) enthält nichts. Das Chron. pasch. theilt ausser den 
schon genannten beiden Angaben über Babylas nur weniges über die antioch. Kirche 
mit. Z. ann. 36 (p. 431): 
<span class="Greek" id="v-p211.1" lang="EL">Τετάρτῳ ἔτει τῆς εἰς οὐρανοὺς ἀναλήφεως τοῦ κυρίου 
Πέτρος ὁ ἀπόστολος ἀπὸ Ἱεροσολύμων ἐν Ἀντιογείᾳ τ. μεγάλῃ τὸν λόγον τοῦ 
θεοῦ ἐδίδασκεν, καὶ τὴν χειροτονίαν τῆς ἐπισκοπῆς δεξάμενος ἐκεῖσε ἑαυτὸν ἐνεθρόνισεν, 
πεισθεὶς τοῖς ἀπὸ Ιουδαίων γενομένοις χριστιανοῖς. καὶ τοὺς ἐξ ἐθνῶν πιστοὺς 
οὐκ ἐδέξατο οὐδὲ ἠγὰπα, ἀλλ᾽ οὕτως ἐάσας αὐτοὺς ἐξῆλθεν ἐκεῖθεν</span>. Z. ann. 105 (p. 472): Tod des Ignatius in Rom (nach d. Chronik d. Eus.). 
Z. ann. 257 p. 506): Brief des Cornelius an Fabius (nach der K. G. des 
Euseb.). Wichtig ist, dass das Chronicon (p. 503) bei Erwähnung des Babylas die 
Amtszeit seines Nachfolgers auf 3 Jahre angibt. Dieses Datum kann weder der Liste 
A noch der K. G. des Eusebius entnommen sein, vielleicht aber der Chronkik 
(?). — Joh. Malalas bringt ausser der Nachricht über Babylas nur 1) jene bekannte verworrene Notiz über Ignatius (p. 276), 
deren unglückliche Ausnützung durch Volkmar Zahn mit Recht abgewiesen hat (a. 
a. O. S. 66 f.; dort auch Nachweisungen über die Zeit des Malalas); 2) jene oben 
bereits erwähnten Mittheilungen aus der Chronographie des Theophilus, von welchen 
uns die eine von Wichtigkeit gewesen ist. Die antiochenische Stadtchronik, welche 
theils direct, theils in der Umarbeitung des Domniuus in der Chronik des Malalas 
enthalten ist (vgl. Dierauer bei Büdinger, a a. O. Bd. I. S. 155 f. Anm. 
Bd. III, S. 373, ist in ihren älteren Bestandttheilen bis zum 4. Jahrh. heidnischen 
Ursprungs. Ueber Cedrenus, u s. w. kann füglich geschwiegen werden. Dagegen 
ist noch ein Blick auf das Chronicon ecclesiast. des Gregorius Barhebräus (edid. Abbeloos et Lamy, Lovanii 1873) zu werfen, welches auch schon Zahn (PP. App. Opp. II p. 372 sq.) beachtet hat. Gregorius hat die Ereignisse, die 
er mittheilt; einer antiochenischen Bischofschronik eingitzeichnet. T. I p. 32: 
Zwei Jahre nach der Befreiung aus dem Gefängniss in Jerusalem kommt Petrus nach 
Antiochien, gründet die dortige Kirche und setzt den Euodius ein. p. 40: 
<span id="v-p211.2" lang="LA">Post Petrum 
apostolorum principem Euodius. Sedit ille ut primus Antiochiae episcopus.</span> p. 42: 
<span id="v-p211.3" lang="LA">Post Euodium Ignatius igneus</span> (sein römisches Martyrium unter Trajan wird erwähnt. 
p. 92: Post lgnatium igneum Eron, tempore Plinii secundi (Brief des Plinius an 
Traj.;n). p. 44: Post Eron Cornelius (z. seiner Z. der Häretiker Cerinth in Corinth). 
p. 44: Post Cornelium Eudus (seil. Eros) annis XVI (z. s. Z. Marcion). p. 44: Post 
Eudum Theophilus (Verf. orthodoxer Bücher). p. 46: Post Theophilum Maximus annis 
XVIII (Justin’s Apologie au Antoninus). p. 46: Post Maximum Serapion annis XXI (jerus. 
Synode unter Narcissus in der Passahfrage) p. 46: Post Serapionem Asclepiades 
annis XII. <span id="v-p211.4" lang="LA">Hic maxime inclaruit fidei confessione</span> (z. s. Z. Bardesanes). p. 50: 
Post Asclepiadem Philippus (scil. Philetus) (z. s. Z. Origenes). p. 2: Post Philippum Zebinus 
scu Zebilus, natione Syrus (z. s. Z. Narcissus v. Jerus.). p. 54: Post Zebinum 
Babylas (ann. VIII, Märtyrer, z. s. Z. Gregorius Thaumat., Decianische Verfolgung, 
Anfang des Eremitenlebens). p. 54: Post Babylam Fabius (Märtyrer unter Decius, 
Novatus) p. 56: Post Fabium Demetrius (z. s. Z. Novatus, Sabellius). p. 58: Post 
Demetrium Paulus Samosatenus (zwischen die erste und letzte gegen ihn gehaltene 
Synode wird ein Zeitraum von 4 Jahren angesetzt). p. 60: Post Paulum Samos. Domnus 
(z. s. s. Z. Manes). p. 62: Post Domnum Timotheus (z. s. Z. Euseb. Laodicen., Anatolius. 
Theodotus Alex.). p. 64: Post Timotbeum Cyrillus (z. s. Z. Meletius Pontic. und 
die Verfolgung unter Numerianus) p. 64: Post Cyrillum Tyrannus. Die Reihenfolge 
der Bischöfe, wie sie Barhebräus hier gegeben hat, ist die bekannte. Nur zu 5 Bischöfen 
(Eros 16, Maximinus 18, Serapion 21, Asklepiades 12, Babylas 8) hat er die Amtsjahre 
hinzugesetzt. Von diesen stimmt kein einziges mit der Liste A; nur der Ansatz für 
Babylas ist derselbe wie bei Eutychius. Handgreiflich falsch ist die Angabe der 
Amtszeit des Maximinus. Bei Eros ist vielleicht 26 J. statt 16 zu lesen, was mit 
A stimmen Würde. Die Mittheilung über die Zeit des Serapion kann aus der Chronik 
des Eusebius abstrabirt sein; sie trifft jedenfalls genau das Richtige (dass direct 
oder indirect das Chron. des Eusebius dem Barhebräus zu Grunde liegt, zeigt auch 
die Verwechselung Philetus-Philippus). Dagegen gehen die Ansätze für Asklepiades und Babylas nicht auf die Chronik Euseb’s zurück. Aber es erscheint beachtenswerth, dass diese Zahlen, so weit wir die 
Geschichte der antiochenischen Bischöfe ermitteln können, nacht unmögliche sind. 
Indess auch die Ansätze in A sind nicht unmöglich, und so wird man der hier ganz 
unzuverlässigen Chronik Euseb’s gegenüber vielleicht nur dies festhalten dürfen, 
dass Asklepiades mindestens 9, Babylas mindestens 8 Jahre Bischof gewesen ist(?). 
Die Gleichzeitigkeiten, welche Barhebräus angegeben, scheinen auf die Chronik des 
Eusebius zurückzugehen, sind aber ganz confus. Fabius, für welchen übrigens Barhebräus 
auch nur eine kurze Amtszeit angenommen, wird als Märtyrer in der decianischen Verfolgung 
genannt — eine unerhörte und erweisbar falsche Nachricht. Dagegen scheint die Nachricht, 
zwischen der ersten und letzten der gegen Paul v. Samos. gehaltenen Synoden habe ein Zeitraum von 4 Jahren gelegen, richtig; sie stimmt in $berrascbender 
Weise mit dem zusammen, was sich der K. G. des Eusebius entnehmen lässt, während 
doch Eusebius eine directe Zahlangabe nicht gemacht hat.</p>

<p class="normal" id="v-p212" shownumber="no">Hier sei noch folgendes angeschlossen. Barhebräus citirt in der 
Vorrede und auch sonst das chronographische Werk eines gewissen Andronicus; der nach Elias Nisibenus z. Z. d. Kaiser Justinian gelebt und „canones 
annorum“ geschrieben hat (vgl. Abbeloos, T. I p. 5 n. 1); näheres über ihn 
weiss man nicht. Leider aber ist die Chronographie des Elias saec. XI (Mus. brit. 
Rich. 7197 [nicht 7179, wie es bei Abbeloos, a. a. O. heisst; vgl. Abbeloos, a. a. 
O. p. 36. Lipsius, a. a. O. S. 36]; vgl. über ihn Bickell, Conspect. 
rei lit. Syr. p. 40 not. 15. p. 57) noch nicht edirt worden. Abbeloos hat einige 
Stellen ausgeschrieben, von denen uns folgende interessiren. p. 41 n. 3: Elias datirt 
unter Berufung auf Euseb’s Chronik das Martyrium des Ignatius auf d. J. 421 Gr. 
= c.110 p. Chr. p. 43 n. 1: Cornelius Amtsantritt 442 Gr.= c. 131 p. Chr. p. 46 n. 6: Asklepiades 
Amtsantritt unter Berufung auf Andronicus 523 Gr. = c. 212 p. Chr. p. 51 n. 1: Zebinus 
Amtsantritt unter Berufung auf Eusebius Chron. 540 Gr. = c. 229 p. Chr. Diese Zahlen 
sind in der That die des eusebianischen Chronicons, nur um 2-3 Jahre verschoben. 
— Die antiochenische Bischofsliste bei Lequien (Oriens Christian. T. II [1740] 
p. 699 sq.) ist unkritisch zusammengestellt. Auf ihr beruhen die Angaben von Gams 
(Series Episcoporum [1875] p.433). Doch ist mir nicht bei allen Ansätzen von Gams die Quelle deutlich 
gewesen.</p></note></p>



<pb id="v-Page_62" n="62" />
<p class="center" id="v-p213" shownumber="no"><b>Die antiochenische Bischofsliste.</b></p>

<p class="normal" id="v-p214" shownumber="no">Euodius, Ignatius, Heron, Cornelius, Eros.</p>
<p class="hang1" id="v-p215" shownumber="no">6. Theophilus, † frühestens 182 (er citirt ad Autol. III, 27 
die Schrift des Chryseros, in welcher der Tod des Marc Aurel verzeichnet war).</p>
<p class="hang1" id="v-p216" shownumber="no">7. Maximinus, † frühestens 189, spätestens 192.</p>
<p class="hang1" id="v-p217" shownumber="no">8. Serapion, † um 209.</p>
<p class="hang1" id="v-p218" shownumber="no">9. Asklepiades, † unter Caracalla (211-217) oder vielleicht 
erst unter Elagabal (218-222).</p>
<p class="hang1" id="v-p219" shownumber="no">10. Philetus, † nicht lange vor 229-231.</p>
<p class="hang1" id="v-p220" shownumber="no">11. Zebinus, † vielleicht erst unter Philippus Arabs 244-249, 
oder schon z. Z. des Gordianus (238-244).</p>
<p class="hang1" id="v-p221" shownumber="no">12. Babylas, † 250 im Gefängniss während der Verfolgung unter Decius.</p>
<p class="hang1" id="v-p222" shownumber="no">13. Fabius, † Ende 252 oder Anf. 253. (In dieselbe Zeit fällt die 
grosse antiochenische Synode, auf welcher die novatianische Angelegenheit zum Austrag 
gebracht wurde).</p>
<p class="hang1" id="v-p223" shownumber="no">14. Demetrianus, † zwischen 257 u. 260, vielleicht i. J. 260.</p>
<p class="hang1" id="v-p224" shownumber="no">15. Paulus, des Amtes entsetzt sehr wahrscheinlich 268, frühestens 266, 
spätestens 269. (Die erste gegen ihn gehaltene antiochenische Synode 264).</p>
<p class="hang1" id="v-p225" shownumber="no">16. Domnus.</p>
<p class="hang1" id="v-p226" shownumber="no">17. Timäus, † um 280.</p>
<p class="hang1" id="v-p227" shownumber="no">18. Cyrillus, † wahrscheinlich Ende 306 in der Gefangenschaft 
(in die Bergwerke Pannonien’s deportirt auf Grund des 2. Edicts Diocl.’s 303).</p>
<pb id="v-Page_63" n="63" />
<p class="normal" id="v-p228" shownumber="no">So lückenhaft und unsicher ist unsere Kenntniss von der Geschichte der antiochenischen 
Kirche in den drei ersten Jahrhunderten. <pb id="v-Page_64" n="64" />Nimmt man das Wenige hinzu, was wir aus der Apostelgeschichte, dem 
Galaterbrief, aus den Angaben über <pb id="v-Page_65" n="65" />einige antiochenische Gnostiker, aus den Pseudoclementinen und 
aus der Geschichte der Beziehungen zwischen Edessa und Antiochien entnehmen können, 
so wird so ziemlich Alles genannt sein, was in Frage kommen kann. Ob aus der Entstehungsgeschichte 
der Peschîto irgend etwas zu gewinnen ist, muss ich dahingestellt sein lassen. Das 
aber, was apokryphe Apostelgeschichten, wie die Acta Barnabae auctore Marco und 
andere, bringen, ist gänzlich werthlos. Auch aus den Märtyreracten, soweit sie uns 
bekannt, ist nichts zu entnehmen. In der Passio S. Nicephori (Ruinart, Act. Mart. 
sinc. [Veron. 1731] p. 208 sq.), die um d. J. 260 stattgefunden haben soll, kommt 
ein antiochenischer Presbyter Sapricius vor, der in der Verfolgung verleugnet hat. 
Paul v. Samosata wird nicht genannt; aber es wäre denkbar, dass man dem antiochenischen 
Clerus um 260 alles mögliche Schlimme zugetraut und zugeschrieben hat. Doch dem 
sei wie ihm wolle — die Acten sind jedenfalls aus später Zeit, und es ist nichts 
aus ihnen zu lernen. Das Antiochien, welches in den Acta disputat. S. Achatii (Ruinart, 
1. c. p. 128 sq.) vorkommt, ist sowenig das syrische als das in den Acten der h. 
Thecla genannte. Ueber den angeblichen antiochenischen Presbyter Hippolyt, der in 
dem novat. Schisma eine Rolle gespielt haben soll, vgl. Döllinger, Hippol. u. Kallistus 
(1853) S. 51 f. Iwanzow-Platonow, die Häres. u. Schismen d. 3 ersten 
Jahrh. (1877) S. 72-133 [russ.].</p>

<p class="normal" id="v-p229" shownumber="no">Eusebius hat über die Kirche Antiochiens unstreitig mehr gewusst, 
als er erzählt hat. Die Passio Cyrilli kann ihm nicht <pb id="v-Page_66" n="66" />unbekannt gewesen sein. Berichtet er doch sonst , im B. Buch 
seiner K.G. umständlich nicht nur die glorreichen Martyrien einer ganzen Reihe von 
Bischöfen, sondern auch (c. 13, 2) das Todesleiden des antiochenischen Presbyter 
Lucian und rühmt den Dorotheus Aber wir wissen. nicht einmal mehr anzugeben, warum 
er hier so wortkarg gewesen ist. Allerdings — das Menschenalter nach der Zeit der valerianischen Verfolgung ist in der Kirchengeschichte überhaupt eines der dunkelsten. 
Dass wir ahnen, weshalb die Tradition es in Schweigen begraben, ist eine geringe 
Entschädigung.</p>

<p class="normal" id="v-p230" shownumber="no">Ob die Briefe des, Ignatius, soweit sie Schlüsse auf den Zustand 
der antiochenischen Kirche zulassen, eine sichere Quelle sind, das ist die Frage, 
die hier nicht weiter erörtert werden soll.</p>

</div1>

    <div1 id="vi" next="vii" prev="v" progress="75.37%" title="Drittes Capitel.">
<p class="center" id="vi-p1" shownumber="no"><b>III.</b></p>

<p class="normal" id="vi-p2" shownumber="no">Durch die bisherigen Ausführungen werden wir in den Stand gesetzt 
sein, über die am Schluss des ersten Capitels aufgeworfene Frage zu urtheilen, welcher 
Werth den you Eusebius in seinen beiden Geschichtswerken angesetzten Daten über 
die Zeit des Martyriums des Ignatius beizulegen ist. Ich fasse die Resultate .der 
Untersuchungen im folgenden zusammen:</p>

<p class="normal" id="vi-p3" shownumber="no">1) Der Angabe im Chronicon (post 2123 Abr.), Ignatius, der 2. Bischof 
Antiochiens, sei Märtyrer geworden, liegt der Ansatz in der Chronik des Africanus 
v. J. 222 zu Grunde, welcher Ignatius ebenfalls als 2. antioch. Bischof gezählt 
und den Tod desselben zu einem in seinem Schema dem eusebianischen ann. 2123 Abr. 
entsprechenden Olympiadenjahr gestellt hat.</p>

<p class="normal" id="vi-p4" shownumber="no">2) Dieser Ansatz des Julius Africanus stammt daher, dass er den Tod des 
Ignatius (schematisch) eine Olympiade nach dem Amtsantritt des 5. römischen Bischofs 
Alexander gcstellt hat.</p>
<pb id="vi-Page_67" n="67" />
<p class="normal" id="vi-p5" shownumber="no">3) Eusebius selbst hat die Unsicherheit dieser Datirung dadurch zu 
erkennen gegeben, dass er den Tod des Ignatius nicht zu, sondern nach dem Jahre 
Abr. 2123 gestellt hat.</p>

<p class="normal" id="vi-p6" shownumber="no">4) Das Verzeichniss antiochenischer Bischöfe, welches Africanus benutzte, 
hat nicht mit Petrus, sondern mit Euodius-begonnen und hat über eine Einsetzung 
des Euodius durch irgend einen Apostel nichts mitgetheilt.</p>

<p class="normal" id="vi-p7" shownumber="no">5) Dieses Verzeichniss enthielt nichts als eine Reihenfolge von Namen; insonderheit liegt nicht nur kein Grund vor, anzunehmen, der Name des Trajan sei 
in demselben mit dem des Ignatius verknüpft gewesen, sondern es ist positiv unwahrscheinlich, 
dass eine solche Zusammenstellung daselbst zu lesen war.</p>

<p class="normal" id="vi-p8" shownumber="no">6) Die Notiz des Origenes (s. ob. S. 5 f.) hat, nachdem die fragliche 
Angabe über Ignatius bis auf d. J. 222 zurückverfolgt ist, keinen selbständigen 
Werth. Zudem sagt Origenes nicht ausdrücklich, dass Ignatius unter Trajan Märtyrer 
geworden sei. Uebrigens sei bemerkt, dass Africanus jedenfalls der ältere Zeitgenosse 
des Origenes gewesen ist. In dem berühmten Brief an diesen (Routh, 1. c. p. 111) 
redet er ihn <span class="Greek" id="vi-p8.1" lang="EL">κύριέ μου καὶ υἱέ</span> an. Die Homilien des Origenes in Lucam sind aller 
Wahrscheinlichkeit nach später als i. J. 222 abgefasst. — Eine sichere Kunde darüber, 
ob Ignatius überhaupt nach Rom gelangt ist, besitzen wir nicht. Aber wir haben auch 
keinen Grund, es zu bezweifeln. Das Schweigen der Tradition ist keine Instanz; 
denn Ignatius scheint nicht „ein berühmter Schriftsteller“ gewesen zu sein. Ist 
uns doch auch der Märtyrertod des röm. Bischof Telesphorus nur durch Zufall bekannt 
geworden, ebenso der des Cyrillus v. Antiochien.</p>

<p class="normal" id="vi-p9" shownumber="no">7) In der Kirchengeschichte hat Eusebius seine in der Chronik für 
die 5 ersten antioch. Bischöfe aufgestellten Ansätze einfach preisgegeben, ohne 
irgendwie bessere chronologische Kunde inzwischen sich erworben zu haben. Im einzelnen 
ist aber folgendes beachtenswerth:</p>

<pb id="vi-Page_68" n="68" />
<p class="hang2" id="vi-p10" shownumber="no">a) Von einer Stiftung, resp. Einrichtung der antioch. Kirche 
durch Petrus berichtet Eusebius Nichts, ebensowenig bringt er den Namen dieses 
Apostels mit dem des Euodius in Verbindung.</p>
<p class="hang2" id="vi-p11" shownumber="no">b) Den Tod des Ignatius scheint er zwar noch unter Trajan anzusetzen, 
aber ohne nähere Datirung und ohne Nennung des Namens Trajan’s.</p>
<p class="hang2" id="vi-p12" shownumber="no">c) Die Kunde, die er, abgesehen von den Briefen, über Ignatius 
besessen hat, reducirt sich lediglich auf Angaben des Julius Africanus, 
Irenäns, Polykarp, von denen die beiden letzteren für die Chronologie überhaupt 
nicht in Betracht kommen.</p>

<p class="normal" id="vi-p13" shownumber="no">Somit ist zu schliessen, dass Eusebius auch, als er die K.G. 
schrieb, eine chronologische Kunde, abgesehen von der in der Chronik des Africanus 
enthaltenen, nicht besessen hat. Keine Tradition hat bis dahin den Namen des Trajan, 
den auch Origenes nicht erwähnt, in dem Process des Ignatius genannt; oder vielmehr 
nur ein chronistisches Schema hat beide Namen mit einander verknüpft.</p>

<p class="normal" id="vi-p14" shownumber="no">8) Man hat noch in nacheusebianiseher Zeit den Process des Ignatius 
erzählt, ohne den Namen Trajan’s zu nennen.<note anchored="yes" id="vi-p14.1" n="128" place="foot"><p class="normal" id="vi-p15" shownumber="no">Auf diesen Punkt wird indess ein grösseres Gewicht nicht zu legen 
sein.</p></note></p>

<p class="normal" id="vi-p16" shownumber="no">9) Es ist von Athanasius äb eine Tradition nachweisbar, die Ignatius 
als den ersten antioch. Bischof zählt, und nach welcher die ersten antiochenischen 
Bischöfe anders mit der Apostelzeit verbunden sind als durch Petrus.<note anchored="yes" id="vi-p16.1" n="129" place="foot"><p class="normal" id="vi-p17" shownumber="no">Vgl. ob. S. 4. 6. und die Zusammenstellungen bei Zahn, a. a. S. 59 
f. Etwas zu rasch gleitet Zahn über diese Beobachtung hinweg; indess, da sie nicht 
früher als für das 4. Jahrh. nachweisbar ist, so darf allerdings die von Zahn gegebene 
Erklärung der Tradition, dass Ignatius erster antiocheniacher Bischof gewesen und 
von den Aposteln eingesetzt sei, als die wahrscheinlichste gelten.</p></note></p>

<p class="normal" id="vi-p18" shownumber="no">Also beruht nachweisbar die Tradition, Ignatius <pb id="vi-Page_69" n="69" />sei unter Trajan Märtyrer geworden, auf der Angabe des Julius 
Africanus. Diese Angabe aber beruht selbst 1) auf einer antioch. Bischofsliste, 
auf welcher Ignatius als 2. Bischof verzeichnet war; 2) auf einer willkürlichen, 
schematischen Berechnung des Africanus, durch welche er auf die Zeit des Trajan geführt wurde; 3) möglicherweise auf einer wirklichen Tradition, die ihm bekannt 
war.</p>

<p class="normal" id="vi-p19" shownumber="no">Nothwendig ist die Annahme einer solchen dritten Quelle 
nicht; denn die beiden ersten erklären den Ansatz vollkommen. Es kann sich nur fragen, 
ob sie wahrscheinlich ist, wobei dann immer noch die Zuverlässigkeit derselben problematisch 
wäre. Für, die Wahrscheinlichkeit derselben liesse sich anführen, dass die Kaisergleichzeitigkeit 
sich doch im Gedächtniss der Kirche erhalten haben wird. Allein, fällt die Annahme 
weg, dass Trajan persönlich in das Geschick des Ignatius eingegriffen hat — und 
diese Annahme stützt sich lediglich auf Fabeln —, so ist nicht der geringste Grund 
vorhanden, das Gedächtniss der Kirche in diesem Stück für treuer zu halten als in 
irgend einem anderen. Im Gegentheil lässt sich durch eine Reihe von Beispielen erweisen, 
dass die Kaisergleichzeiten für Martyrien sich im Andenken — absichtlich oder unabsichtlich 
— sehr häufig, und zwar in verhältnissmässiä kurzer 
Zeit, verschoben haben. Erinnert sei an die Ansätze für Polykarp, für Babylas, 
für Hippolyt und für sehr viele Andere. Ein Blick aber eben auf die antiochenische 
Bischofs-liste seit Theophilus, licht bei Syncellus oder Eutychius, sondern bei 
Eusebius selbst, lehrt in dieser Frage mehr als genug. Liegen zwischen Africanus 
und Ignatius 2-3 Menschenalter, so ist dieser Zeitraum hinreichend gross, um entsetzliche 
Confusionen zu ermöglichen. Daraus ergieht sich aber, dass eine Wahrscheinlichkeit 
für die Behauptung, Africanus müsse sich auf zuverlässige Tradition stützen, nicht 
vorhanden sein dürfte. Wohl aber giebt es Gründe, welche jene Annahme <pb id="vi-Page_70" n="70" />unwahrscheinlich machen. Und zwar lassen sich drei hier erheben: 
1) Ist darauf aufmerksam zu machen, dass Eusebius diese angebliche, zuverlässige 
Quelle nicht mehr zur Verfügung gehabt hat. Jede entgegenstehende Meinung wird durch 
sein beredtes Schweigen und stummes Reden in der K.G. ausgeschlossen. 2) Werden 
diejenigen, welche die Anschauungen des Verf. über den Ursprung des Episcopats 
theilen, die Frage aufwerfen,  ob es wahrscheinlich ist, dass z. Z. Trajan’s in Antiochen bereits ein Bischof regiert 
hat. Doch kann die Beantwortung dieser Frage nie mit solcher Sicherheit gegeben 
werden, dass das Resultat in dem Zusammenhange hier von Bedeutung werden dürfte. 
3) endlich ist ein doppeltes in Rechnung zu ziehen. Erstlich ist zu erinnern, dass 
das antiochenische Verzeichniss nicht mit der Nennung eines Apostels, überhaupt 
nicht mit irgend einer Rückbeziehung auf die apostolische Zeit, begonnen, sondern 
den Euodius ohne jede nähere Bestimmung an den Anfang gestellt hat. Zweitens aber 
ist in Betracht zu ziehen,. dass der Zeitraum, in welchem nach Africanus nur 4 Bischöfe 
in Antiochien regiert haben sollen, ein überaus grosser wird. Setzt man approximativ 
den Tod des Theophilus i. d. J. 185, so ergäbe sich, dass in Antiochien innerhalb 
c. 75 Jahren nur 4 Bischöfe-regiert hätten, d. h. der Einzelne durchschnittlich 
etwa 18-19 Jahre. Das ist aber eine auffallend lange Zeit. Es wird sich 
angesichts dieser beiden Beobachtungen Jedem die Frage von selbst aufdrängen, ob 
die antioch. Bischofsliste wie die römische und alex. wirklich in der Absicht eonstruirt 
war, die Geschichte des antiochenischen Episcopats bis in die apostolische Zeit 
zurüekzudatiren oder ob sie nicht, zuverlässiger als jene, nur die Bischöfe, welche 
es wirklich gewesen sind, enthalten hat. Die letztere Hypothese wird eben 
durch das Fehlen der Angabe eines apostolischen Stifters, der den ersten <pb id="vi-Page_71" n="71" />Bischof geweiht hätte — ein solcher wäre hier leichter zu citiren 
gewesen als irgend sonst — positiv gestützt; sie wird aber weiter gestützt durch 
die directe Beobachtung, dass der Chronist in der Lage gewesen ist, die wenigen 
ihm überlieferten antiochenischen Namen auf das Prokrustesbett spannen zu müssen, 
indem er sie auf einen bedenklich langen Zeitraum zu vertheilen hatte. Berechnet 
man aber — hypothetisch die Amtsdauer von 4 Bischöfen auf etwa 48 Jahre, und zählt 
man vom Tode des Theophilus rückwärts, so gelangt man etwa für das Todesjahr des 
Ignatius auf die Zeit des Martyriums des römischen Bischof Telesphorus. Oder: setzt 
man den Tod des Theophilus auf die Mitte der Regierungszeit des Eleutherus und rechnet 
nun in der römischen Liste um 4 Bischöfe rückwärts, so wird man c. auf d. J. 138 
geführt. In der alex. Liste führt eine ähnliche Berechnung auf ein ähnliches Datum.</p>

<p class="normal" id="vi-p20" shownumber="no">Doch die letzte Ausführung ist nur zur Illustration eingeführt. 
Der Anschein soll nicht erweckt werden, als liesse sich aus der Tradition die Zeit 
des Martyriums des Ignatius irgendwie bestimmen. Was sich mit Sicherheit ermitteln 
lässt, ist aber dies, dass die Tradition, Ignatius sei unter Trajan Märtyrer geworden, 
eine blasse Möglichkeit ist, der keine Sicherheit, ja nicht einmal eine besondere 
Wahrscheinlichkeit zukommt. Bei der Untersuchung der wichtigen Probleme, die. über 
dem Ursprung der unter dem Namen des Ignatius überlieferten Briefe schweben, sind 
die Angaben der Tradition somit nicht weiter in Rechnung zu ziehen. Liesse sich 
z. B. die Hypothese der Echtheit der Briefe unter der Voraussetzung, sie seien z. 
Z. des Hadrian (der auch den Namen Trajan führte) oder selbst des Antoninus Pius 
geschrieben, als die wahrscheinlichste erweisen, so ist das Veto angeblicher Traditionen 
nicht weiter zu beachten. Hierin besteht das letzte Resultat dieser Untersuchungen 
— ein negatives, aber doch im Grunde ein positives.</p>
<pb id="vi-Page_72" n="72" />
<p class="normal" id="vi-p21" shownumber="no">Es hat sich in dieser Frage wiederum bewährt, dass die chronologischen 
Ansätze der kirchlichen Ueberlieferung über den Ursprung ältester christlicher Schriftwerke 
auf die Untersuchung dieser selbst nicht einen fördernden, sondern einen hemmenden 
Einfluss ausgeübt haben. Die Einsicht in diesen Thatbestand wollen diese Blätter 
verbreiten helfen und nach Entfernung eines falschen Wegweisers zu erneuter Prüfung 
der ignatianischen Literatur anregen.</p>

<pb id="vi-Page_73" n="73" />
</div1>

    <div1 id="vii" next="viii" prev="vi" progress="81.50%" title="Excurs. Die ältesten römischen Bischofslisten.">


<h1 id="vii-p0.1">Excurs.</h1>
<p class="center" id="vii-p1" shownumber="no"><b>Die ältesten römischen Bischofslisten.</b></p>

<p class="normal" id="vii-p2" shownumber="no">Hegesipp (c. ann. 180)<note anchored="yes" id="vii-p2.1" n="130" place="foot"><p class="normal" id="vii-p3" shownumber="no">Euseb., h. e. IV, 22, 3.</p></note>: Anicetus, Soter, Eleutherus. Irenäus; c. ann. 180)<note anchored="yes" id="vii-p3.1" n="131" place="foot"><p class="normal" id="vii-p4" shownumber="no">adv. haer. III, 3, 3.</p></note>: Petrus u. Paulus, Linus, Anencletus, Clemens, Euarestus, 
Alexander, Sixtus<note anchored="yes" id="vii-p4.1" n="132" place="foot"><p class="normal" id="vii-p5" shownumber="no">Vgl. auch Euseb. h. e. V, 24, 14.</p></note>, Telesphorus Mart., Hyginus<note anchored="yes" id="vii-p5.1" n="133" place="foot"><p class="normal" id="vii-p6" shownumber="no">Iren. III, 4, 2 wird Hyginus nur in der lateinischen Uebersetzung 
als der 8., sonst, wie auch I, 27, 1, als der 9. römische Bischof gezählt.</p></note> , Pius, Anicetus, Soter, Eleutherus.</p>


<table border="0" cellpadding="10" id="vii-p6.1" style="width:100%; margin-top:9pt; font-size:medium">
<colgroup id="vii-p6.2" span="1"><col id="vii-p6.3" span="1" style="width:21%; vertical-align:top" /><col id="vii-p6.4" span="1" style="width:7%; vertical-align:top" /><col id="vii-p6.5" span="1" style="width:7%; vertical-align:top" />
<col id="vii-p6.6" span="1" style="width:25%; vertical-align:top;" />
<col id="vii-p6.7" span="1" style="width:20%; vertical-align:top" />
<col id="vii-p6.8" span="1" style="width:20%; vertical-align:top" /></colgroup>
<tr id="vii-p6.9" style="text-align:center">
<th colspan="3" id="vii-p6.10" rowspan="1">Julius Africanus<note anchored="yes" id="vii-p6.11" n="134" place="foot"><p class="normal" id="vii-p7" shownumber="no">Nach der Chronik des Eusebius. Die beigesetzten 
Olympiadenzahlen sind die des Eusebius. Der Amtsantritt des Petrus und Linus ist 
zu den den ann. Abr. 2054 und 2081 entsprechenden Olymiadenzahren gesetzt worden 
(s. oben S.27); corrigirt ist die Angabe der armenischen Handschriften in 
Betreff der Amtszeit des Petrus (XX in XXV) und das zweite „Linus“ in 
„Anencletus“.</p></note></th>
<th colspan="1" id="vii-p7.1" rowspan="1">Hippolyt<note anchored="yes" id="vii-p7.2" n="135" place="foot"><p class="normal" id="vii-p8" shownumber="no">Nach dem Catal. Liber., dem das Verzeichniss Hippolyt’s — allerdings 
stark überarbeitet — zu Grunde liegt; vgl. die Ausführungen von Lipsius, a. a. 
O. 
S. 40-69. (S. 265 f.).</p></note></th>
<th colspan="1" id="vii-p8.1" rowspan="1">Eusebius<note anchored="yes" id="vii-p8.2" n="136" place="foot"><p class="normal" id="vii-p9" shownumber="no">Nach, der Kirchengeschichte des Eusebius; vgl., Lipsius, 
a. a. O. S. 14 f. S. 68 f.</p></note></th>
<th colspan="1" id="vii-p9.1" rowspan="1">Hieronymas<note anchored="yes" id="vii-p9.2" n="137" place="foot"><p class="normal" id="vii-p10" shownumber="no">Nach der Chronik des Hieronymus; vgl. Lipsius, a. a. O. S. 
19 f.</p></note></th>
</tr><tr id="vii-p10.1" style="text-align:center">
<th colspan="1" id="vii-p10.2" rowspan="1"> </th>
<th colspan="1" id="vii-p10.3" rowspan="1">(ann. 222)</th>
<th colspan="1" id="vii-p10.4" rowspan="1"> </th>
<th colspan="1" id="vii-p10.5" rowspan="1">(p. ann. 235)</th>
<th colspan="2" id="vii-p10.6" rowspan="1"> </th>
</tr><tr id="vii-p10.7">
<td colspan="1" id="vii-p10.8" rowspan="1">Petrus</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.9" rowspan="1">XXV</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.10" rowspan="1">(204,3)</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.11" rowspan="1">XXV</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.12" rowspan="1">XXV</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.13" rowspan="1">XXV</td>
</tr><tr id="vii-p10.14">

<td colspan="1" id="vii-p10.15" rowspan="1">Linus</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.16" rowspan="1">XIV</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.17" rowspan="1">(211,2)</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.18" rowspan="1">XII</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.19" rowspan="1">XII</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.20" rowspan="1">XI</td>
</tr><tr id="vii-p10.21">
<td colspan="1" id="vii-p10.22" rowspan="1">Anencletus</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.23" rowspan="1">VIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.24" rowspan="1">(214,4)</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.25" rowspan="1">IX Clemens</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.26" rowspan="1">XII</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.27" rowspan="1">XII</td>
</tr><tr id="vii-p10.28">
<td colspan="1" id="vii-p10.29" rowspan="1">Clemens</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.30" rowspan="1">IX</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.31" rowspan="1">(216,4)</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.32" rowspan="1">XII Anencletus</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.33" rowspan="1">IX</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.34" rowspan="1">IX</td>
</tr><tr id="vii-p10.35">
<td colspan="1" id="vii-p10.36" rowspan="1">Euarestus</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.37" rowspan="1">VIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.38" rowspan="1">(218,3)</td>
<td colspan="1" id="vii-p10.39" rowspan="1">VIII<note anchored="yes" id="vii-p10.40" n="138" place="foot"><p class="normal" id="vii-p11" shownumber="no">Diese Zahl ist nicht sicher (XIII?), aber wahrscheinlich.</p></note></td>
<td colspan="1" id="vii-p11.1" rowspan="1">VIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.2" rowspan="1">IX</td>
</tr><tr id="vii-p11.3">
<td colspan="1" id="vii-p11.4" rowspan="1">Alexander</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.5" rowspan="1">X</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.6" rowspan="1">(220,4)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.7" rowspan="1">VII</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.8" rowspan="1">X</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.9" rowspan="1">X</td>
</tr><tr id="vii-p11.10">
<td colspan="1" id="vii-p11.11" rowspan="1">Sixtus</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.12" rowspan="1">XI</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.13" rowspan="1">(223,3)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.14" rowspan="1">X</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.15" rowspan="1">X</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.16" rowspan="1">X</td>
</tr><tr id="vii-p11.17">
<td colspan="1" id="vii-p11.18" rowspan="1">Telesphorus</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.19" rowspan="1">XI</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.20" rowspan="1">(226,1)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.21" rowspan="1">XI</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.22" rowspan="1">XI</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.23" rowspan="1">XI</td>
</tr><tr id="vii-p11.24">
<td colspan="1" id="vii-p11.25" rowspan="1">Hyginus</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.26" rowspan="1">IV</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.27" rowspan="1">(228,3)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.28" rowspan="1">IV</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.29" rowspan="1">IV</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.30" rowspan="1">IV</td>
</tr><tr id="vii-p11.31">
<td colspan="1" id="vii-p11.32" rowspan="1">Pius</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.33" rowspan="1">XV</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.34" rowspan="1">(229,3)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.35" rowspan="1">XVI</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.36" rowspan="1">XV</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.37" rowspan="1">XV</td>
</tr><tr id="vii-p11.38">
<td colspan="1" id="vii-p11.39" rowspan="1">Anicetus</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.40" rowspan="1">XI</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.41" rowspan="1">(233,1)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.42" rowspan="1">XII</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.43" rowspan="1">XI</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.44" rowspan="1">XI</td>
</tr><tr id="vii-p11.45">
<td colspan="1" id="vii-p11.46" rowspan="1">Soter</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.47" rowspan="1">VIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.48" rowspan="1">(236,1)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.49" rowspan="1">IX</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.50" rowspan="1">VIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.51" rowspan="1">VIII</td>
</tr><tr id="vii-p11.52">
<td colspan="1" id="vii-p11.53" rowspan="1">Eleutherus</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.54" rowspan="1">XV</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.55" rowspan="1">(238,2)</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.56" rowspan="1">XV</td>
<td colspan="1" id="vii-p11.57" rowspan="1">XV<note anchored="yes" id="vii-p11.58" n="139" place="foot"><p class="normal" id="vii-p12" shownumber="no">Vgl. Lipsius, a. a. O. S. 16.</p></note></td>
<td colspan="1" id="vii-p12.1" rowspan="1">XV</td>
</tr><tr id="vii-p12.2">
<td colspan="1" id="vii-p12.3" rowspan="1">Victor</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.4" rowspan="1">XII</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.5" rowspan="1">(241,3)</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.6" rowspan="1">IX</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.7" rowspan="1">X</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.8" rowspan="1">X</td>
</tr><tr id="vii-p12.9">
<td colspan="1" id="vii-p12.10" rowspan="1">Zephyrinus</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.11" rowspan="1">XII</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.12" rowspan="1">(245,1)</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.13" rowspan="1">XIX</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.14" rowspan="1">XVIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p12.15" rowspan="1">XVIII<note anchored="yes" id="vii-p12.16" n="140" place="foot"><p class="normal" id="vii-p13" shownumber="no">Vgl. Lipsius, a. a. O. S. 21.</p></note></td>
</tr><tr id="vii-p13.1">
<td colspan="1" id="vii-p13.2" rowspan="1">Calixtus</td>
<td colspan="1" id="vii-p13.3" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="vii-p13.4" rowspan="1">(248,2)</td>
<td colspan="1" id="vii-p13.5" rowspan="1">V</td>
<td colspan="1" id="vii-p13.6" rowspan="1">V</td>
<td colspan="1" id="vii-p13.7" rowspan="1">V</td>
</tr><tr id="vii-p13.8">
<td colspan="1" id="vii-p13.9" rowspan="1">Urbanus</td>
<td colspan="1" id="vii-p13.10" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="vii-p13.11" rowspan="1" />
<td colspan="1" id="vii-p13.12" rowspan="1">VIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p13.13" rowspan="1">VIII</td>
<td colspan="1" id="vii-p13.14" rowspan="1">IX</td>
</tr></table>

<pb id="vii-Page_74" n="74" />
<p class="normal" id="vii-p14" shownumber="no">Die Jahre Ton Petrus bis Victor (excl.) befragen, wenn man für Euarestus bei Hippolyt 8 und 
nicht 13, bei Eusebius für Eleutherus 15 Jahre berechnet, 
bei Africanus 149, bei Hippolyt, Eusebius und Hieron. 150 Jahre. Die Liste des 
Africanus ist von den vieren die eigenthümlichste. Bei Petrus, Clemens, Eanrestus, 
Sixtus (10 Jahre sind berechnet), Telesphorus, Hyginus, Eleutherus stimmt sie mit 
der des Hippolyt und Eusebins; bei Alexander, Pius, Anicetus, Soter geht sie mit 
Eusebius gegen Hippolyt. Die Daten für Linus, Anencletus, Victor und Zephyrinus 
sind ihr eigenthümlich. Sehr wahrscheinlich ist es mithin, dass Africanus eine römische 
Bischofsliste bis zum Tode des Eleutherus besass, die mit der, welcher Eusebins 
in der K.G. verwendet hat, wesentlich identisch gewesen ist. Nur den Anfang hat 
Africanus geändert, indem er zwischen Petrus und Linus 2 Jahre eingeschoben und 
Anencletus 4 Jahre abgezogen hat. Die Fortsetzung über den Tod des Eleutherus heraus 
hat er aus ganz trüben Quellen ergänzt. Die wesentliche Uebereinstimmung aber von 
Africanus, Hippolyt, Eusebius bis zum Amtsantritt des Victor lehrt, dass wir in 
der ihnen gemeinsamen Liste bis Eleutherus ein z. Z. des Victor v. Rom angefertigtes 
Verzeiehniss der römischen Bischöfe zu erkennerkennen haben, anders ausgedrückt, 
dass die Zahlen für die Amtsjahre der einzelnen römisches Bischöfe bis Eleutherus 
ungefähr so alt sind, wie die Liste des Irenäus.<note anchored="yes" id="vii-p14.1" n="141" place="foot"><p class="normal" id="vii-p15" shownumber="no">Lipsius theilt a. a. O. S. 36 
f. einen römischen Bischofscatalog 
aus der noch unedirten Chronik des Elias Nisibenus mit (s, ob. S. 54), 
den Sachau in London abgeschrieben. Denselben Catalog hat Abbeloos abgeschrieben 
n. a. a. O. T. I. p. 36 sq. not. mitgetheilt. Die beiden  Abschriften stimmen bis 
auf die Zahl für Euarestus, wo Sachau 10 J., Abbeloos wohl richtig 8 J. angibt. 
In dem Abschnitt bis Victor (excl.) liegt jedenfalls neben der K.G. auch die Chronik 
Euseb’s zu Grunde, auf welche sich, wie Abbeloos mittheilt, Elias direct 
bezogen hat.</p></note></p>

<pb id="vii-Page_75" n="75" />
</div1>

    <div1 id="viii" next="ix" prev="vii" progress="83.71%" title="Anhang. Zur Geschichte der Verbreitung der Passio S. Polycarp im Abendlande.">
<h1 id="viii-p0.1">Anhang.</h1>
<h2 id="viii-p0.2">Zur Geschichte der Verbreitung der Passio  <br />S. Polycarpi im Abendlande.</h2>
<pb id="viii-Page_76" n="76" />
<pb id="viii-Page_77" n="77" />
<p class="normal" id="viii-p1" shownumber="no">Was bisher aber die lateinische Passio Polycarpi bekannt geworden 
ist, hat Zahn in den Prolegg. zum zweiten Fascikel unserer Ausgabe der App. VV. 
(p. LIII sq.) zusammengestellt und bei seiner Recension des Martyrium Polycarpi 
(S. 133-167) verwerthet. Da nach Bollandus, Usher und Ruinart Niemand, 
soweit bekannt, über Handschriften der Passio, die er eingesehen, berichtet hat, 
so werden Mittheilungen über einige Pariser Codd., die der Unterzeichnete verglichen 
 hat, nicht überflüssig sein. Bekanntlich ist ja die lateinische Version des Martyriums 
ein Werk für sich, „<span id="viii-p1.1" lang="LA">quoniam innumeris in locis aut interpres latinus ingenio suo 
indulsit, res ipsas aeque ac verba graeca neglegens, aut, quod veri similius est, 
graecus textus, quo ille usus est, toto coelo distabat ab eo, quem ex Eusebio et 
graecis actorum codicibus recognoscimus.</span>“ Daneben aber hat im Abendland, wie wir 
sehen werden, als Passio Polycarpi eine Aufzeichnung Verbreitung gefunden, die sich als ein geschicktes Excerpt aus der Kirchengeschichte des Rufin erweist. Beide 
Formen haben nicht nur selbständig nebeneinander circulirt, sondern sie sind auch 
zusammengestellt und gemeinsam abgeschrieben worden. Dass die lat. Passio Polyc. 
im M A. viel gelesen worden ist, wird man schon daraus schliessen dürfen, dass allein 
auf der Pariser National-Biblioth. sich etwa 15 Abschriften derselben befinden.</p>
<pb id="viii-Page_78" n="78" />
<p class="normal" id="viii-p2" shownumber="no">I. Bollandus<note anchored="yes" id="viii-p2.1" n="142" place="foot"><p class="normal" id="viii-p3" shownumber="no">Vgl. <scripRef id="viii-p3.1" osisRef="Bible:Acts.58" parsed="|Acts|58|0|0|0" passage="Act. 58">Act. 58</scripRef>. Jan. T. II (ann. 1643) p. 692 § 10, p. 705 not. 
a.</p></note> hat für die Passio drei Codd. verwandt. 
Er legte den Cod. Audomarensis (a) und den mit ihm verwandten, den Chiffletius 
eingesehen (ch), zu Grunde, benutzte aber ausserdem noch einen Cod. S. Maximini 
Trev. (m), der von den beiden erst genannten stärker abwich. Varianten hat er übrigens 
nur in wenigen Fällen angegeben. Den Cod. m. habe ich verglichen<note anchored="yes" id="viii-p3.2" n="143" place="foot"><p class="normal" id="viii-p4" shownumber="no">Die Ermittelung des Cod. Trevir. sowie des weiter unten zu erwähnenden 
Cod. Feuillant. und des Cod. Carmelit. Discalceat. (in der Bibliothek de l’Arsenal) verdanke ich meinem Freunde v. Gebhardt. Die übrigen Hss. waren mit Hilfe 
des Catalogs leicht zu identificiren.</p></note>. Es wird daher 
jetzt auch möglich sein, annähernd zu bestimmen, was a und ch enthalten haben.</p>
<p class="hang2" id="viii-p5" shownumber="no">Bibl. Nation. Lat. Nr. 9741 (Acta SS. T. I), membr., 226 fol. in fol., 2 Columnen, 40 Zeilen, sacc. XIII vel. XIV. Fol. 159<sup>b</sup> <scripRef id="viii-p5.1" osisRef="Bible:Col.2" parsed="|Col|2|0|0|0" passage="Col. 2">Col. 2</scripRef> in fine: 
„<span id="viii-p5.2" lang="LA">Explicit passio babilli</span>“. Fol. 160<sup>a</sup> <scripRef id="viii-p5.3" osisRef="Bible:Col.1" parsed="|Col|1|0|0|0" passage="Col. 1">Col. 1</scripRef>: „<span id="viii-p5.4" lang="LA">Incipit passio sci policarpi episcopi.</span>“ Fol. 162<sup>b</sup> <scripRef id="viii-p5.5" osisRef="Bible:Col.2" parsed="|Col|2|0|0|0" passage="Col. 2">Col. 2</scripRef>: „<span id="viii-p5.6" lang="LA">Explicit passio sci policarpi episcopi et martyris. Incipit passio s. preiecti martyris.</span></p>

<p class="normal" id="viii-p6" shownumber="no">Die Varianten dieses Cod. sind zur Recension des Textes, wie 
sie Bolland gegeben, vermerkt; der Bequemlichkeit wegen citire ich nach den Seiten 
und Zeilen der Zahn’schen Ausgabe<note anchored="yes" id="viii-p6.1" n="144" place="foot"><p class="normal" id="viii-p7" shownumber="no">Der Zahn’sche Text weicht von dem Bolland’s  an c. 98 Stellen 
ab. Ich verzeichne hier die LAA der Bollandisten, sofern sie aus dem Zahn’schen Apparate nicht erkennbar sind: S. 137, 2 bietet Boll. „ 
<span id="viii-p7.1" lang="LA">suscepta tam fidelium 
oblatione</span>“; S. 137, 13 „<span id="viii-p7.2" lang="LA">gratias</span>“; S. 139, 7 „<span id="viii-p7.3" lang="LA">quaerebatur etiam</span>“; S. 143, 3 „<span id="viii-p7.4" lang="LA">in tegulis</span>“; S. 143, 11 „<span id="viii-p7.5" lang="LA">alimenta</span>“; S. 145, 4 „<span id="viii-p7.6" lang="LA">susceptus est</span> (das suspectus bei 
Zahn ist ein Druckfehler); S. 147, 11 ,,<span id="viii-p7.7" lang="LA">imperia iudicis cruenta</span>“; 
S. 147, 20 
„<span id="viii-p7.8" lang="LA">dixit</span>“ (nicht: <span id="viii-p7.9" lang="LA">ait</span>); S. 151, 18 „<span id="viii-p7.10" lang="LA">exclamavit</span>“; S. 153, 3 „<span id="viii-p7.11" lang="LA">quod ille ante</span>“; S. 
153, 8 „<span id="viii-p7.12" lang="LA">fuisset allata</span>“; 5.153, 10 „<span id="viii-p7.13" lang="LA">fideles viri nuda</span>“; 
S. 155, 5 „<span id="viii-p7.14" lang="LA">intuens 
dixit</span>“; S. 157, 15 „<span id="viii-p7.15" lang="LA">illis etiam sancto probato</span>“ om. B; 
S. 157, 16 „<span id="viii-p7.16" lang="LA">hoc ita 
fuisset effectum</span>“; S. 161, 1 „<span id="viii-p7.17" lang="LA">fundenda</span>“; S. 161, 7 „<span id="viii-p7.18" lang="LA">honorifice ac libenter</span>“; 
S. 161, 12 „<span id="viii-p7.19" lang="LA">martyris</span>“; S. 163, 7 „<span id="viii-p7.20" lang="LA">totius ecclesiae catholicae</span>“; S. 163, 16 
„<span id="viii-p7.21" lang="LA">omnes vos</span>“.</p></note>.</p>

<p class="normal" id="viii-p8" shownumber="no"><span id="viii-p8.1" lang="LA">Ecclesia dei quae est apud smirnam ecclesiis dei salutem pholomiae 
et universis quae in locis sunt catholicis civitatibus <pb id="viii-Page_79" n="79" />misericordia et pax et amor dei patris ac amor domini nostri Jesu 
Christi cum omnibus habundet in saeculo.</span></p>

<p class="normal" id="viii-p9" shownumber="no">S. 135 Z. 1 <span id="viii-p9.1" lang="LA">persecutionem</span>, Z. 1 
<span id="viii-p9.2" lang="LA">sedabat</span>, Z. 4 <span id="viii-p9.3" lang="LA">famulos ergo</span>, Z. 
8 sq. <span id="viii-p9.4" lang="LA">quo omnes</span>, Z. 12 <span id="viii-p9.5" lang="LA">coronae</span> om., Z. 13
<span id="viii-p9.6" lang="LA">martyrium</span>, Z. 16 <span id="viii-p9.7" lang="LA">redditos</span> om., Z. 16
<span id="viii-p9.8" lang="LA">miliciam</span>, Z. 18 <span id="viii-p9.9" lang="LA">circa</span>, Z 21
<span id="viii-p9.10" lang="LA">crepitantia tormenta flagellorum</span>, Z. 23 <span id="viii-p9.11" lang="LA">popularet visio 
fleret</span>, Z. 24 <span id="viii-p9.12" lang="LA">ipse</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p10" shownumber="no">S. 137 Z. 5 <span id="viii-p10.1" lang="LA">frangeret</span>, Z. 6 
<span id="viii-p10.2" lang="LA">ac roborator</span>, Z. 7 <span id="viii-p10.3" lang="LA">illis celestem</span>, 
Z. 8 <span id="viii-p10.4" lang="LA">imperia</span> om., Z. 8 <span id="viii-p10.5" lang="LA">iudex ille</span>, Z. 8 
<span id="viii-p10.6" lang="LA">fuit</span> om., Z. 8 <span id="viii-p10.7" lang="LA">potentia</span>, Z. 9 
<span id="viii-p10.8" lang="LA">aeternae</span>, 
Z. 10 <span id="viii-p10.9" lang="LA">proponebant</span>, Z. 12 <span id="viii-p10.10" lang="LA">exitu</span>, Z. 15 
<span id="viii-p10.11" lang="LA">deo mente</span>, Z. 16 <span id="viii-p10.12" lang="LA">patientia suae</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p11" shownumber="no">S. 139 Z. 1 <span id="viii-p11.1" lang="LA">aetatem suam</span>, Z. 2 
<span id="viii-p11.2" lang="LA">in se inimicum</span>, Z. 3 <span id="viii-p11.3" lang="LA">persuaderet</span>, 
Z. 7 <span id="viii-p11.4" lang="LA">nocentes</span>, Z. 7 <span id="viii-p11.5" lang="LA">et quaeratur</span>, Z. 13 
<span id="viii-p11.6" lang="LA">astruendum</span>, Z. 17 <span id="viii-p11.7" lang="LA">quo cessisse</span>, Z. 17 
<span id="viii-p11.8" lang="LA">eiecisse 
compulsum</span>, Z. 19 <span id="viii-p11.9" lang="LA">petit</span>, Z. 22 <span id="viii-p11.10" lang="LA">Smyrnae</span> om.</p>

<p class="normal" id="viii-p12" shownumber="no">S. 141 Z. 1 <span id="viii-p12.1" lang="LA">imploramus</span>, Z. 6 sq. 
<span id="viii-p12.2" lang="LA">cremandum ecce</span>, Z. 7 <span id="viii-p12.3" lang="LA">in alium 
agrum forte</span>, Z. 9 <span id="viii-p12.4" lang="LA">uno ex his</span>, Z. 11
<span id="viii-p12.5" lang="LA">vero</span> om., Z. 12 sq. <span id="viii-p12.6" lang="LA">ut et ille finita passione 
Christi</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p13" shownumber="no">S. 143 Z. 1 <span id="viii-p13.1" lang="LA">quaerentes</span>, Z. 2 
<span id="viii-p13.2" lang="LA">vero</span> om., Z. 7 <span id="viii-p13.3" lang="LA">habuit</span>, Z. 7 
<span id="viii-p13.4" lang="LA">proferre</span> om., Z. 12 
<span id="viii-p13.5" lang="LA">ne hoc</span>, Z. 16 <span id="viii-p13.6" lang="LA">stans</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p14" shownumber="no">S. 145 Z. 1 <span id="viii-p14.1" lang="LA">custoditae</span> om.</p>

<p class="normal" id="viii-p15" shownumber="no">S. 147 Z. 3 <span id="viii-p15.1" lang="LA">artorum</span>, Z. 6 
<span id="viii-p15.2" lang="LA">per arenam velocitate</span>, Z. 8 <span id="viii-p15.3" lang="LA">iam</span> om., 
Z. 9 <span id="viii-p15.4" lang="LA">clamans</span>, Z. 13 <span id="viii-p15.5" lang="LA">aliqua in te</span>, Z. 16 
<span id="viii-p15.6" lang="LA">habere patientiam</span>, Z. 18 <span id="viii-p15.7" lang="LA">impium profanum</span>, 
Z. 20 <span id="viii-p15.8" lang="LA">ait tolle</span>, Z. 21 <span id="viii-p15.9" lang="LA">Christum</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p16" shownumber="no">S. 149 Z. 4 auctorem, Z. 11 probato, Z. 11 sq. <span id="viii-p16.1" lang="LA">obaudientes</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p17" shownumber="no">S. 151 Z. 4 <span id="viii-p17.1" lang="LA">durus</span>, Z. 16
<span id="viii-p17.2" lang="LA">media ter</span> om., Z. 17 <span id="viii-p17.3" lang="LA">esse</span> om., Z. 
20 <span id="viii-p17.4" lang="LA">violatorque</span>, Z. 20 <span id="viii-p17.5" lang="LA">dicebat</span>, Z. 22 
<span id="viii-p17.6" lang="LA">asyarcum</span>, Z. 22 <span id="viii-p17.7" lang="LA">iratus</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p18" shownumber="no">S. 153 Z. 1  <span id="viii-p18.1" lang="LA">non</span> om., Z. 2 
<span id="viii-p18.2" lang="LA">aequo uno</span>, Z. 5 <span id="viii-p18.3" lang="LA">eam esse quam prophetaveram veram passionem</span>, Z. 12 
<span id="viii-p18.4" lang="LA">potius</span>, Z. 13 <span id="viii-p18.5" lang="LA">quae</span> om., Z. 14 
<span id="viii-p18.6" lang="LA">cum ergo</span> eum.</p>

<p class="normal" id="viii-p19" shownumber="no">S. 155 Z. 2 <span id="viii-p19.1" lang="LA">ignis ardorem, vinculis bene illa facietis</span>, Z. 3 
<span id="viii-p19.2" lang="LA">eum nemo ferro</span>, 
Z. 3 sq. <span id="viii-p19.3" lang="LA">ligatis manibus</span>, Z.11 <span id="viii-p19.4" lang="LA">dixisti</span>.</p>
<pb id="viii-Page_80" n="80" />
<p class="normal" id="viii-p20" shownumber="no">S. 157 Z. 10 <span id="viii-p20.1" lang="LA">vel auri</span>, Z. 10 
<span id="viii-p20.2" lang="LA">conflata</span>, Z. 12 <span id="viii-p20.3" lang="LA">tractum</span>, Z. 15 
<span id="viii-p20.4" lang="LA">inicere 
illo etiam sic probato</span>, Z. 19 <span id="viii-p20.5" lang="LA">et quod</span> om., Z. 19 
<span id="viii-p20.6" lang="LA">est</span> om.</p>

<p class="normal" id="viii-p21" shownumber="no">S. 159 Z. 1 <span id="viii-p21.1" lang="LA">tamen</span> om., Z. 3 
<span id="viii-p21.2" lang="LA">ei</span> om., Z. 3 <span id="viii-p21.3" lang="LA">fuissent constant</span>, 
Z. 9 <span id="viii-p21.4" lang="LA">communicare generibus</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p22" shownumber="no">S. 161 Z. 1 <span id="viii-p22.1" lang="LA">reliquis</span>, Z. 4
<span id="viii-p22.2" lang="LA">pati tanta</span>, Z. 9 <span id="viii-p22.3" lang="LA">ex</span> om., Z. 9 
<span id="viii-p22.4" lang="LA">Iudaeorum 
vi</span>, Z. 10 <span id="viii-p22.5" lang="LA">colligimus</span>, Z. 12 <span id="viii-p22.6" lang="LA">martyrii</span>, Z. 14 
<span id="viii-p22.7" lang="LA">martyrum smirna</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p23" shownumber="no">S. 163 Z. 1 <span id="viii-p23.1" lang="LA">sustinet</span>, Z. 2 
<span id="viii-p23.2" lang="LA">imitaturi</span>, Z. 6 <span id="viii-p23.3" lang="LA">salvatorem ut</span>, Z. 
7 <span id="viii-p23.4" lang="LA">et corporum</span>, Z. 7 <span id="viii-p23.5" lang="LA">catholicae totius ecclesiae</span>, Z. 14 
<span id="viii-p23.6" lang="LA">ipse est</span>, Z. 14 <span id="viii-p23.7" lang="LA">honor potentia</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p24" shownumber="no">S. 165 Z. 2 <span id="viii-p24.1" lang="LA">troiani</span>, Z. 2 
<span id="viii-p24.2" lang="LA">statu quadrati</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p25" shownumber="no">S. 167 Z. 9 sq. <span id="viii-p25.1" lang="LA">ego autem his sacratis</span>, Z. 10 
<span id="viii-p25.2" lang="LA">his</span> om., Z.. 11 <span id="viii-p25.3" lang="LA">ego 
— scripsi</span> om., Z. 14 <span id="viii-p25.4" lang="LA">patre et filio</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p26" shownumber="no">Eine Vergleichung dieses Cod. m. mit den Codd. Sarisb. et Cotton., 
welche der Ausgabe von Usher zu Grunde liegen, zeigt, dass m jenen Codd. bedeutend 
verwandter ist, als dem Codd. a und ch. Doch steht er diesen wiederum näher als 
die beiden englischen Codd., nimmt zwischen beiden Familien eine Mittelstellung 
ein und ist somit ein sehr werthvoller Zeuge. B (= a u. ch) m gegen U (Codd. 
Uss.) wird aber fast durchgehends von grösserem Gewicht sein als U m gegen B.</p>

<p class="normal" id="viii-p27" shownumber="no">II–IV. Unter den von mir verglichenen MSS der Passio S. Polyc. 
der Pariser National-Bibliothek befinden sich drei, die, sehr sorgfältig geschrieben, 
einander zum Verwechseln ähnlich sind, und bis auf ganz unbedeutende Varianten genau 
denselben Text in derselben Verfassung bieten. Es sind die Codd. (membr.) Nr. 17003, 
5291, 5341; sie enthalten den ersten Band von Vitae Sanctorum und scheinen etwa 
dem 13. Jahrh. anzugehören. Aus paläographischen Merkmalen liess sich über die Priorität 
des einen oder anderen nichts entscheiden; wahrscheinlich gebührt dem Cod. Nr. 17003 
der Vorrang.</p>

<p class="normal" id="viii-p28" shownumber="no">Nr. 17003, olim Feuillantinus, 209 fol. in fol., 2 Columnen, 
45 Zeilen. Fol. 176<sup>b</sup> <scripRef id="viii-p28.1" osisRef="Bible:Col.2" parsed="|Col|2|0|0|0" passage="Col. 2">Col. 2</scripRef>: „<span id="viii-p28.2" lang="LA">Explicit passio sancti preiecti <pb id="viii-Page_81" n="81" />episcopi et marini abbatis. passio sancti policarpi episcopi</span>“. 
Fol. 180<sup>a</sup> <scripRef id="viii-p28.3" osisRef="Bible:Col.2" parsed="|Col|2|0|0|0" passage="Col. 2">Col. 2</scripRef>: „<span id="viii-p28.4" lang="LA">membra cupiebant</span>“ (Vgl. Zahn, a. a. O. S. 153, 11). „<span id="viii-p28.5" lang="LA">Incipit vita sancti iuliani episcopi cennomannensis.</span>“ 
— f.</p>

<p class="normal" id="viii-p29" shownumber="no">Nr. 5291, olim Colbertinus, 159 fol. in fol., 2 Columnen, 44 
Zeilen. Fol. 153<sup>a</sup> <scripRef id="viii-p29.1" osisRef="Bible:Col.1" parsed="|Col|1|0|0|0" passage="Col. 1">Col. 1</scripRef>: „<span id="viii-p29.2" lang="LA">Explicit passio sancti preiecti episcopi et marini abbatis. 
Incipit passio sancti policarpi episcopi</span>“. Fol. 156<sup>b</sup> <scripRef id="viii-p29.3" osisRef="Bible:Col.1" parsed="|Col|1|0|0|0" passage="Col. 1">Col. 1</scripRef>: „<span id="viii-p29.4" lang="LA">membra cupiebant. 
Incipit vita sancti iuliani episcopi cennomannensis.</span>“ — cl<sup>1</sup>.</p>

<p class="normal" id="viii-p30" shownumber="no">Nr. 5341, olim Colbertinus,<note anchored="yes" id="viii-p30.1" n="145" place="foot"><p class="normal" id="viii-p31" shownumber="no">Ob dieser oder Nr. 5291 oder ein dritter noch unbekannter Cod. 
der Colbertinus ist, den Ruinart eingesehen, kann nicht ermittelt werden, ist 
aber auch gleichgültig, da sie jedenfalls fast genau denselben Text bieten, der 
Ruinart vorlag. Doch ist mir der letztgenannte Fall der wahrscheinlichs$e; denn 
z. B. c.10 (S. 149, 13) giebt R. an, dass nur der Cod. pratell. „<span id="viii-p31.1" lang="LA">honorem gerere</span>“ 
lese, so bieten aber auch die Colbertini.</p></note> 171 fol. in fol., 2 Columnen, 50 
Zeilen. Fol. 143b <scripRef id="viii-p31.2" osisRef="Bible:Col.2" parsed="|Col|2|0|0|0" passage="Col. 2">Col. 2</scripRef>: „<span id="viii-p31.3" lang="LA">Explicit passio sancti preiecti episcopi et marini abbatis. 
passio sancti policarpi episcopi.</span>“ Fol. 147a <scripRef id="viii-p31.4" osisRef="Bible:Col.2" parsed="|Col|2|0|0|0" passage="Col. 2">Col. 2</scripRef>: „<span id="viii-p31.5" lang="LA">membra cupiebant. Incipit 
vita sanctae paulae descripta a beato ieronimo presbitero.</span>“ cl<sup>2</sup>.</p>

<p class="normal" id="viii-p32" shownumber="no">Die Passio Polycarpi beginnt in diesen drei Codd. übereinstimmend 
mit den Worten: ,,<span id="viii-p32.1" lang="LA">Antonino qui Pius cognominatus est vicesimo et secundo anno principatus 
exacto marcus aurelius verus et antoninus filius eius cum lucio fratre succedunt</span>“. 
Diese Worte stammen aus dem Anfang des 15. Cap. der Rufin’schen Uebersetzung der 
Kirchengeschichte des Eusebius<note anchored="yes" id="viii-p32.2" n="146" place="foot"><p class="normal" id="viii-p33" shownumber="no">Vgl. Eccl. Hist. Ruffino interpr. edid. Cacciari (ann. 1749); 
204.</p></note>. Eben diese Kirchengeschichte ist nun weiter so 
ausgebeutet, dass alle Stellen, in welchen dort von Irenäus über Polycarp berichtet 
ist, ausgeschrieben sind. Dieselben sind in gier Rufinsehen Fassung lose aneinander 
gereiht. Zunächst folgt der Excerptor dem 15. Cap. des 4. Buches bis „<span id="viii-p33.1" lang="LA">finivit</span>“ (Cacc. S. 204, 20); dann entnahm er dem 14. Cap. alles, was dort als 
von Irenäus überliefert mitgetheilt wird (S. 202, 14-204, <pb id="viii-Page_82" n="82" />8); hierauf ging er zu V, 20 
über und schrieb den gesammten 
Inhalt dieses Cap. (von S. 295, 14) aus; endlich folgte V, 24 (S. 304, 20-305, 1; 
S. 307, 2-308, 5). Diese Zusammenstellung schliesst mit den Worten ab: „<span id="viii-p33.2" lang="LA">Hactenus 
haec quae de gestis policarpi ex hyrenei scriptis</span><note anchored="yes" id="viii-p33.3" n="147" place="foot"><p class="normal" id="viii-p34" shownumber="no">D. h. durch Vermittelung des Ruf. Die ausgeschriebenen Stellen 
Bind für die Textkritik des Rufin nicht unwichtig. Sie weichen von dem Texte Cacciari’s, 
dem übrigens treffliche Codd. zu Gebote standen (vgl. Praef. pag. 3 sq.), hie und 
da ab.</p></note> <span id="viii-p34.1" lang="LA">excerpsimus. 
De quo plane policarpo 
nos necessarium duximus memoriae tradere, maxime cum scripta extat epistula ex persona 
ecclesiae smirneorum ad ponti ecclesias data quae de martyrii eius beato fine
designat cuius exemplum infra scriptum est.</span>“ Es ist dieses Excerpt der Compilation 
über das Leben Polykarps, welche der Cod. Reg. Biblioth. Vatic. Nr. 81 (abgedruckt 
bei Dressel p. XXXIV sq., vgl. Zahn, p. XXVIII) enthält, zwar ähnlich, aber nicht 
von ihr abhängig, sondern ein eigenthümliches Elaborat. Hieran schliesst sich nun 
unmittelbar die Abschrift des Smyrnäerbriefes aus Rufin,<note anchored="yes" id="viii-p34.2" n="148" place="foot"><p class="normal" id="viii-p35" shownumber="no">Ich habe dieselbe aus dem Cod. Feuillant. abgeschrieben.</p></note> d. h. des Briefes in 
der eusebianischen Form. Unstreitig hat der Text des Rufin eingewirkt auf die lateinische 
Ueberlieferung der selbständigen Passio Polycarpi. Es lässt sich das durch einzelne 
charakteristische Beispiele belegen;<note anchored="yes" id="viii-p35.1" n="149" place="foot"><p class="normal" id="viii-p36" shownumber="no">So sei gleich auf den Eingang c. 1 (Zahn S. 135, 1) hingewiesen. 
Dort bieten f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, ch und der noch zu erwähnende Carmelit. „<span class="sc" id="viii-p36.1">per signaculum</span>“ 
m, a und die Codd. Uss. „<span id="viii-p36.2" lang="LA">velut signaculum</span>“; Ruf. aber hat 
<span id="viii-p36.3" lang="LA">velut signac.</span> und so lesen 
auch f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup> dort, wo sie den durch Eusebius-Rufin recensirten Brief mittheilen. 
Uebrigens ist sonst der Einfluss des Eusebius auf f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup> stärker, als auf 
a, 
m, U; vgl. darüber das ff.</p></note> auf eine Beeinflussung von grösserer Tragweite 
wird unten zu verweisen sein. Der Brief wird bis zu den Worten (Cacc. S. 214, 24) mitgetheilt: „<span id="viii-p36.4" lang="LA">cum quo etiam alii duodecim ex phyladelphia venientes apud smirnam 
martyrio consummati sunt regnante domino nostro Jesu Christo qui cum patre et Spiritu 
Sancto vivit et regnat deus per omnia saecula saeculorum. <pb id="viii-Page_83" n="83" />amen. Explicit passio sancti policarpi. Gregorius turonensis</span>,“ 
d. h. es folgt nün jener Bericht Gregor’s über ein Wunder, welches sich am Tage 
des h. Polyc. zugetragen hat. Hieran schliesst sich unmittelbar mit den Worten: 
„<span id="viii-p36.5" lang="LA">Incipit epistula smirneorum missa universis ecclesiis de passione sancti policarpi 
episcopi</span>“ die Passio Polycarpi in der selbständigen lateinischen Gestalt. Ich gebe 
die Varianten der drei Codd. zu dem von Ruinart<note anchored="yes" id="viii-p36.6" n="150" place="foot"><p class="normal" id="viii-p37" shownumber="no">Zu Gebote steht mir nur der  spätere Veroneser Druck der Acta Mart. v. J. 
1731 (Vgl. p. 27 sq.).</p></note> recensirten Text, da Ruitiart 
seiner Ausgabe neben einem Cod. Pratellensis (pr) einen Colbertinus zu Grunde gelegt 
hat.</p>

<p class="normal" id="viii-p38" shownumber="no">Der Bequemlichkeit wegen citire ich wiederum Seiten und Zeilen 
nach der Ausgabe von Zahn<note anchored="yes" id="viii-p38.1" n="151" place="foot"><p class="normal" id="viii-p39" shownumber="no">Der mir vorliegende Veroneser Text weicht von den Angaben 
Zahn’s an folgenden Stellen ab: S. 135, 4 bietet Ruin. „<span id="viii-p39.1" lang="LA">quam</span>“; S. 135, 14 „<span id="viii-p39.2" lang="LA">reddi</span>“; S. 137, 
9 „<span id="viii-p39.3" lang="LA">enim se</span>“; S. 137, 15 „<span id="viii-p39.4" lang="LA">adstitit</span>“; S. 139, 17 „<span id="viii-p39.5" lang="LA">videmus cessisse</span>“; 
S. 139, 19 „<span id="viii-p39.6" lang="LA">mente</span>“ o m.; S. 143, 3 „<span id="viii-p39.7" lang="LA">in tegulis</span>“; S. 143, 9 „<span id="viii-p39.8" lang="LA">et tantam</span>“; S. 143, 11 „ alimenta“; S. 147, 11 „imperia iudicis“; S. 151, 4 „invenerit“; 
S. 151, 4 sq. „<span id="viii-p39.9" lang="LA">vulnere merita</span>“; S. 151, 14 „<span id="viii-p39.10" lang="LA">loquitur Polycarpus</span>“; S. 153, 2 „<span id="viii-p39.11" lang="LA">omnium aequo</span>“; S. 153, 3 „<span id="viii-p39.12" lang="LA">ille ante</span>“; S. 153, 6 „<span id="viii-p39.13" lang="LA">et argesteria</span>“; S. 153, 8 ,,<span id="viii-p39.14" lang="LA">fuisset</span>“; 
S. 153, 9 „<span id="viii-p39.15" lang="LA">quod facere</span>“; S. 153, 10 „<span id="viii-p39.16" lang="LA">fideles viri</span>“. Ich bedauere, dass mir die edit. 
I oder II Ruinart’s nicht zur Hand ist; die meisten der hier mitgetheilten Varianten 
würden sich gewiss erledigen, so sicher die zu p. 135, 4. 135, 14, 139, 19. 151, 
4. 151, 5 bemerkten. Dass indess nicht alle diese Abweichungen auf Rechnung des 
Nachdrucks kommen, ergiebt sich aus einer Vergleichung der oben S. 78 n. 3 verzeichneten 
LAA der Bollandisten, welche lehrt, dass. der Zahn’sche Text S. 143, 3; 143, 11; 
147, 11; 153, 3; 153, 8; 153, 10 zu verbessern ist.</p></note>.</p>

<p class="normal" id="viii-p40" shownumber="no"><span id="viii-p40.1" lang="LA">Ecclesia dei quae est apud Smyrnam ecclesiae dei constitutae 
apud Philomelium et omnibus quae ubique aunt sanctis ecclesiis catholicis misericordia 
et pax et caritas dei patris et domini nostri Jesu Christi cum omnibus vobis multiplicetur.</span></p>

<p class="normal" id="viii-p41" shownumber="no">S. 135 Z. 5 <span id="viii-p41.1" lang="LA">primo</span>, Z. 13 
<span id="viii-p41.2" lang="LA">est</span> om., Z. 14 <span id="viii-p41.3" lang="LA">reddit</span>, Z. 15
<span id="viii-p41.4" lang="LA">doctores</span>, 
Z. 18 <span id="viii-p41.5" lang="LA">cuncta</span> om., Z. 19 <span id="viii-p41.6" lang="LA">durorum</span>, Z. 20 
<span id="viii-p41.7" lang="LA">laminas</span>; Z. 21 <span id="viii-p41.8" lang="LA">crepitantium</span>.</p>
<pb id="viii-Page_84" n="84" />
<p class="normal" id="viii-p42" shownumber="no">S. 137 Z. 2 <span id="viii-p42.1" lang="LA">praesens etiam</span>, Z. 3 
<span id="viii-p42.2" lang="LA">aeternam vitam et illa quae</span>, 
Z. 4 <span id="viii-p42.3" lang="LA">temperabat violentiam</span>, Z. 6 <span id="viii-p42.4" lang="LA">et probator animarum</span>, Z. 6 sq. 
<span id="viii-p42.5" lang="LA">medebatur</span>, Z. 7 
<span id="viii-p42.6" lang="LA">coronae illius caelestia</span>, Z. 11 <span id="viii-p42.7" lang="LA">caelestia terrenis</span>, Z. 15 
<span id="viii-p42.8" lang="LA">quidam fortissimus</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p43" shownumber="no">S. 139 Z. 1 sq. <span id="viii-p43.1" lang="LA">omnia  in se forte contemneret</span>, Z. 4 
<span id="viii-p43.2" lang="LA">huius mundi</span>, 
Z. 9 <span id="viii-p43.3" lang="LA">prona</span>, Z. 11 <span id="viii-p43.4" lang="LA">feris ipso</span>, Z. 11
<span id="viii-p43.5" lang="LA">voluit</span>, Z. 12 <span id="viii-p43.6" lang="LA">conversa ad diabolum voluntate</span>, 
Z. 19 <span id="viii-p43.7" lang="LA">petit</span>, Z. 19 <span id="viii-p43.8" lang="LA">mente turbatus</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p44" shownumber="no">S. 141 Z. 4 <span id="viii-p44.1" lang="LA">strati</span> (cl<sup>1</sup> cl<sup>2</sup>: „<span id="viii-p44.2" lang="LA">stratis</span>“, aber corrigirt aus 
„<span id="viii-p44.3" lang="LA">strati</span>“), Z. 5 <span id="viii-p44.4" lang="LA">qui venerant</span>, Z. 8 
<span id="viii-p44.5" lang="LA">eum</span> om., Z. 8 <span id="viii-p44.6" lang="LA">affuerant</span>, Z. 8 
<span id="viii-p44.7" lang="LA">custodes</span> om., 
Z. 10 <span id="viii-p44.8" lang="LA">ipse</span> om., Z. 12 <span id="viii-p44.9" lang="LA">citius eum in arena</span>, Z. 12
<span id="viii-p44.10" lang="LA">illi </span>(cl<sup>1</sup>: „<span id="viii-p44.11" lang="LA">ille</span>“, c1<sup>2</sup>: „<span id="viii-p44.12" lang="LA">ille</span>“ 
corr. ex „<span id="viii-p44.13" lang="LA">illi</span>“).</p>

<p class="normal" id="viii-p45" shownumber="no">S. 143 Z. 1 <span id="viii-p45.1" lang="LA">persequentes</span>, Z. 1 sq. 
<span id="viii-p45.2" lang="LA">equorum magna copia ve armorum</span>, 
Z. 2 <span id="viii-p45.3" lang="LA">Christi servum</span>, Z. 3 <span id="viii-p45.4" lang="LA">inveniunt</span>, Z. 4 cl<sup>2</sup>:
<span id="viii-p45.5" lang="LA">alium</span> om., Z. 5 <span id="viii-p45.6" lang="LA">dei voluntas</span>, Z. 
7 <span id="viii-p45.7" lang="LA">nulla aetas</span>, Z. 8 <span id="viii-p45.8" lang="LA">gratiae spiritus caelestis</span>, Z. 9 
<span id="viii-p45.9" lang="LA">et</span> om., Z. 13 <span id="viii-p45.10" lang="LA">saciare</span>, Z. 
16 <span id="viii-p45.11" lang="LA">stans petebat dei donum</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p46" shownumber="no">S: 145 Z. 1 <span id="viii-p46.1" lang="LA">acciperetur corona</span>, Z. 2 cl<sup>1</sup> cl<sup>2</sup>: 
<span id="viii-p46.2" lang="LA">in asino</span>, Z. 2 <span id="viii-p46.3" lang="LA">maiore</span>, Z. 7 
<span id="viii-p46.4" lang="LA">domine sacrificare</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p47" shownumber="no">S. 147 Z. 5 <span id="viii-p47.1" lang="LA">sures</span>, Z. 6 f: 
<span id="viii-p47.2" lang="LA">currebat ex currebant</span>, Z. 6 <span id="viii-p47.3" lang="LA">nullius</span>, 
Z. 8 <span id="viii-p47.4" lang="LA">vox statim missa</span>, Z. 10 f cl<sup>1</sup>: 
<span id="viii-p47.5" lang="LA">ergo</span>, Z. 19 sq. <span id="viii-p47.6" lang="LA">intuens tolle impios dixit</span>, 
Z. 21 <span id="viii-p47.7" lang="LA">ait tunc</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p48" shownumber="no">S. 149 Z. 4 <span id="viii-p48.1" lang="LA">factorem semper</span>, Z. 6 
<span id="viii-p48.2" lang="LA">sed</span> om., Z. 8 <span id="viii-p48.3" lang="LA">irascaris</span>, Z. 9 
<span id="viii-p48.4" lang="LA">ego</span> om., Z. 9 <span id="viii-p48.5" lang="LA">a</span> om., Z. 9 sq. 
<span id="viii-p48.6" lang="LA">incipias</span>, Z. 10 <span id="viii-p48.7" lang="LA">ei</span> om., Z 
.12 cl<sup>2</sup>: <span id="viii-p48.8" lang="LA">esse ad ea</span>, Z. 13 <span id="viii-p48.9" lang="LA">honorem gerere</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p49" shownumber="no">S. 151 Z. 4 <span id="viii-p49.1" lang="LA">inveneris</span>, Z. 4 
<span id="viii-p49.2" lang="LA">tripudiabor</span>, cl<sup>2</sup> <span id="viii-p49.3" lang="LA">tripudiabo ex bor</span>, 
Z. 4 <span id="viii-p49.4" lang="LA">levis</span>, Z. 7 cl<sup>1</sup> cl<sup>2</sup>
<span id="viii-p49.5" lang="LA">humilibus</span>, Z. 9 <span id="viii-p49.6" lang="LA">respondit</span>, om., Z. 10 
<span id="viii-p49.7" lang="LA">spatio</span> om., Z. 11 <span id="viii-p49.8" lang="LA">et</span> om., Z. 16 
<span id="viii-p49.9" lang="LA">magna voce ter</span>, Z. 16 
 cl<sup>1</sup> c1<sup>2</sup>: <span id="viii-p49.10" lang="LA">clamatus</span>, Z. 16 
<span id="viii-p49.11" lang="LA">est</span> om., Z. 21 <span id="viii-p49.12" lang="LA">peccarat</span> (cl<sup>2</sup>: 
<span id="viii-p49.13" lang="LA">precarat</span>).</p>

<p class="normal" id="viii-p50" shownumber="no">S. 153 Z. 2 <span id="viii-p50.1" lang="LA">omnibus</span> (cl<sup>2</sup>:
<span id="viii-p50.2" lang="LA">omnium</span>), Z. 7 cl<sup>1</sup> cl<sup>2</sup>:
<span id="viii-p50.3" lang="LA">haec ergo</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p51" shownumber="no">Bei <span id="viii-p51.1" lang="LA">cupiebant</span> (S. 153, 11) brechen, wie bemerkt, die 
drei Codd ab. Dieselben sind, wie leicht zu sehen, von dem Texte <pb id="viii-Page_85" n="85" />Zahn’s noch etwas weiter entfernt, als 
von dem Ruinarts, d. 
h. sie entfernen sich am stärksten von den sonst bekannten Textzeugen. Sie weisen 
übrigens bereits stärkere Einflüsse aus der Eusebius-Rufin’schen Fassung der Passio 
auf. Dahin gehört unzweifelhaft z. B. die LA: „<span id="viii-p51.2" lang="LA">iura fortunam Caesaris</span>“ c. 9 (S. 
147, 21), vgl. Cacciari S. 209, 25, weiter das honorem gerere c. 10 (S. 149, 13), vgl. Cacc. S. 210, 11 u. A. Ueber die spätere 
Beeinflussung dieser Familie durch Eusebius-Rufin siehe unten. Ueber den Cod. Pratellensis 
(pr), den Ruinart sonst noch benutzte, lässt sich aus den wenigen Angaben über 
denselben keine ausreichend sichere Kunde gewinnen. Doch ist folgendes estzustellen: 
1) der Cod. Pratell. gehört mit zu der Familie f, cl<sup>1</sup>, c1<sup>2</sup>; denn auch er bricht 
eigentlich bei c. 13 (S. 153, 11) ab, da Ruinart bemerkt, dass er das folgende nur 
„<span id="viii-p51.3" lang="LA">compendiosius</span>’, enthalte.<note anchored="yes" id="viii-p51.4" n="152" place="foot"><p class="normal" id="viii-p52" shownumber="no">Ausserdem vgl. S. 149, 13, wo f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup> und pr „<span id="viii-p52.1" lang="LA">honorem gerere</span>“ 
bieten.</p></note> Von welcherlei Art dieses Excerpt gewesen ist, wird 
sich im Folgenden noch feststellen lassen. 2) Aus den wenigen Angaben, die Ruinart 
über pr gemacht hat (vgl. S. 137, 2 sq.; 137, 6; 139, 8; 141, 3; 143, i sq.; 149, 
13) geht hervor, dass wir den Mangel einer näheren Kenntniss dieses Cod. verschmerzen 
können,<note anchored="yes" id="viii-p52.2" n="153" place="foot"><p class="normal" id="viii-p53" shownumber="no">So hat auch Zahn, l. c. p. LIV richtig geurtheilt.</p></note> und dies um so mehr, als wir in dem Cod. Carmel. discalc. suburbii Parisiensis 
(cr) allem Anschein nach einen Verwandten des Pratellensis besitzen. Auch dieser 
Codex gehört, wie sich sofort zeigt, zur Familie f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, da er nur bis „<span id="viii-p53.1" lang="LA">cupiebant</span>“ 
(S. 153, 11) reiht, dann aber das Folgende „<span id="viii-p53.2" lang="LA">compendiosius</span>“ berichtet, d. h. wie 
pr. Die sonst gänzlich unbezeugten LAA von pr<note anchored="yes" id="viii-p53.3" n="154" place="foot"><p class="normal" id="viii-p54" shownumber="no">Auch aus Rufin können dieselben für c. 1-13 nicht erklärt werden, 
mit Ausnahme der Stelle c. 12 (S. 153, 1) wo pr allein „<span id="viii-p54.1" lang="LA">quia venationes sen gladiatoria 
spectacula iam expleverat</span>“ bietet, während sonst alle bisher bekannten Zeugen „<span id="viii-p54.2" lang="LA">tempore 
iam muneris exsoluto</span>“ haben, Rufin aber (Cacc. S. 211, 9 sq.) „<span id="viii-p54.3" lang="LA">quia iam editionis suae munus explesset</span>“.</p></note> enthält er zwar nicht, wohl aber 
das „<span id="viii-p54.4" lang="LA">honorem gerere</span>“ S. 149, 13; man darf daher vielleicht <pb id="viii-Page_86" n="86" />urtheilen, dass er einem dem Archetypus von 4 cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, pr, er 
näher stehenden Text enthält, als pr, mit dem er freilich die Eigenthümlichkeit 
des besonderen Schlusses theilt.<note anchored="yes" id="viii-p54.5" n="155" place="foot"><p class="normal" id="viii-p55" shownumber="no">Dass des Schluss des pr wirklich identisch gewesen ist mit dem 
Schluss des cr, ergiebt sich aus der Bemerkang Ruinart’s za c. 14 (S. 155, 4).</p></note></p>

<p class="normal" id="viii-p56" shownumber="no">Ich glaube annehmen zu dürfen, dass der Cod. lat. Nr. 996 der 
Biblioth. de l’Arsenal, olim Carmel. discalc. suburbii Paris, derjenige Codex ist, 
den Ruinart einige Male. erwähnt und auf dessen Vergleichung Zahn<note anchored="yes" id="viii-p56.1" n="156" place="foot"><p class="normal" id="viii-p57" shownumber="no">Vgl. 1. c. p. LIV.</p></note> so grosse 
— leider 
täuschende Hoffnungen gesetzt hat. Da alles sonst aufs trefflichste stimmt, so ist 
anzunehmen, dass Ruinart sich geirrt hat, wenn er schrieb, dass die Worte c. 12 
(S. 153, 1): „<span id="viii-p57.1" lang="LA">quia venationes seu gladiatoria spectacula iam expleverat</span>“ sich ausser 
im Pratell. auch im Carmelit. fänden. Dort stehen sie nicht. Aber da selbst das 
„<span id="viii-p57.2" lang="LA">ergasteria</span>“ c. 13 (S. 153, 6) im Carmel. Nr. 996 zu lesen ist, so scheint es mir 
wahrscheinlicher, anzunehmen, dass Ruinart hier flüchtig gewesen ist, als dass die 
unbeschuhten Carmeliter zwei so gleiche Codd. besessen haben sollten.</p>

<p class="normal" id="viii-p58" shownumber="no">V. Bibl. de l’Arsenal Nr. 996, (Vitae SS), membr., 274 fol. in 
fol., 2 Columnen, 44 Zeilen, saec. XI1. Fol. 62<sup>b</sup> <scripRef id="viii-p58.1" osisRef="Bible:Col.1" parsed="|Col|1|0|0|0" passage="Col. 1">Col. 1</scripRef>: Nach der passio S. Vincentii 
M. „<span id="viii-p58.2" lang="LA">incipit passio sancti policarpi</span>“. Fol. 64a <scripRef id="viii-p58.3" osisRef="Bible:Col.2" parsed="|Col|2|0|0|0" passage="Col. 2">Col. 2</scripRef>: „<span id="viii-p58.4" lang="LA">incipit vita sancti iuliani 
episcopi</span>“. Der Codex enthält nur die selbständige Fassung des Smyrnäerbriefes. Ich 
gebe die Varianten, indem ich f (s. ob.) zu Grunde lege; so wird sich am leichtesten 
Verwandschaft wie Unterschied zwischen cr einerseits, f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup> andererseits herausstellen. 
Seiten und Zeilen sind die der Zahn’schen Ausgabe. Ganz eigenthümlich ist nur die 
Adresse:</p>

<p class="normal" id="viii-p59" shownumber="no"><span id="viii-p59.1" lang="LA">Ecclesia quae habetur Smyrnae ecclesiis dei salutem Philadelphiae</span><note anchored="yes" id="viii-p59.2" n="157" place="foot"><p class="normal" id="viii-p60" shownumber="no">Ebenso der Pratellensis deutliche Beeinflussung durch Eusebius.</p></note>
<span id="viii-p60.1" lang="LA">et quae in universis  locis sunt catholicae misericordia et pax et amor dei patris 
ac domini nostri Jesu Christi cum omnibus abundet in saeculo.</span></p>
<pb id="viii-Page_87" n="87" />
<p class="normal" id="viii-p61" shownumber="no">S. 135, Z. 1 <span id="viii-p61.1" lang="LA">superavit inimici</span>, Z. 3 
<span id="viii-p61.2" lang="LA">quae deberemus sequi</span>, Z. 4 <span id="viii-p61.3" lang="LA">fassus est</span>, Z. 5 
<span id="viii-p61.4" lang="LA">sui esse voluit, ideo primus</span>, Z. 9 <span id="viii-p61.5" lang="LA">informavit</span>, Z. 12 sq. 
<span id="viii-p61.6" lang="LA">martyrio consummato plena manet corona. quis enim tam pium dominum 
famulorum reddit obsequium</span>, Z. 18 <span id="viii-p61.7" lang="LA">circa deum ferventes fuerint</span>, Z. 18 
<span id="viii-p61.8" lang="LA">adversa pertulerint</span>, Z. 19 <span id="viii-p61.9" lang="LA">non grandi admiratione</span>, Z. 20 
<span id="viii-p61.10" lang="LA">cratae</span>, Z. 20 <span id="viii-p61.11" lang="LA">amabile gladium</span>, Z. 21 
<span id="viii-p61.12" lang="LA">confluente</span>, 
Z. 25 <span id="viii-p61.13" lang="LA">patientium o martyrum</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p62" shownumber="no">S. 137 Z. 1 <span id="viii-p62.1" lang="LA">sed libenter</span>, Z. 4 
<span id="viii-p62.2" lang="LA">violentiam temperabat</span>, Z. 6 sq. <span id="viii-p62.3" lang="LA">meditabatur</span>, Z. 8 
<span id="viii-p62.4" lang="LA">iudicis illius</span>, Z. 9 <span id="viii-p62.5" lang="LA">exui se enim</span>, Z. 9 
<span id="viii-p62.6" lang="LA">aeternae salutis</span>, Z. 15 <span id="viii-p62.7" lang="LA">mente deo</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p63" shownumber="no">S.139 Z. 4 <span id="viii-p63.1" lang="LA">mundi hujus</span>, Z. 11 
<span id="viii-p63.2" lang="LA">percussus</span>, Z. 23 sq. <span id="viii-p63.3" lang="LA">orationis</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p64" shownumber="no">S. 141 Z. 4 <span id="viii-p64.1" lang="LA">stratis</span>, Z. 7 
<span id="viii-p64.2" lang="LA">concesserat</span>, Z. 8 <span id="viii-p64.3" lang="LA">adfuerunt</span>, Z. 12 
<span id="viii-p64.4" lang="LA">ille</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p65" shownumber="no">S. 143 Z. 1 <span id="viii-p65.1" lang="LA">perquirentes</span>, Z. 2 
<span id="viii-p65.2" lang="LA">in Christi servum</span>, Z. 4 <span id="viii-p65.3" lang="LA">quidem 
illi</span>, Z. 6 <span id="viii-p65.4" lang="LA">distulit</span>, Z. 7 <span id="viii-p65.5" lang="LA">illa aetas</span>, Z. 8 
<span id="viii-p65.6" lang="LA">spiritus gratiae caelestis</span>, Z. 11 <span id="viii-p65.7" lang="LA">illis 
alimenta</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p66" shownumber="no">S. 145 Z. 1 <span id="viii-p66.1" lang="LA">horae illius tempus</span>, Z. 1 
<span id="viii-p66.2" lang="LA">quae custoditae</span>, Z. 2 <span id="viii-p66.3" lang="LA">in asino</span>, Z. 3 
<span id="viii-p66.4" lang="LA">et Herodem</span>, Z. 3 <span id="viii-p66.5" lang="LA">Niceten</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p67" shownumber="no">S. 147 Z. 3 <span id="viii-p67.1" lang="LA">artarum</span>, Z. 4 
<span id="viii-p67.2" lang="LA">commotis</span>, Z. 5 <span id="viii-p67.3" lang="LA">sures eius</span>, Z. 5 
<span id="viii-p67.4" lang="LA">quassarent</span>, Z. 6 <span id="viii-p67.5" lang="LA">velocitate per arenam currebat, ut nulla corporis</span>, Z. 
17 <span id="viii-p67.6" lang="LA">in alieno</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p68" shownumber="no">S. 149 Z. 1 <span id="viii-p68.1" lang="LA">annum ingredior</span>, Z. 4 
<span id="viii-p68.2" lang="LA">fauctorem semper</span>, Z. 13 sq. <span id="viii-p68.3" lang="LA">mandatis</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p69" shownumber="no">S. 151 Z. 4 <span id="viii-p69.1" lang="LA">tripudiabo</span>, Z. 7 
<span id="viii-p69.2" lang="LA">humilibus</span>, Z. 9 <span id="viii-p69.3" lang="LA">concremabo</span>, Z. 10 
<span id="viii-p69.4" lang="LA">horae spatio</span>, Z. 11 <span id="viii-p69.5" lang="LA">iudicii aeterni</span>, Z. 12 
<span id="viii-p69.6" lang="LA">me illa quae</span>, 
Z. 14 <span id="viii-p69.7" lang="LA">loquitur vultum eius vel sensum</span>, Z. 16 
<span id="viii-p69.8" lang="LA">clamatus</span>; Z. 17 <span id="viii-p69.9" lang="LA">esse</span> om., Z. 18
<span id="viii-p69.10" lang="LA">myrnam 
colebat</span>, Z. 18 <span id="viii-p69.11" lang="LA">exclamat ex exclamabat</span>, Z. 21
<span id="viii-p69.12" lang="LA">precarat ex pecarat</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p70" shownumber="no">S. 153 Z. 2 <span id="viii-p70.1" lang="LA">omnium ex quo unoque</span>, Z. 6 
<span id="viii-p70.2" lang="LA">ergasteria</span>. Z. 7 <span id="viii-p70.3" lang="LA">haec ergo</span>, Z. 8
<span id="viii-p70.4" lang="LA">allata</span>.</p>

<p class="normal" id="viii-p71" shownumber="no">Auf Grund dieser Uebersicht ist folgendes festzustellen: 1) cr 
theilt alle Eigenthümlichkeiten mit f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, und zwar steht er den letzteren 
beiden noch etwas näher. 2) er ist an vielen Stellen zur Ermittelung des Archetypus 
von f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, er sehr wichtig, indem einige der von ihm gebotenen LAA durch<pb id="viii-Page_88" n="88" />die Codd. Bolland’s und Usser’s gestützt sind. 3) cr bietet aber 
einen, besonders in den ersten Capp. willkürlich entstellten, theilweise geglätteten 
Text, wie überhaupt die ganze Familie, zu der er gehört, als die unzuverlässigste 
zu gelten hat. Wie bemerkt, hat nun cr nach dem cupiebant (S. 153, 11) einen verkürzten 
Schluss, der so lautet: „<span id="viii-p71.1" lang="LA">ut ergo expedita sunt quae ad ignem pertinebant, cum eum 
vellent rogo inpositum etiam clavis affigere, ait: sinite me; qui enim dedit mihi 
ignis ferre supplicium dabit ut et sine clavorum affixione flammas immobiliter perferam. 
Tunc illi omissis clavis vinculis usi sunt solis. Quibus post tergum manibus revinctis 
velut electus aries et ex magno grege assumptus acceptabile holocaustum omnipotenti 
oblatus est deo. Orationem ut conplevit, subiciunt ignem homines ignis aeterni. 
Cumque flamma ingens reluxisset, viderunt miracula omnes quibus ea deus videre 
concessit. Flamma etenim in modum camerae curvata specie quasi velum navis supra 
corpus martyris stetit. Quod corpus in medio positum non erat ut caro ardens,  
sed tanquam si aurum aut argentum in fornace candesceret. Tunc praeterea odorem 
naribus circumstantes hauserunt tanquam thuris incensi vel pretiosissimi flagrantis 
unguenti. Ad ultimum videntes scelerum ministri corpus igne non posse consumi iusserunt 
propius accedere confectores, et corpus cui ignis cesserat mucrone transfodere; 
Quo facto tam largus profusus est sanguis ut restingueret rogum. Populus autem miraculi 
stupore discessit. Sed ille aemulus totius boni satis agere coepit, ut reliquias 
eius nemo ad sepulturam concederet, Judaeis in hoc maxime instantibus. Ubi autem 
vidit centurio obstinatam Judaeorum contentionem, positum in medio ipsum corpus 
exussit, et ita post modum obusta ossa pretiosissimis gemmis cariora et omni auro 
probabiliora per ignem facta a fratribus colliguntur. Haec sicut conveniebat ex 
more condiuntur. Quo in loco praestante domino solemnes aguntur celebrisque conventus. 
Passi sunt cum eo et slii duodecim ex Philadelphia venientes et apud praefatam <pb id="viii-Page_89" n="89" />urbem martyrio consummati 
sunt.</span>“ Dieser Schluss erweist sich 
als ein fast wörtlich genaues Excerpt aus Rufin. Die Formen, in welchen die Passio 
Polycarpi im Abendlande verbreitet war, lassen sich nun leicht übersehen.</p>

<p class="normal" id="viii-p72" shownumber="no">1) Es hat der Smyrnäerbrief in der Eusebius-Rufin’schen Gestalt für sich allein circulirt. Zeuge dafür ist der Cod. lat. Bibl. Nat. Paris. Nr. 5568, 
membr., saec. X (Pass. SS., 198 fol. in quart., eine Columne, 24 Zeilen; vgl. fol. 
13<sup>b</sup>-19<sup>b</sup>), der älteste Polycarp-Codex, der mir überhaupt zu Gesichte gekommen. 
Derselbe enthält auch, wie f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, eine Zusammenstellung der Irenäus-Traditionen 
über P. aus Rufin, aber dieselbe ist nicht so vollständig wie die jener drei Codd.</p>

<p class="normal" id="viii-p73" shownumber="no">2) Es ist der Brief in einer selbständigen lateinischen Fassung verbreitet 
gewesen, und zwar 1) vollständig — so z. B. in den Codd. m, a und den Codd. Usseri, 
2) abgekürzt und zwar genau soweit, wie die Eusebius-Rufin’sche Fassung reicht, 
so in ch, 3) verstümmelt, so in f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, 4) verstümmelt, aber durch ein aus 
Eusebius-Rufin entnommenes Excerpt ergänzt, so in cr und pr.</p>

<p class="normal" id="viii-p74" shownumber="no">3) Endlich sind beide Formen, die Eus.-Rufin’sche und die selbständige 
zusammen verbreitet worden, so z. B. in den Codd. f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>.</p>

<p class="normal" id="viii-p75" shownumber="no">Was die Anordnung und den Werth der bisher bekannt gewordenen 
Zeugen für die selbständige Form der Passio betrifft, so sind drei Hauptgruppen 
zu machen 1) die Codd. a u. ch. 2) die Codd. Uss. 3) die Codd. f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, pr, 
cr. Die letztere Gruppe ist die am wenigsten werthvolle. Zwischen der Gruppe 1) 
und 2) steht, wie oben bemerkt, der Cod. m, der somit als wichtiger Texteszeuge 
zu gelten hat. Der Cod. ch der ersten Gruppe ist zurückzustellen, da schon sein 
Schluss die Vermuthung wachruft, dass er wie f, cl<sup>1</sup>, cl<sup>2</sup>, pr, cr Einflüsse von Eus.-Rufin 
her erlitten hat. Zahn ist somit bei seiner Ausgabe richtigen Grundsätzen gefolgt; 
auch jetzt noch, nachdem <pb id="viii-Page_90" n="90" />das Material vermehrt ist, bleibt das von ihm gegebene 
Urtheil in Kraft: „<span id="viii-p75.1" lang="LA">Pratellensis minima est auctoritas, maxima vero codicum a et 
m, ac magis etiam quam feci Bollandum secutus essem, nisi hunc codici ch , qui 
inferioris notae est, nimium tribuisse cognossem.</span>“</p>

<pb id="viii-Page_91" n="91" />
</div1>

    <div1 id="ix" next="x" prev="viii" progress="98.22%" title="Inhaltsverzeichniss.">
<h1 id="ix-p0.1">Inhaltsverzeichniss.</h1>

<table border="0" id="ix-p0.2" style="width:90%; margin-left:5%; margin-top:9pt; text-align:justify; font-size:medium">
<colgroup id="ix-p0.3" span="1"><col id="ix-p0.4" span="1" style="width:90%; vertical-align:top" /><col id="ix-p0.5" span="1" style="width:10%; vertical-align:bottom; text-align:right" /></colgroup>
<tr id="ix-p0.6">
<td colspan="2" id="ix-p0.7" rowspan="1" style="text-align:right; font-size:80%">Seite</td>
</tr><tr id="ix-p0.8">
<td colspan="1" id="ix-p0.9" rowspan="1">Einleitung</td>
<td colspan="1" id="ix-p0.10" rowspan="1">1</td>
</tr><tr id="ix-p0.11">
<td colspan="1" id="ix-p0.12" rowspan="1">Erstes Capitel</td>
<td colspan="1" id="ix-p0.13" rowspan="1">3</td>
</tr><tr id="ix-p0.14">
<td colspan="1" id="ix-p0.15" rowspan="1"><p class="hang2" id="ix-p1" shownumber="no">Die von Schriftstellern nach Eusebius gemachten Angaben über 
die Zeit des Martyriums des Ignatius S. 3. Die voreusebianischen Angaben S. 5.</p></td>
<td colspan="1" id="ix-p1.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="ix-p1.2">
<td colspan="1" id="ix-p1.3" rowspan="1">Zweites Capitel</td>
<td colspan="1" id="ix-p1.4" rowspan="1">8</td>
</tr><tr id="ix-p1.5">
<td colspan="1" id="ix-p1.6" rowspan="1"><p class="hang2" id="ix-p2" shownumber="no">Die Angaben des Eusebius Ober Ignatius im Chronicon S. 8, Die 
antiochenische Bischofsliste im Chron. S. 9. Die antioch. Bischofs-liste im Chron. 
verglichen mit der römischen Bischofsliste S. 15. Die Amtszeiten der antioch. Bischöfe 
sind im Chron. nach den Amtszeiten der römischen Bischöfe arrangirt S. 18. Die Chronik 
des Julius Africanus als die Quelle des Eusebius ermittelt S. 20. Die römische und 
antioch. Bischofsliste in der Chronik des Africanus annähernd wiederhergestellt 
S. 21. Beurtheilung einzelner Ansätze in den Vetzeiclissen der antioch. Bischöfe 
bei Africanus u. Eusebius  S. 26. Die aleiandrinische Bischofsliste im Chron. des 
Eusebius S. 30. Das Verhältniss der alex. Liste zur röm. u. antioch. bis auf die 
Zeit d. alex. Bischofs Demetrius S. 32. Die erste Hälfte der alex. Biechofsliste 
im Chron. des Eusebius scheint ebenfalls der Chronik des Africanus anzugehören S. 
34. Die jerusalemische Bischofsliste im Chron. des Eusebius S. 35. Die jerusal. Liste des Eusebius scheint der Chronik des Africanus nicht anzugehören S. 36.</p></td>
<td colspan="1" id="ix-p2.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="ix-p2.2">
<td colspan="1" id="ix-p2.3" rowspan="1"><p class="hang2" id="ix-p3" shownumber="no">Die antioch. Bischofsliste, in der Kirchengeschichte des Eusebius 
S. 37. Die Quellen für diese Liste und ihr Verhältniss zu der des Chronicons S. 41. 
Die Herstellung der Chronologie der antioch. Bischöfe S. 42. Theophilus S.42. Maximinus 
S. 44. Serapion S. 46. Asklepiades S. 47. Philetus S. 47. Zebinus S. 47. Babylas S. 
48. Fabius S. 49. Demetrianus S. M. Paulus S. 52. Domnus, Timäus, Cyrillus, Tyrannus 
S. 53.</p></td>
<td colspan="1" id="ix-p3.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="ix-p3.2">
<td colspan="1" id="ix-p3.3" rowspan="1"><p class="hang2" id="ix-p4" shownumber="no">Die späteren Chronographen: Der Verf. des Chronogr. syntomon, 
Syncellus, Nicephorus, Eutychius (der Verf. des Chron, pasch., Joh. <pb id="ix-Page_92" n="92" />
Seite Malalas. Barhebräus. Elias v. Nisibis) S. 55. 62. Die ihnen überlieferte 
antioch. Bischofsliste S. 56. Der Werth dieser Liste S. 6). Verzeichniss der antioch. Bischöfe von Enodius bis Tyrannus S. 62</p></td>
<td colspan="1" id="ix-p4.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="ix-p4.2">
<td colspan="1" id="ix-p4.3" rowspan="1">Drittes Capitel</td>
<td colspan="1" id="ix-p4.4" rowspan="1">66</td>
</tr><tr id="ix-p4.5">
<td colspan="1" id="ix-p4.6" rowspan="1"><p class="hang2" id="ix-p5" shownumber="no">Die Resultate der obigen Untersuchungen far die Frage nach der 
Zeit des Ignatius S. 66. Africanus als ältester Zeuge fur die Ignatius-Trajan-Tradition 
S. 68. Seine Angabe ist wahrscheinlich nur eine Folgerung seines chronistischen 
Systems S. 69. Die dem Africanus überlieferte antioch. Bischofsliste hat nicht 
mit Petrus begonnen S. 70. Diese Liste beginnt vielleicht mit dem ersten wirklichen 
Bischof von Antiochien S. 70. Die Ignatius-Trajan-Tradition ist zu unsicher, als 
dass sie das Ürtheil über Abfassungszeit u. Verfasser der 7 ignatianischen Briefe 
irgendwie bestimmen, geschweige leiten darf S. 71.</p></td>
<td colspan="1" id="ix-p5.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="ix-p5.2">
<td colspan="1" id="ix-p5.3" rowspan="1">Excurs</td>
<td colspan="1" id="ix-p5.4" rowspan="1">73</td>
</tr><tr id="ix-p5.5">
<td colspan="1" id="ix-p5.6" rowspan="1"><p class="hang2" id="ix-p6" shownumber="no">Die ältesten römischen Bischofslisten S. 73. Das älteste mit 
den Amtsjahren noch herstellbare Verzeichniss der römischen Bischöfe stammt wahrscheinlich 
aus der Zeit des Bischof Victor c. 195 p. Chr.).</p></td>
<td colspan="1" id="ix-p6.1" rowspan="1" />
</tr><tr id="ix-p6.2">
<td colspan="2" id="ix-p6.3" rowspan="1"><p class="center" id="ix-p7" shownumber="no">Anhang:</p></td>
</tr><tr id="ix-p7.1">
<td colspan="1" id="ix-p7.2" rowspan="1"><p class="normal" id="ix-p8" shownumber="no">Zur Geschichte der Verbreitung der Passio S. Polycarpi im Abendlande</p></td>
<td colspan="1" id="ix-p8.1" rowspan="1">75</td>
</tr></table>


<h3 id="ix-p8.2">DRUCK VON ACKERMANN &amp; GLASER. LEIPZIG.</h3>
</div1>

    <!-- added reason="AutoIndexing" -->
    <div1 id="x" next="x.i" prev="ix" title="Indexes">
      <h1 id="x-p0.1">Indexes</h1>

      <div2 id="x.i" next="x.ii" prev="x" title="Index of Scripture References">
        <h2 id="x.i-p0.1">Index of Scripture References</h2>
        <insertIndex id="x.i-p0.2" type="scripRef" />

<!-- added reason="insertIndex" class="scripRef" -->
<!-- Start of automatically inserted scripRef index -->
<div class="Index">
<p class="bbook" shownumber="no">Acts</p>
 <p class="bref" shownumber="no">
 <a class="TOC" href="?scrBook=Acts&amp;scrCh=58&amp;scrV=0#viii-p3.1" shape="rect" xml:link="simple">58</a>  
 </p>
<p class="bbook" shownumber="no">Romans</p>
 <p class="bref" shownumber="no">
 <a class="TOC" href="?scrBook=Rom&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#iv-p8.2" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Rom&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#iv-p10.1" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Rom&amp;scrCh=4&amp;scrV=0#iv-p8.2" shape="rect" xml:link="simple">4</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Rom&amp;scrCh=7&amp;scrV=0#iv-p10.1" shape="rect" xml:link="simple">7</a>  
 </p>
<p class="bbook" shownumber="no">Ephesians</p>
 <p class="bref" shownumber="no">
 <a class="TOC" href="?scrBook=Eph&amp;scrCh=1&amp;scrV=0#iv-p10.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Eph&amp;scrCh=19&amp;scrV=0#iv-p10.3" shape="rect" xml:link="simple">19</a>  
 </p>
<p class="bbook" shownumber="no">Philippians</p>
 <p class="bref" shownumber="no">
 <a class="TOC" href="?scrBook=Phil&amp;scrCh=4&amp;scrV=0#v-p134.18" shape="rect" xml:link="simple">4</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Phil&amp;scrCh=13&amp;scrV=0#iv-p8.1" shape="rect" xml:link="simple">13</a>  
 </p>
<p class="bbook" shownumber="no">Colossians</p>
 <p class="bref" shownumber="no">
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=1&amp;scrV=0#viii-p5.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=1&amp;scrV=0#viii-p29.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=1&amp;scrV=0#viii-p29.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=1&amp;scrV=0#viii-p58.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#viii-p5.1" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#viii-p5.5" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#viii-p28.1" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#viii-p28.3" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#viii-p31.2" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#viii-p31.4" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 <a class="TOC" href="?scrBook=Col&amp;scrCh=2&amp;scrV=0#viii-p58.3" shape="rect" xml:link="simple">2</a>  
 </p>
</div>
<!-- End of scripRef index -->
<!-- /added -->


      </div2>

      <div2 id="x.ii" next="x.iii" prev="x.i" title="Greek Words and Phrases">
        <h2 id="x.ii-p0.1">Index of Greek Words and Phrases</h2>
        <div class="Greek" id="x.ii-p0.2">
          <insertIndex id="x.ii-p0.3" lang="EL" type="foreign" />

<!-- added reason="insertIndex" class="foreign" -->
<!-- Start of automatically inserted foreign index -->
<div class="Index">
<ul class="Index1">
 <li><span class="Greek">Α: 
  <a class="TOC" href="#v-p202.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Γ´: 
  <a class="TOC" href="#v-p201.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Δ: 
  <a class="TOC" href="#v-p202.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Δ´: 
  <a class="TOC" href="#v-p201.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Η´: 
  <a class="TOC" href="#v-p202.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#v-p202.4" shape="rect" xml:link="simple">2</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ΙΓ´: 
  <a class="TOC" href="#v-p202.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#v-p202.3" shape="rect" xml:link="simple">2</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Ι´: 
  <a class="TOC" href="#v-p201.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Κ Α´: 
  <a class="TOC" href="#v-p202.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Λόγος δ᾽ ἔχει τοῦτον ἀπὸ Συρίας ἐπὶ τὴν Ῥωμαίων πόλιν ἀναπεμφθέντα θηρίων γενέσθαι βορὰν τῆς εἰς Χριστὸν μαρτυρίας ἕνεκεν: 
  <a class="TOC" href="#iv-p17.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Λ´: 
  <a class="TOC" href="#v-p201.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Μαζαββάνης ἐν Αἰλίᾳ: 
  <a class="TOC" href="#v-p129.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Τετάρτῳ ἔτει τῆς εἰς οὐρανοὺς ἀναλήφεως τοῦ κυρίου Πέτρος ὁ ἀπόστολος ἀπὸ Ἱεροσολύμων ἐν Ἀντιογείᾳ τ. μεγάλῃ τὸν λόγον τοῦ θεοῦ ἐδίδασκεν, καὶ τὴν χειροτονίαν τῆς ἐπισκοπῆς δεξάμενος ἐκεῖσε ἑαυτὸν ἐνεθρόνισεν, πεισθεὶς τοῖς ἀπὸ Ιουδαίων γενομένοις χριστιανοῖς. καὶ τοὺς ἐξ ἐθνῶν πιστοὺς οὐκ ἐδέξατο οὐδὲ ἠγὰπα, ἀλλ᾽ οὕτως ἐάσας αὐτοὺς ἐξῆλθεν ἐκεῖθεν: 
  <a class="TOC" href="#v-p211.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">αἱ μὲν οὖν ὁστορίαι συντρέχουσι, Κύρου τε βασιλείας, καὶ αἰχμαλωσίας τέλους. καὶ [τὰ] κατὰ τὰς Ὀλυμπιάδας οὕτως εἰς ἡμᾶς εύρεθήσεται συμφωνήσαντα· τούτοις γὰρ ἐπρ́μενοι καὶ τὰς λοιπὰς ἱστορίας κατὰ τὸν αὐτὸν λόγον ἀλλήλαις ἐφαρμώσομεν.: 
  <a class="TOC" href="#v-p77.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">διαδοχαί: 
  <a class="TOC" href="#v-p94.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐκπεκτωχότα τινὰ παρὰ τὸν τοῦ διωγμοῦ καιρὸν ἀπὸ τῆς εἰς Χριστὸν πίστεως ἐπὶ τὴν Ἰουδαϊκὴν ἐθελοθρησκείαν: 
  <a class="TOC" href="#v-p160.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐν τούτῳ: 
  <a class="TOC" href="#v-p138.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#v-p139.4" shape="rect" xml:link="simple">2</a>
  <a class="TOC" href="#v-p176.1" shape="rect" xml:link="simple">3</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐν τῷ διωγμῷ τῷ ἐν Ῥώμῃ: 
  <a class="TOC" href="#iv-p14.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐπὶ Νουμεριανοῦ καὶ Γορδιανοῦ: 
  <a class="TOC" href="#v-p209.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐπὶ τῶν δηλουμένων χρόνων: 
  <a class="TOC" href="#v-p132.26" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐπίσκοπον μετά τοὺς αποστόλους ἐν Ἀντιοχείᾳ κατασταθέντα καὶ μάρτυρα τοῦ Χριστοῦ γενόμενον: 
  <a class="TOC" href="#iv-p12.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">εφν ἔτει καὶ γ´ ἔτει Κλαυδίου ἐν Ἀντιοχείᾳ ἐπισκόπησαν οὗ̓τοι· ὦν πρῶτος (α) Πέτρος ὁ ἀπόστολος κτλ: 
  <a class="TOC" href="#v-p187.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">καθ᾽ δ̓̀ν τελευταίας συγκροτοθείσης συνόδου: 
  <a class="TOC" href="#v-p139.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">καθ᾽ ὃν ἤκμασεν ἡ τῶν ἐκκλλησιῶν πολιορκία: 
  <a class="TOC" href="#v-p142.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">καλῶς ἐν μιᾷ τῶν μάρτυρός τινος ἐπιστολῶν γέγραπται — τὸν Ἰγνάτιον λέγω, τὸν μετὰ τὸν μακάριον Πέτρον τῆς Ἀντιοχείας δεύτερον ἐπίσκοπον, τὸν ἐν τῷ διωγμῷ ἐν Ῥώμῃ θηρίοις μαχησάμενον: 
  <a class="TOC" href="#iv-p11.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">κατὰ τούστὸς: 
  <a class="TOC" href="#v-p142.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">κατακριθῆναι πρὸς θηρία: 
  <a class="TOC" href="#iv-p9.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">κατέχει λόγος: 
  <a class="TOC" href="#v-p132.25" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#v-p154.1" shape="rect" xml:link="simple">2</a></span></li>
 <li><span class="Greek">κύριέ μου καὶ υἱέ: 
  <a class="TOC" href="#vi-p8.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">λόγος: 
  <a class="TOC" href="#iv-p18.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">λόγος δ᾽ ἔχει: 
  <a class="TOC" href="#iv-p18.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">λόγος δ᾽ ἔχει τοῦτον ἀπὸ Συρίας ἐπὶ τὴν Ῥωμαίων πόλιν ἀναπεμφθέντα θηρίων γενέσθαι βορὰν τῆς εἰ Χριστὸν μαρτυρίας ἕνεκεν . . . . .: 
  <a class="TOC" href="#v-p132.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">μικρῷ τούου πρότερον: 
  <a class="TOC" href="#v-p142.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ὁμοίως δὲ καὶ Ἰγνάτοπς Ἀντιοχέων ἐπίσκοπος ἐν Ῥώμῃ ἐμαρτύρησεν: 
  <a class="TOC" href="#v-p4.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">οἶδε δὲ αὐτοῦ τὸ μαρτύριον καὶ ὁ Εἰρηναῖος: 
  <a class="TOC" href="#iv-p16.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">συνέβη δὲ ἐν τοῖς αὐτοῖς χρόνοις τελευτῆσαι καὶ Μάρκον τὸν ἀπόστολον ἐν Ἀλεκανδρίᾳ τῇ μεγαλῃ, ἐπίσκοπον ὄντα ἐκεῖ καὶ πατριάρχην. καὶ παρέλαβε τὴν ἐπισκοπὴν παῤ αὐτοῦ Ἀνιανός, μαθητὴς αὐτοῦ, καθὼς ὁ σοφὸς Θεόφιλος ὁ χρονογράφος συνεγράψατο: 
  <a class="TOC" href="#v-p151.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">τις: 
  <a class="TOC" href="#iv-p12.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">τότε ὸὴ: 
  <a class="TOC" href="#v-p134.16" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">τῇ μακαρίᾳ ἐκκλησίᾳ — ἡ ἁγία τ. Ἀντ. ἐκκλησία — κύριοί μου ἀδελφοί: 
  <a class="TOC" href="#v-p162.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ὡς εἶπέ τις τῶν ἡμετέρων διὰ τὴν πρὸς θεὸν μαρτυρίαν κατακριθεὸς πρὸς θηρία: 
  <a class="TOC" href="#iv-p9.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Ἀντιοχείας ἐπίσκοπος Ἰγνάτιοστ. ἔτη λ´: 
  <a class="TOC" href="#v-p3.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Αυρηλίου: 
  <a class="TOC" href="#v-p196.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Γάλλου κ. Οὐαλλεριανοῦ: 
  <a class="TOC" href="#v-p195.18" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Νουμερ. κ. Γορδιανοῦ: 
  <a class="TOC" href="#v-p194.44" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Οὐήρου: 
  <a class="TOC" href="#v-p194.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Πρόβου κ. Κάρου: 
  <a class="TOC" href="#v-p198.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Φιλίππου κ. Δεκίου: 
  <a class="TOC" href="#v-p195.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. τ. αὐτοῦ: 
  <a class="TOC" href="#v-p192.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#v-p193.13" shape="rect" xml:link="simple">2</a>
  <a class="TOC" href="#v-p194.17" shape="rect" xml:link="simple">3</a>
  <a class="TOC" href="#v-p197.4" shape="rect" xml:link="simple">4</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Ἀδριανοῦ: 
  <a class="TOC" href="#v-p192.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Ἀλεξάνδρου: 
  <a class="TOC" href="#v-p194.35" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Ἀντιονίνου ἄλλου: 
  <a class="TOC" href="#v-p194.26" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐ. Ἀντωνίνου: 
  <a class="TOC" href="#v-p193.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐπὶ Διοκλητιανοῦ: 
  <a class="TOC" href="#v-p199.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐπὶ Δομετιανοῦ: 
  <a class="TOC" href="#v-p190.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">ἐὶ Τραῖανοῦ ὁ μάρτυς: 
  <a class="TOC" href="#v-p190.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Ἐν τούτῳ: 
  <a class="TOC" href="#v-p134.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Ἰγνάτιος ὁ θεοφόρος, ὁ ἐπὶ Τραϊανοῦ μαρτυήσας ἐν Ῥώμῃ, ἔτη δ´: 
  <a class="TOC" href="#v-p191.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Ἰουδαϊσμός: 
  <a class="TOC" href="#iii-p6.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
 <li><span class="Greek">Ὀλυμπιονικῶν αὶ χρονικῶν συναγωγῆς: 
  <a class="TOC" href="#v-p77.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></span></li>
</ul>
</div>
<!-- End of foreign index -->
<!-- /added -->

        </div>
      </div2>

      <div2 id="x.iii" next="x.iv" prev="x.ii" title="Latin Words and Phrases">
        <h2 id="x.iii-p0.1">Index of Latin Words and Phrases</h2>
        <insertIndex id="x.iii-p0.2" lang="LA" type="foreign" />

<!-- added reason="insertIndex" class="foreign" -->
<!-- Start of automatically inserted foreign index -->
<div class="Index">
<ul class="Index1">
 <li>Antiochiae episcopus secundus extitit Ignatius.: 
  <a class="TOC" href="#v-p3.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Antiochiae secundus episcopus constitutus est Ignatius: 
  <a class="TOC" href="#v-p2.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Antiochiae secundus episcopus ordinatur Ignatius.: 
  <a class="TOC" href="#v-p3.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Antonino qui Pius cognominatus est vicesimo et secundo anno principatus exacto marcus aurelius verus et antoninus filius eius cum lucio fratre succedunt: 
  <a class="TOC" href="#viii-p32.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Christi servum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Christum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Ecclesia dei quae est apud Smyrnam ecclesiae dei constitutae apud Philomelium et omnibus quae ubique aunt sanctis ecclesiis catholicis misericordia et pax et caritas dei patris et domini nostri Jesu Christi cum omnibus vobis multiplicetur.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p40.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Ecclesia dei quae est apud smirnam ecclesiis dei salutem pholomiae et universis quae in locis sunt catholicis civitatibus misericordia et pax et amor dei patris ac amor domini nostri Jesu Christi cum omnibus habundet in saeculo.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p8.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Ecclesia quae habetur Smyrnae ecclesiis dei salutem Philadelphiae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p59.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Eo tempore scripsit Demetrius patriarcha Alexandrinus ad Gabium (i. e. Caium) Episc. Hierosol., Maximum patriarcham Antioch. et Victorem patriarcham Rom. de ratione computi paschalis et ieiunii Christianorum, et quomodo a paschate Judaeorum deducatur etc.: 
  <a class="TOC" href="#v-p153.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Et coeperunt quaerere sacerdotem et invenerunt episcopum in custoia religatum nomine Cyrillum de Antiochia adductum, pro nomine Christi vinctum, qui iam multis verberibus fuerat maceratus per annos tres. Ad quem venientes noctu . . . . quem invenerunt in catenis constrictum cum aliis multis confessoribus, et ingressi ad beatum Cyrillum, miserunt se ad pedes eins et rogaverunt ut baptizaret Simplicium.: 
  <a class="TOC" href="#v-p180.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Explicit passio babilli: 
  <a class="TOC" href="#viii-p5.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Explicit passio sancti preiecti episcopi et marini abbatis. Incipit passio sancti policarpi episcopi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p29.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Explicit passio sancti preiecti episcopi et marini abbatis. passio sancti policarpi episcopi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p28.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Explicit passio sancti preiecti episcopi et marini abbatis. passio sancti policarpi episcopi.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p31.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Explicit passio sci policarpi episcopi et martyris. Incipit passio s. preiecti martyris.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p5.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Hactenus haec quae de gestis policarpi ex hyrenei scriptis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p33.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Hic maxime inclaruit fidei confessione: 
  <a class="TOC" href="#v-p211.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Incipit epistula smirneorum missa universis ecclesiis de passione sancti policarpi episcopi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p36.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Incipit passio sci policarpi episcopi.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p5.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Incipit vita sancti iuliani episcopi cennomannensis.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p28.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Iudaeorum vi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p22.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Narcissus ergo episc. Hierosol. audito interfectum esse Babilam Patriarcham Antiochenum fuga prolapsus cathedram deseruit. Anno igitur imperio ipsius (scil. Maximini) II factus Dius episc. Hierosol. vice Narcissi annos tres sedit.: 
  <a class="TOC" href="#v-p205.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Niceten: 
  <a class="TOC" href="#viii-p66.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Petrus apostolorum coryphaeus fundata Autiochiae prima ecclesia evangelium praedicaturus Romam profectus est. Idem Romanae simul et Antiochenae ecclesiae ad obitum usque primus praefuit.: 
  <a class="TOC" href="#v-p188.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Petrus apostolus cum primum Antiochenam ecclesiam fundasset Romanorum urbem proficiscitur: 
  <a class="TOC" href="#v-p12.19" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Post Euodium Ignatius igneus: 
  <a class="TOC" href="#v-p211.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Post Petrum apostolorum principem Euodius. Sedit ille ut primus Antiochiae episcopus.: 
  <a class="TOC" href="#v-p211.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Pratellensis minima est auctoritas, maxima vero codicum a et m, ac magis etiam quam feci Bollandum secutus essem, nisi hunc codici ch , qui inferioris notae est, nimium tribuisse cognossem.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p75.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Romanorum ecclesiae XII episcopus constitutus est Agripinus annis IX: 
  <a class="TOC" href="#v-p98.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Smyrnae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Traiano adversum Christianos persecutionem movente Simon . . . crucifigitur. cui succedit Justus. — Ignatius quoque Antiochenae ecclesiae episcopus Romam perductus bestiis traditur. Post quem tertius constituitur episcopus Heron.: 
  <a class="TOC" href="#v-p4.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>Traiano adversus Christianos persecutionem movente Simon Cleopae (filius) Hierosolymitanae ecclesiae episcopus martyrium subiit, cui successit Jostus. Itidem (Cod. N. add. „et Ignatius“) Antiochensium episcopus martyrium passus est, post quem III Antiochensium episcopus constitutus est Eron. Plinius secundus, cuiusdam provinciae praeses etc.: 
  <a class="TOC" href="#v-p3.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>a: 
  <a class="TOC" href="#viii-p48.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ac roborator: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>acciperetur corona: 
  <a class="TOC" href="#viii-p46.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>adfuerunt: 
  <a class="TOC" href="#viii-p64.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>adstitit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>adversa pertulerint: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>aequo uno: 
  <a class="TOC" href="#viii-p18.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>aetatem suam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>aeternae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>aeternae salutis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p62.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>aeternam vitam et illa quae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>affuerant: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ait: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ait tolle: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ait tunc: 
  <a class="TOC" href="#viii-p47.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>alimenta: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>aliqua in te: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>alium: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>allata: 
  <a class="TOC" href="#viii-p70.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>amabile gladium: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>annum ingredior: 
  <a class="TOC" href="#viii-p68.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>artarum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p67.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>artorum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>astruendum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>asyarcum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p17.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>caelestia terrenis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>catholicae totius ecclesiae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p23.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>circa: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>circa deum ferventes fuerint: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>citius eum in arena: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>clamans: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>clamatus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p69.8" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>colligimus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p22.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>commotis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p67.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>communicare generibus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p21.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>compendiosius: 
  <a class="TOC" href="#viii-p51.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p53.2" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>concesserat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p64.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>concremabo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>conflata: 
  <a class="TOC" href="#viii-p20.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>confluente: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.12" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>conversa ad diabolum voluntate: 
  <a class="TOC" href="#viii-p43.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>coronae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>coronae illius caelestia: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>cratae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>cremandum ecce: 
  <a class="TOC" href="#viii-p12.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>crepitantia tormenta flagellorum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>crepitantium: 
  <a class="TOC" href="#viii-p41.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>cum ergo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p18.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>cum quo etiam alii duodecim ex phyladelphia venientes apud smirnam martyrio consummati sunt regnante domino nostro Jesu Christo qui cum patre et Spiritu Sancto vivit et regnat deus per omnia saecula saeculorum. amen. Explicit passio sancti policarpi. Gregorius turonensis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p36.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>cuncta: 
  <a class="TOC" href="#viii-p41.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>cupiebant: 
  <a class="TOC" href="#viii-p51.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p53.1" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>currebat ex currebant: 
  <a class="TOC" href="#viii-p47.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>custodes: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>custoditae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p14.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>dei voluntas: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>denique memini aliquem sanctorum dixisse, Ignatium nomine, de Christo: 
  <a class="TOC" href="#iv-p10.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>deo mente: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>dicebat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p17.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>distulit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p65.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>dixisti: 
  <a class="TOC" href="#viii-p19.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>dixit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>doctores: 
  <a class="TOC" href="#viii-p41.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>domine sacrificare: 
  <a class="TOC" href="#viii-p46.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>durorum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p41.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>durus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p17.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>eam esse quam prophetaveram veram passionem: 
  <a class="TOC" href="#viii-p18.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ego: 
  <a class="TOC" href="#viii-p48.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ego autem his sacratis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p25.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ego — scripsi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p25.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ei: 
  <a class="TOC" href="#viii-p21.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p48.7" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>eiecisse compulsum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>enim se: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>eo quod non invenimus integros annos praefecturae: 
  <a class="TOC" href="#v-p128.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>equorum magna copia ve armorum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ergasteria: 
  <a class="TOC" href="#viii-p57.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p70.2" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>ergo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p47.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>esse: 
  <a class="TOC" href="#viii-p17.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p69.9" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>esse ad ea: 
  <a class="TOC" href="#viii-p48.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>est: 
  <a class="TOC" href="#viii-p20.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p41.2" shape="rect" xml:link="simple">2</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p49.11" shape="rect" xml:link="simple">3</a></li>
 <li>et: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p49.8" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>et Herodem: 
  <a class="TOC" href="#viii-p66.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>et argesteria: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>et corporum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p23.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>et probator animarum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>et quae in universis locis sunt catholicae misericordia et pax et amor dei patris ac domini nostri Jesu Christi cum omnibus abundet in saeculo.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p60.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>et quaeratur: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>et quod: 
  <a class="TOC" href="#viii-p20.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>et tantam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>eum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>eum nemo ferro: 
  <a class="TOC" href="#viii-p19.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ex: 
  <a class="TOC" href="#viii-p22.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>excerpsimus. De quo plane policarpo nos necessarium duximus memoriae tradere, maxime cum scripta extat epistula ex persona ecclesiae smirneorum ad ponti ecclesias data quae de martyrii eius beato fine designat cuius exemplum infra scriptum est.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p34.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>exclamat ex exclamabat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>exclamavit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>exitu: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>exui se enim: 
  <a class="TOC" href="#viii-p62.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>factorem semper: 
  <a class="TOC" href="#viii-p48.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>famulos ergo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fassus est: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fauctorem semper: 
  <a class="TOC" href="#viii-p68.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>feris ipso: 
  <a class="TOC" href="#viii-p43.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fideles viri: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.16" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fideles viri nuda: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>finivit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p33.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>frangeret: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fuissent constant: 
  <a class="TOC" href="#viii-p21.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fuisset: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.14" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fuisset allata: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.12" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fuit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>fundenda: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.17" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>gratiae spiritus caelestis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>gratias: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>habere patientiam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>habuit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p13.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>haec ergo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p50.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p70.3" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>his: 
  <a class="TOC" href="#viii-p25.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>hoc ita fuisset effectum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.16" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>honor potentia: 
  <a class="TOC" href="#viii-p23.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>honorem gerere: 
  <a class="TOC" href="#viii-p31.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p48.9" shape="rect" xml:link="simple">2</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p52.1" shape="rect" xml:link="simple">3</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p54.4" shape="rect" xml:link="simple">4</a></li>
 <li>honorifice ac libenter: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.18" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>horae illius tempus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p66.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>horae spatio: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>huius mundi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p43.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>humilibus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p69.2" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>iam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ignis ardorem, vinculis bene illa facietis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p19.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>illa aetas: 
  <a class="TOC" href="#viii-p65.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ille: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p44.12" shape="rect" xml:link="simple">2</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p64.4" shape="rect" xml:link="simple">3</a></li>
 <li>ille ante: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.12" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>illi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>illi : 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>illis alimenta: 
  <a class="TOC" href="#viii-p65.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>illis celestem: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>illis etiam sancto probato: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.15" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>imitaturi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p23.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>imperia: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>imperia iudicis cruenta: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>impium profanum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>imploramus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p12.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>in Christi servum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p65.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>in alieno: 
  <a class="TOC" href="#viii-p67.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>in alium agrum forte: 
  <a class="TOC" href="#viii-p12.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>in asino: 
  <a class="TOC" href="#viii-p46.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p66.3" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>in se inimicum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>in tegulis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p39.7" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>incipias: 
  <a class="TOC" href="#viii-p48.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>incipit passio sancti policarpi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p58.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>incipit vita sancti iuliani episcopi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p58.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>informavit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>inicere illo etiam sic probato: 
  <a class="TOC" href="#viii-p20.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>integri anni praefecturae: 
  <a class="TOC" href="#v-p128.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>intuens dixit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.14" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>intuens tolle impios dixit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p47.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>inveneris: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>inveniunt: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ipse: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.12" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p44.8" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>ipse est: 
  <a class="TOC" href="#viii-p23.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>irascaris: 
  <a class="TOC" href="#viii-p48.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>iratus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p17.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>iudex ille: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>iudicii aeterni: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>iudicis illius: 
  <a class="TOC" href="#viii-p62.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>iura fortunam Caesaris: 
  <a class="TOC" href="#viii-p51.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>laminas: 
  <a class="TOC" href="#viii-p41.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>levis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ligatis manibus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p19.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>loquitur Polycarpus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>loquitur vultum eius vel sensum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>magna voce ter: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>maiore: 
  <a class="TOC" href="#viii-p46.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>mandatis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p68.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>martyrii: 
  <a class="TOC" href="#viii-p22.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>martyrio consummato plena manet corona. quis enim tam pium dominum famulorum reddit obsequium: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>martyris: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.19" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>martyrium: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>martyrum smirna: 
  <a class="TOC" href="#viii-p22.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>me illa quae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>medebatur: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>media ter: 
  <a class="TOC" href="#viii-p17.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>meditabatur: 
  <a class="TOC" href="#viii-p62.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>membra cupiebant: 
  <a class="TOC" href="#viii-p28.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>membra cupiebant. Incipit vita sanctae paulae descripta a beato ieronimo presbitero.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p31.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>membra cupiebant. Incipit vita sancti iuliani episcopi cennomannensis.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p29.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>mente: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>mente deo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p62.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>mente turbatus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p43.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>metalla autem multa numero sunt et quaedam quidem provinciae habent, quaedam non habent; sed quae non habent, in eas provincias mittunt, quae metalla habent: 
  <a class="TOC" href="#v-p184.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>miliciam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>mundi hujus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p63.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>myrnam colebat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ne hoc: 
  <a class="TOC" href="#viii-p13.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>nocentes: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>non: 
  <a class="TOC" href="#viii-p18.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>non grandi admiratione: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>nulla aetas: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>nullius: 
  <a class="TOC" href="#viii-p47.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>obaudientes: 
  <a class="TOC" href="#viii-p16.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>omnes vos: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.21" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>omnia in se forte contemneret: 
  <a class="TOC" href="#viii-p43.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>omnibus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p50.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>omnium: 
  <a class="TOC" href="#viii-p50.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>omnium aequo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>omnium ex quo unoque: 
  <a class="TOC" href="#viii-p70.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>orationis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p63.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>pati tanta: 
  <a class="TOC" href="#viii-p22.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>patientia suae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.12" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>patientium o martyrum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>patre et filio: 
  <a class="TOC" href="#viii-p25.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>peccarat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.12" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>per arenam velocitate: 
  <a class="TOC" href="#viii-p15.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>percussus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p63.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>perquirentes: 
  <a class="TOC" href="#viii-p65.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>persecutionem: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>persequentes: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>persuaderet: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>petit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p43.7" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>popularet visio fleret: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>potentia: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>potius: 
  <a class="TOC" href="#viii-p18.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>praesens etiam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>precarat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.13" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>precarat ex pecarat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.12" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>primo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p41.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>proferre: 
  <a class="TOC" href="#viii-p13.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>prona: 
  <a class="TOC" href="#viii-p43.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>proponebant: 
  <a class="TOC" href="#viii-p10.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p18.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quae custoditae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p66.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quae deberemus sequi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quaerebatur etiam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quaerentes: 
  <a class="TOC" href="#viii-p13.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quassarent: 
  <a class="TOC" href="#viii-p67.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>qui venerant: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quia iam editionis suae munus explesset: 
  <a class="TOC" href="#viii-p54.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quia venationes sen gladiatoria spectacula iam expleverat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p54.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quia venationes seu gladiatoria spectacula iam expleverat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p57.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quidam fortissimus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.8" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quidem illi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p65.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quo cessisse: 
  <a class="TOC" href="#viii-p11.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quo omnes: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quod facere: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.15" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quod ille ante: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>quoniam innumeris in locis aut interpres latinus ingenio suo indulsit, res ipsas aeque ac verba graeca neglegens, aut, quod veri similius est, graecus textus, quo ille usus est, toto coelo distabat ab eo, quem ex Eusebio et graecis actorum codicibus recognoscimus.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p1.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>reddi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>reddit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p41.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>redditos: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>reliquis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p22.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>respondit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>saciare: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.10" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>salvatorem ut: 
  <a class="TOC" href="#viii-p23.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>sanctus vero Cyrillus episcopus hoc audiens dum esset in carcere, afflixit se et transivit ad dominum.: 
  <a class="TOC" href="#v-p180.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>sed: 
  <a class="TOC" href="#viii-p48.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>sed libenter: 
  <a class="TOC" href="#viii-p62.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>sedabat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p9.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>spatio: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.7" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>spiritus gratiae caelestis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p65.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>stans: 
  <a class="TOC" href="#viii-p13.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>stans petebat dei donum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p45.11" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>statu quadrati: 
  <a class="TOC" href="#viii-p24.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>strati: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p44.3" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>stratis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p44.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p64.1" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>sui esse voluit, ideo primus: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>superavit inimici: 
  <a class="TOC" href="#viii-p61.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>sures: 
  <a class="TOC" href="#viii-p47.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>sures eius: 
  <a class="TOC" href="#viii-p67.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>suscepta tam fidelium oblatione: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>susceptus est: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>sustinet: 
  <a class="TOC" href="#viii-p23.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>tamen: 
  <a class="TOC" href="#viii-p21.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>temperabat violentiam: 
  <a class="TOC" href="#viii-p42.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>tempore iam muneris exsoluto: 
  <a class="TOC" href="#viii-p54.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>tot in Hierusalem episcopis constitutis non convenit nobis singulorum tempora disponere, eo quod non invenimus integros annos praefecturae.: 
  <a class="TOC" href="#v-p9.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>totius ecclesiae catholicae: 
  <a class="TOC" href="#viii-p7.20" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>tractum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p20.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>tripudiabo: 
  <a class="TOC" href="#viii-p69.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>tripudiabo ex bor: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>tripudiabor: 
  <a class="TOC" href="#viii-p49.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>troiani: 
  <a class="TOC" href="#viii-p24.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>uno ex his: 
  <a class="TOC" href="#viii-p12.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ut ergo expedita sunt quae ad ignem pertinebant, cum eum vellent rogo inpositum etiam clavis affigere, ait: sinite me; qui enim dedit mihi ignis ferre supplicium dabit ut et sine clavorum affixione flammas immobiliter perferam. Tunc illi omissis clavis vinculis usi sunt solis. Quibus post tergum manibus revinctis velut electus aries et ex magno grege assumptus acceptabile holocaustum omnipotenti oblatus est deo. Orationem ut conplevit, subiciunt ignem homines ignis aeterni. Cumque flamma ingens reluxisset, viderunt miracula omnes quibus ea deus videre concessit. Flamma etenim in modum camerae curvata specie quasi velum navis supra corpus martyris stetit. Quod corpus in medio positum non erat ut caro ardens, sed tanquam si aurum aut argentum in fornace candesceret. Tunc praeterea odorem naribus circumstantes hauserunt tanquam thuris incensi vel pretiosissimi flagrantis unguenti. Ad ultimum videntes scelerum ministri corpus igne non posse consumi iusserunt propius accedere confectores, et corpus cui ignis cesserat mucrone transfodere; Quo facto tam largus profusus est sanguis ut restingueret rogum. Populus autem miraculi stupore discessit. Sed ille aemulus totius boni satis agere coepit, ut reliquias eius nemo ad sepulturam concederet, Judaeis in hoc maxime instantibus. Ubi autem vidit centurio obstinatam Judaeorum contentionem, positum in medio ipsum corpus exussit, et ita post modum obusta ossa pretiosissimis gemmis cariora et omni auro probabiliora per ignem facta a fratribus colliguntur. Haec sicut conveniebat ex more condiuntur. Quo in loco praestante domino solemnes aguntur celebrisque conventus. Passi sunt cum eo et slii duodecim ex Philadelphia venientes et apud praefatam urbem martyrio consummati sunt.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p71.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>ut et ille finita passione Christi: 
  <a class="TOC" href="#viii-p12.6" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>vel auri: 
  <a class="TOC" href="#viii-p20.1" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>velocitate per arenam currebat, ut nulla corporis: 
  <a class="TOC" href="#viii-p67.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>velut signac.: 
  <a class="TOC" href="#viii-p36.3" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>velut signaculum: 
  <a class="TOC" href="#viii-p36.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>vero: 
  <a class="TOC" href="#viii-p12.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a>
  <a class="TOC" href="#viii-p13.2" shape="rect" xml:link="simple">2</a></li>
 <li>videmus cessisse: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>violatorque: 
  <a class="TOC" href="#viii-p17.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>violentiam temperabat: 
  <a class="TOC" href="#viii-p62.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>voluit: 
  <a class="TOC" href="#viii-p43.5" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>vox statim missa: 
  <a class="TOC" href="#viii-p47.4" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>vulnere merita: 
  <a class="TOC" href="#viii-p39.9" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
 <li>„porro“ simili modo etiam Ignatius: 
  <a class="TOC" href="#v-p4.2" shape="rect" xml:link="simple">1</a></li>
</ul>
</div>
<!-- End of foreign index -->
<!-- /added -->

      </div2>

      <div2 id="x.iv" next="toc" prev="x.iii" title="Index of Pages of the Print Edition">
        <h2 id="x.iv-p0.1">Index of Pages of the Print Edition</h2>
        <insertIndex id="x.iv-p0.2" type="pb" />

<!-- added reason="insertIndex" class="pb" -->
<!-- Start of automatically inserted pb index -->
<div class="Index">
<p class="pages" shownumber="no"><a class="TOC" href="#i-Page_i" shape="rect" xml:link="simple">i</a> 
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